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Bahn k├╝rzt wegen Omikron einzelne Z├╝ge

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Die Deutsche Bahn hat wegen der Omikron-Welle ihr Angebot im Fernverkehr leicht reduziert.
Die Deutsche Bahn hat wegen der Omikron-Welle ihr Angebot im Fernverkehr leicht reduziert. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat wegen der Omikron-Welle ihr Angebot im Fernverkehr leicht verringert. Die Sitzplatzkapazit├Ąt sei seit dem 10. Januar um etwa drei Prozent reduziert, hei├čt es in einem Lagebild f├╝r den Aufsichtsrat, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

So w├╝rden in einigen F├Ąllen k├╝rzere Z├╝ge eingesetzt, um vorsorglich die Instandhaltungswerke zu entlasten. In einigen Werken ist die Krankenquote demnach schon zweistellig. Weitere "Reduktionsszenarien" seien f├╝r den Fall vorbereitet, dass die Krankenst├Ąnde stark stiegen.

Die Bahn hatte im Dezember ihr Angebot ein weiteres Mal aufgestockt, weil sie laufend neue Z├╝ge erh├Ąlt. Es fahren derzeit aber nur halb so viele Menschen mit den ICE- und Intercity-Z├╝gen wie vor der Pandemie.

Weitgehend reibungsloser Betrieb

"Aktuell l├Ąuft der Betrieb ruhig und weitgehend reibungslos", teilte ein Bahnsprecher mit. "Wir haben derzeit nur minimale Anpassungen im Fahrplan vorgenommen, indem auf einigen Verbindungen - etwa zwischen K├Âln und Frankfurt - zu Zeiten mit weniger Fahrg├Ąsten statt zwei Zugteilen nur einer unterwegs ist." Die Bahn sei weiter vorbereitet, bei Bedarf die Betriebsabl├Ąufe anzupassen.

Bei Regionalz├╝gen gibt das Lagebild das Angebot mit "weitestgehend 100 Prozent" an. Nur vereinzelt fielen Verst├Ąrkerfahrten weg. Die Fahrgastnachfrage liege bei 55 bis 60 Prozent des Vor-Corona-Niveaus - bei starken regionalen Unterschieden. Die Krankmeldungsquoten bei Planern, Disponenten, Instandhaltungsmitarbeitern und Lokf├╝hrern steigen demnach, sind aber noch deutlich einstellig.

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Krankheitsstand steigt in NRW

Angespannt ist die Situation demnach etwa in Nordrhein-Westfalen. Steige der Krankenstand dort weiter, k├Ânnten Verkehre nicht mehr vollst├Ąndig bedient werden. Bei der S-Bahn Berlin ist der Betrieb schon reduziert. Dort entfallen seit Dienstag beispielsweise Verst├Ąrkerz├╝ge. Das Angebot liegt nach S-Bahn-Angaben aber noch bei gut 98 Prozent. Coronabedingt eingeschr├Ąnkt ist in der Hauptstadt seit einigen Tagen auch das Angebot an Bussen und U-Bahnen der landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe.

Im vergangenen Jahr fielen bei der Deutschen Bahn 3,2 Prozent der 340.000 planm├Ą├čigen Fahrten aus. Bezogen auf die vier Millionen vorgesehen Halte lag die Ausfallquote bei 5,1 Prozent, wie die Bahn mitteilte. Verglichen mit 2020 stiegen die Zahlen deutlich, wie aus Anfragen des FDP-Abgeordneten Torsten Herbst hervorgeht, ├╝ber die "Bild" (Dienstag) berichtete. Herbst forderte zus├Ątzliche Ma├čnahmen f├╝r Zuverl├Ąssigkeit und P├╝nktlichkeit.

Die Bahn nannte als Ursache Sonderereignisse: "Der Wintereinbruch im Februar mit zeitweiser Einstellung des Betriebs, im Juli das Sturmtief Bernd mit dem daraus resultierenden Jahrhundert-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen sowie im August und September einen der mit drei Streikwellen h├Ąrtesten Tarifkonflikte der DB-Geschichte."

In den ├╝brigen acht Monaten es Jahres habe der Anteil der Zugausf├Ąlle mit 1,1 Prozent auf dem Niveau der beiden Vorjahre gelegen, bei den Halten bei 2,5 Prozent.

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