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Wiesmann: Auto-Legende ist zurück

Von dpa, mab

Aktualisiert am 28.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Boldmen CR4
Boldmen CR4: Der offene Zweitürer kommt zu Preisen ab knapp 185.000 Euro in den Handel. (Quelle: Boldmen GmbH/dpa-mag/dpa-bilder)
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Mehr als 30 Jahre sind seit dem Start vergangen, sechs Jahre seit der Pleite. Nun ist Wiesmann wieder da. Mit neuen Partnern, neuem Namen – und neuem Auto.

Der Wiesmann ist wieder da. 34 Jahre, nachdem Friedhelm Wiesmann mit seinem Bruder Martin die begehrten Autos der MF-Reihe herausgebracht hat, meldet er sich mit neuen Partnern zurück. Seine Autos haben einen neuen Namen, eine neue technische Basis und kommen nun aus Bayern statt aus Westfalen. Aber einiges hat sich bis heute nicht geändert.

Zusammen mit zwei Kleinserienspezialisten aus Welden bei Augsburg baut Wiesmann seinen neuen Zweitürer. Als Boldmen CR4 kommt der Roadster nun zu Preisen ab knapp 185.000 Euro in den Handel. Mehr als 30 Exemplare wird es von der ersten Serie nicht geben, und auch danach wollen die Unternehmer höchstens 120 Autos im Jahr bauen.

Mit BMW-Basis, aber eigener Karbonkabine

Für sein schnelles Spätwerk hat Wiesmann genau wie früher in den BMW-Baukasten gegriffen. Das erleichtert den Umrüstern die Entwicklung, weil sie keine eigenen Schaltkreise knüpfen und keine Elektronik programmieren müssen. Und das erleichtert den Kunden den Betrieb des Fahrzeugs. Denn die meisten Wartungs- und Reparaturarbeiten kann jeder BMW-Händler erledigen, wenn das Auto nicht zurück in die Boldmen-Zentrale bei Augsburg oder zu den derzeit drei Vertriebspartnern im Land soll. Außerdem hält dieses Prinzip die Preise auf einem für diese Sphären fast noch zumutbaren Niveau.

Wiesmann GT MF4 (2009): Frühere Modelle der Marke sind begehrte Sammlerautos.
GT MF4 (2009): Frühere Wiesmann-Modelle sind begehrte Sammlerautos. (Quelle: Hersteller) (Quelle: Hersteller)

Ansehen kann man dem CR4 die Verwandtschaft zum Basisauto, dem BMW Z4, kaum – zumindest von außen gibt es bis auf das Verdeck und die Scheiben kaum die gleichen Bauteile. Stattdessen wird der Roadster komplett mit Karbon neu eingekleidet. Daher sieht er ganz anders aus und wiegt auch weniger. Selbst Scheinwerfer und Rückleuchten werden ausgetauscht. Ohnehin hat der Roadster einen Look, der eher an die alten Wiesmann-Modelle erinnert. Grund dafür sind die tief eingekerbten Flanken und der leichte Schwung in den hinteren Kotflügeln.

Was Wiesmann und seine Partner bei der Karosserie an Pfunden sparen, satteln sie aber im Innenraum zum Teil wieder drauf. Denn auf Kunststoff wird hier weitgehend verzichtet. Stattdessen haben die Autobauer nahezu alle Oberflächen mit Leder beziehen lassen. Beim Innendesign, insbesondere der Farbauswahl, gibt es ungewöhnlich großen Gestaltungsspielraum. Denn Wiesmann will, dass kein Wagen dem anderen gleicht, und verspricht den Kunden damit echte Unikate.

Unter der Haube mehr als Standard

Beim Einbau von BMW-Komponenten waren die Boldmen-Macher auch an anderer Stelle ziemlich wählerisch. Schließlich liegt der Motor aus dem M40i deutlich über dem Standard. Und für seinen neuen Einsatz bekommt er auch noch eine Kraftkur. Mit neuer Software steigt die Leistung von 340 PS auf 407 PS und das maximale Drehmoment um 110 auf 610 Nm. Außerdem betont eine eigene Abgasanlage den Sound des Sechszylindermotors.

Motor und Antrieb:Sechszylinder-Turbo-Benzindirekteinspritzer
Hubraum:2998 ccm
Max. Leistung:300 kW/407 PS
Max. Drehmoment:610 Nm
Antrieb:Hinterradantrieb
Getriebe:Achtgang- Automatik

Das Spitzentempo ist zwar auch beim Boldmen auf 250 km/h limitiert. Aber den Sprint von 0 auf 100 schafft der veredelte Z4 jetzt in 3,9 Sekunden – immerhin sechs Zehntel schneller als das Original.

Das Beste aus zwei Welten

Serientechnik von BMW, geschmackvoll veredelt und hochgradig individualisiert: So vereint der Boldmen die Vorzüge von Massenproduktion und Manufaktur. Daneben bietet er überdurchschnittlichen Fahrspaß und eine Exklusivität, wie sie in dieser Preisklasse selten ist.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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