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Renault Austral: Der kompakte SUV im Test


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Wie schlägt sich Renaults neuer Austral?

Von dpa
Aktualisiert am 06.11.2022Lesedauer: 3 Min.
Neue Hoffnung: Als Nachfolger des Renault Kadjar soll sich nun der Austral in der Klasse der kompakten SUVs behaupten.
Neue Hoffnung: Als Nachfolger des Renault Kadjar soll sich nun der Austral in der Klasse der kompakten SUVs behaupten. (Quelle: Renault Deutschland AG/dpa-bilder)
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Großen Erfolg hatte Renault mit dem Kadjar nicht. Nach nur einer Generation verabschiedete man sich vom kompakten SUV. Wie steht es um seinen Nachfolger?

Renault will erneut einen Kandidaten gegen den VW Tiguan ins Rennen schicken. Denn nachdem die Franzosen mit dem Kadjar gegen das meistverkaufte SUV in der europäischen Kompaktklasse wenig ausrichten konnten, soll es nun der Austral mit der Konkurrenz aufnehmen. Dieser kommt noch im November zu Preisen ab 29.900 Euro in den Handel.

Kaum Unterschiede bei Maßen und Design

Zwar soll der Austral, dessen Name übrigens Süden bedeutet, für einen Neuanfang stehen. Jedoch nutzt Renault für das Kompakt-SUV die bereits etablierte Konzernplattform CMF-CD, die etwa auch für Nissans Qashqai verwendet wird. Der Austral erhält dabei einen Radstand von 2,67 Metern und eine Länge von 4,51 Metern. Auch wenn er damit kaum größer ist als der Kadjar, dürfte der Platz selbst auf der Rückbank in den meisten Fällen ausreichen. Erst recht in den gehobenen Ausstattungsvarianten, in denen sich die drei Teile der Rückbank individuell um bis 16 Zentimeter verschieben lassen. Allerdings geht der Zugewinn an Kniefreiheit dann zu Lasten des Kofferraums, der 575 bis 1.525 Liter fasst.

Neue Form: Die spangenförmigen Rückscheinwerfer passen zu dem modernen Design des Renault Austral.
Neue Form: Die spangenförmigen Rückscheinwerfer passen zu dem modernen Design des Renault Austral. (Quelle: Renault Deutschland AG/dpa)

Auch beim Design gibt es nur wenig Unterschied zum Kadjar. Ausnahme sind die Sicheln des Tagfahrlichts in den LED-Scheinwerfern und die durchgehende Chromspange im Grill. Außerdem sind die Konturen jetzt noch ausgeprägter.

Abwechslung im Innenraum

Deutlich mehr Innovationsfreude beweist Renault beim Innenraum. Denn dort gibt es neben dem großen Touchscreen, der senkrecht vor dem Armaturenbrett prangt, einige weitere digitale Instrumente. Und damit der Touchscreen gut zu erreichen ist, befindet sich eine breite Handauflage auf der Mittelkonsole. Während das alles sehr aufgeräumt aussieht und leicht zu bedienen ist, haben Ergonomen und Designer rund ums Lenkrad einen schlechten Job gemacht. Gleich vier Hebel ragen dahinter hervor und stiften beim Fahrer reichlich Verwirrung.

Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit:Sieben Airbags, Abstands-Tempomat, Rückfahrkamera
Komfort:Klimaanlage, Allrad-Lenkung, LED-Scheinwerfer
Spritspartechnik:Hybrid-Antrieb
Radikal: Renault setzt sein neues Innenraumdesign auch beim Kadjar-Nachfolger um.
Radikal: Renault setzt sein neues Innenraumdesign auch beim Kadjar-Nachfolger um. (Quelle: Renault Deutschland AG)

Neue Ausrichtung bei den Motoren

Einiges getan hat sich ebenso unter der Haube. Nein, es gibt keine Akkuversion und auch keinen Plug-in-Hybrid. Denn wer elektrisch fahren will, der soll schließlich den Mégane E-Tech kaufen, mit dem Renault etwa gegen den VW ID4 antritt. Doch die Franzosen verzichten diesmal auf einen Dieselmotor und bieten nur noch einen Benziner an. Zudem ist dieser von ganz neuem Schlag: Schon das Basismodell fährt mit einem Mild-Hybrid und kommt bei 1,3 Litern Hubraum auf 103 kW/140 PS. Und als Ersatz für einen sparsamen, aber kräftigen Diesel gibt es einen Vollhybrid, für den Renault einen 1,2 Liter großen Turbo-Benziner mit 96 kW/131 PS mit zwei E-Motoren von zusammen 50 kW/68 PS kombiniert.

Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit:174 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h:8,4 s
Durchschnittsverbrauch:4,6 Liter/100 km
Reichweite:1170 km
CO2-Emission:105 g/km
Kraftstoff:Super
Schadstoffklasse:EU6
Energieeffizienzklasse:A+

Geringer Verbrauch trotz Benzinmotor

Weil der Akku nur 1,7 kWh fasst, fährt der Austral zwar nur wenige hundert Meter am Stück rein elektrisch. Doch dank der Elektrifizierung hat der Austral so viel Durchzug und so wenig Durst wie ein Diesel. Während er in 8,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, verbraucht er im Mittel nur 4,6 Liter und kommt so auf einen CO2-Ausstoß von 105 g/km.

Doch anders als der Diesel ist der Hybrid extrem leise - erst recht, wenn er trotz seiner bescheidenen Batteriekapazität den Benziner überraschend oft in die Pause schickt. Das passiert vor allem im Stadtverkehr, wo der Austral eine weitere Stärke ausspielt: Als einziger in dieser Klasse kommt er mit einer Allrad-Lenkung, die den Wendekreis spürbar verkleinert. Vor allem beim Rangieren fühlt sich der Wagen deshalb wie geschrumpft an.

Motor und AntriebVierzylinder-Benziner und zwei E-Motoren
Hubraum:1119 ccm
Max. Leistung:147 kW/200 PS
Max. Drehmoment:205 Nm
Antrieb:Frontantrieb
Getriebe:Stufenlose Automatik
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Fazit: Neuer Name, altes Konzept

Mit dem Austral schreitet Renault zwar voran, geht dabei aber nicht unbedingt neue Wege. Zuschnitt, Ausstattung, Antrieb und Abstimmung machen einen ordentlichen Eindruck. Und auch das unaufgeregte, dafür aber elegante Design ist gelungen. Doch es bleiben zwei Kritikpunkte, die ihm zumindest in Deutschland das Leben schwer machen dürften. Erstens fährt keine Modellvariante schneller als 174 km/h. Und zweitens gibt es ihn nicht mit Allrad. Zu einer gefährlichen Konkurrenz für den Tiguan wird er daher wohl nicht.

Kosten:
Basispreis des Renault Austral:29.000 Euro
Grundpreis des E-Tech Fullhybrid 200:40.400 Euro
Typklassen:k.A.
Kfz-Steuer:44 Euro/Jahr

Alle Angaben laut Hersteller

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk
RenaultVW

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