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Lightyear 0: Solarauto nach Produktionsstart schon gescheitert


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Solarauto nach Produktionsstart gescheitert

Von SP-X, ccn

Aktualisiert am 25.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Lightyear Zero: Das E-Auto mit Solarflächen soll rund 250.000 Euro kosten.
Lightyear 0: Das E-Auto mit Solarflächen sollte mehr als 250.000 Euro kosten. (Quelle: Lightyear)
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Kurz nach dem Start der Serienproduktion des Solarautos Lightyear 0 geht seinem Hersteller das Geld aus. Auch ein Konkurrenzunternehmen ist in Schieflage.

Der niederländische Elektroauto-Newcomer Lightyear hat die Produktion der mehr als 250.000 Euro teuren Solar-Limousine 0 (sprich: Zero) wieder eingestellt. Offiziell wurde die Serienfertigung Ende 2022 beim Auftragsfertiger Valmet in Finnland gestartet. Geplant waren lediglich 946 Exemplare.

Um das Projekt Lightyear 0 abzuwickeln, wurde vor Gericht bereits ein Antrag auf Eröffnung eines Zahlungsaussetzungsverfahrens gegen die für die Produktion verantwortliche Atlas Technologies B.V. gestellt. Die Atlas Technologies Holding B.V. und die Lightyear Layer B.V. seien hingegen nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Mit diesen Unternehmensteilen wolle man die Automarke Lightyear weiter betreiben.

Lightyear 2 soll trotzdem kommen

Die Marke hatte große Pläne: Neben dem Erstlingswerk Lightyear 0 sollte das Modell Lightyear 2 auf den Markt kommen. Das sollte nicht so teuer werden, sondern bis Ende 2025 zum Preis von unter 40.000 Euro zu kaufen sein. Laut "Manager Magazin" haben 40.000 Privatkäufer den Crossover vorbestellt, Flottenkunden sollen 20.000 Fahrzeuge reserviert haben. 800 Kilometer Reichweite hat Lightyear angekündigt, 70 davon sollen mithilfe der Solarpanele in der Außenhaut an sonnigen Tagen erzeugt werden. Ob die finanziellen Ressourcen dafür ausreichen werden, bleibt abzuwarten.

Klar ist, dass der Lightyear 0 keine Zukunft hat. Wie viele Fahrzeuge bislang produziert wurden und wie man mit Kunden verfährt, die bereits bestellt haben, verrät das Unternehmen nicht.

Sono Motors: Mitbewerber in finanzieller Schieflage

Kantige Kiste: Um möglichst viel Fläche zu schaffen und den technischen Aufwand zu reduzieren, setzt der Sion auf gerade Formen.
Kantige Kiste: Um möglichst viel Fläche zu schaffen und den technischen Aufwand zu reduzieren, setzt der Sion auf gerade Formen. (Quelle: Sono Motors/Martin Meiners)

Lightyear ist nicht das einzige Unternehmen, das ein Elektroauto mit Solarflächen auf den Markt bringen will und in finanzielle Not geraten ist: Auch das deutsche Start-up Sono Motors hat Probleme, sein ambitioniertes Solarauto namens Sion auf den Markt zu bringen. Seit Mitte Dezember bittet das Unternehmen um Spenden in Form von Vorbestellungen.

Mit 105 Millionen Euro könne man weiterentwickeln, die bisherigen 330 Millionen Euro hätten nicht ausgereicht. Bislang sind 46 Millionen Euro zusammengekommen, Sono Motos droht möglicherweise in dieser Form das Aus – wenn der Sion nicht zustande kommt, wolle man als Solar-Zulieferer für Fahrzeughersteller weitermachen. Beispielsweise könnten Auflieger von Lkw mit Solarpaneelen ausgerüstet werden.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur SP-X
  • manager-magazin.de: "Das nächste Solarauto-Desaster"
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