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Dacia will weg vom Billig-Image: Neues Logo, neue Modelle


Dacia will weg vom Billig-Image

Michael Specht, SP-X

Aktualisiert am 10.10.2021Lesedauer: 3 Min.
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Dacia Jogger: Er ist das neuste Modell der RumÀnen.
Dacia Jogger: Er ist das neuste Modell der RumÀnen. (Quelle: Hersteller)
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Dacia plant mehr Autos zu elektrifizieren und will neue Segmente erobern. Dabei will Renaults Tochter nicht mehr als Billigmarke wahrgenommen werden. Auch ein neuer Werbespruch soll helfen.

Neue Modelle, neues Selbstbild, neuer Auftritt, neues Logo – der Wandel der Marke Dacia ist weithin sichtbar. Die rumĂ€nische Renault-Tochter gibt sich deutlich selbstbewusster und will nicht lĂ€nger als osteuropĂ€ische Billigmarke wahrgenommen werden, die mit abgeschriebener Antriebs- und Plattformtechnik der französischen Mutter versorgt wird.


Neuer Spring: Dacias erstes Elektro-SUV

Der Kofferraum ist mit 270 Liter ausreichend groß. Die RĂŒckbanklehne lĂ€sst sich einfach umklappen.
Überschaubare Leistung: 44 PS sind nicht viel. Aber im Stadtverkehr ist man mit dem Spring keineswegs zum Hinterherfahren verdammt.
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"Unsere Autos haben heute ein besseres Image als die Marke", sagt Xavier Martinet, Leiter Marketing und Vertrieb. Letzteres gilt es, aufzupolieren. Geschehen soll dies unter anderem durch den neuen Claim "Dacia – einfach gut". Ende nĂ€chsten Jahres will Dacia zudem alle seine Modelle mit einem neuen Logo versehen.

Dacia bringt den gĂŒnstigsten Stromer der Branche

Rund 16 Jahre ist Dacia auf dem deutschen Markt, begann damals den Verkauf mit nur zwei Modellen. Bis heute konnte die Marke hierzulande rund 750.000 Einheiten absetzen. Der Marktanteil liegt bei knapp 1,7 Prozent. Momentan besteht das Portfolio aus fĂŒnf Modellen, dazu gehört seit diesem Jahr der Kleinwagen Spring, Dacias erstes elektrisches Auto und gleichzeitig – getreu der Markenphilosophie – der gĂŒnstige Stromer der Branche.

Möglich macht dies in erster Linie die Produktion in China, dort lĂ€uft der Spring als Renault K-ZE vom Band. Ein weiteres, batterieelektrisches Modell steht allerdings nicht auf dem Plan – zumindest nicht in den nĂ€chsten Jahren.

Um die Kosten gering zu halten, steckt bis auf den Spring unter allen Modellen die gleiche Plattform (CMF-B), wie sie Renault beispielsweise auch fĂŒr den heutigen Clio nutzt. Weiteres Potenzial, Geld zu sparen, bietet die Fokussierung aufs Wesentliche wĂ€hrend der Entwicklung. Schnickschnack ist nicht Dacias Ding. "Was braucht der Kunde wirklich, was ist ihm wichtig?", sagt Xavier Martinet, "fĂŒr Verbrenner wie fĂŒr Elektroautos gilt, wir wollen Neuwagen fĂŒr so viele Menschen wie möglich erschwinglich zu machen."

JĂŒngstes Beispiel ist der Jogger, ein siebensitziges Familienauto, das Dacia vor wenigen Tagen auf der IAA Mobility in MĂŒnchen prĂ€sentierte. Der Jogger gilt als Nachfolger von gleich drei Ă€hnlich konzipierten Modellen: Logan MCV, Lodgy und Dokker. Preislich dĂŒrfte der Jogger etwa auf dem Niveau von 15.500 Euro starten.

Der 4,55 Meter lange Jogger gleicht einem Mix aus Kombi und Van und wird das erste Modell von Dacia mit Hybridantrieb. Auch hier stammt die Technik aus dem aktuellen Clio E-Tech. Die MarkteinfĂŒhrung ist fĂŒr MĂ€rz 2022 vorgesehen. Weitere Elektrifizierungsmaßnahmen, vor allem in welchem Ausmaß, hĂ€ngen laut Dacia Vorstandschef Denis Le Vot hauptsĂ€chlich von den Euro-7-Abgasgesetzen ab. Ab 2026 will man jedoch die Hybridisierung stĂ€rker vorantreiben. "2035 schließlich wird Dacia zu einer vollelektrischen Marke", so Le Vot.

Dass SUVs auch fĂŒr eine Marke wie Dacia ein lohnendes GeschĂ€ft sind, stellt seit nunmehr ĂŒber zehn Jahren der Duster unter Beweis. Er ist immer noch das mit Abstand gĂŒnstigste SUV in Deutschland und in Europa seit 2019 die Nummer eins unter den Kompakt-SUV auf dem Privatkundenmarkt. KĂŒrzlich erhielt der Duster eine ProduktĂŒberarbeitung, die unter anderem das fĂŒr viele Kunden sehnlichst erwartete Doppelkupplungsgetriebe beinhaltet.

Bald kommt ein neues Lifestyle-SUV

Die Zeit fĂŒr einen Nachfolger ist trotzdem ĂŒberreif. Doch wohl erst 2024 soll die nĂ€chste Generation startklar sein. Sie steht ebenfalls auf der CMF-B-Plattform. Heißt: Auch den Duster dĂŒrfte es dann als Hybridvariante geben.

Neue Segmente erschließen, dieses Vorhaben setzt Dacia voraussichtlich in etwa zwei Jahren mit dem Bigster um, ein 4,60 Meter langes Lifestyle-SUV. Der Name gehört zwar offiziell der SUV-Studie, die die Renault-Tochter Anfang des Jahres zeigte, doch könnte Bigster ebenso die Heckklappe am Serienmodell zieren. Passen zumindest wĂŒrde es zum grĂ¶ĂŸten SUV im Dacia-Portfolio.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SP-X
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