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Moderne Radarfallen: Diese Blitzer jagen Temposünder

In Tonnen und anderswo  

So tarnen sich moderne Blitzer

Von Markus Abrahamczyk

05.04.2019, 15:11 Uhr
Blitzer – überflüssig oder gerechtfertigt? (Quelle: imago/Manngold/Getty Images)
Blitzer – überflüssig oder gerechtfertigt?

Millionen Autofahrer kennen den Moment, in dem der Tritt auf die Bremse nichts mehr bringt das teures Foto längst im Kasten ist. t-online.de erklärt, wo es besonders teuer werden kann und welche Rechte Ihnen zustehen.

Achtung, Blitzer: t-online.de erklärt, wo es besonders teuer werden kann und welche Rechte Ihnen zustehen. (Quelle: t-online.de)


Getarnt als Anhänger oder Mülltonne: Bei der Jagd auf Raser beweist die Polizei eine erstaunliche Kreativität. Was Blitzer inzwischen können, wie sie sich tarnen – ein Überblick.

Mühbrook in Schleswig-Holstein: ein kleines Örtchen mit nicht einmal 600 Einwohnern, einem See, einem Moor – und einer Radarfalle. Und die ist in diesen Tagen nicht nur im hohen Norden zum Gesprächsthema geworden.

Blitzertonne: Bei der Jagd auf Raser ist offenbar Kreativität gefragt. (Quelle: Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde / Straßenverkehrsbehörde)Blitzertonne: Bei der Jagd auf Raser ist offenbar Kreativität gefragt. (Quelle: Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde / Straßenverkehrsbehörde)

Foto-Serie mit 5 Bildern

Denn der Blitzer steckt in einer Mülltonne. Die Idee dazu hatte nicht etwa ein wütender Autofahrer – sondern Mitarbeiter der Kreisbehörde. Da eine normale Radaranlage offenbar zu schnell auffliegt, bauten sie eine Blitzer-Tonne. Innen steckt ein ganz normaler mobiler Blitzer, eigentlich auch ganz gut erkennbar – zumindest, wenn man nicht zu schnell rast.

Sind Sie zu schnell unterwegs gewesen? Welches Bußgeld Ihnen droht, wie es dann weitergeht – das erfahren Sie hier.

Falls der Trick mit der Mülltonne irgendwann nicht mehr funktioniert, ließe sich die Radarfalle also auch woanders verstecken. Im Moment aber klappt er sehr gut – zum Leidwesen der Autofahrer. Zuletzt kam die Mülltonne beim Blitzer-Marathon zum Einsatz. Und der hat sich gelohnt: Von 613 gemessenen Autos waren 87 zu schnell.

Anhänger-Attrappe erfolgreich getestet

Gepanzert und mit langelebigem Akku: Dieser neue Blitzer macht es Verkehrssündern schwer. (Quelle: Hersteller)Gepanzert und mit langelebigem Akku: Dieser neue Blitzer macht es Verkehrssündern schwer. (Quelle: Hersteller)

Auch in anderen Bundesländern setzt man auf Blitzer-Tricks. Vor einiger Zeit begannen beispielsweise Tests mit einer Anhänger-Attrappe. Der Blitzer soll unter anderem an Unfallschwerpunkten eingesetzt werden, wo es für eine mobile Messung durch die Polizei zu gefährlich wäre.

Dass die Blitzer-Tarnung bei Autofahrern auf wenig Gegenliebe stößt, hat der Hersteller offenbar bedacht: Die Attrappe hält Vandalismus stand und ist sogar kugelsicher.

Erfolgreicher Test: Der Blitzer ist in einigen Bundesländern im Einsatz. (Quelle: Hersteller)Erfolgreicher Test: Der Blitzer ist in einigen Bundesländern im Einsatz. (Quelle: Hersteller)

Der Blitzer-Anhänger und andere Varianten werden in verschiedenen Bundesländern getestet, unter anderem in Hessen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Teilweise ist er schon im festen Einsatz.

Neue Laser-Messsysteme im Einsatz

Häufiger sind inzwischen auch graue Säulen mit dunklen Ringen am Straßenrand zu sehen. In den Säulen steckt ein Laser-Messsystem. "Bei der Lasertechnik werden Lichtimpulse ausgesendet, die von den Fahrzeugen reflektiert werden. Daraus lässt sich die Geschwindigkeit errechnen", erklärt Vitronic-Sprecher Sebastian Ramb. Die Firma ist einer der größeren deutschen Radarfallen-Bauer – und ihre Spezialität sind Laser.

Laser-Messsystem: Säulen mit vier Ringen messen in beiden Fahrtrichtungen, bei drei Ringen wird nur eine Fahrtrichtung abgedeckt. (Quelle: dpa/Fredrik von Erichsen)Laser-Messsystem: Säulen mit vier Ringen messen in beiden Fahrtrichtungen, bei drei Ringen wird nur eine Fahrtrichtung abgedeckt. (Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa)


Die Laser können das Tempo auf bis zu vier Fahrspuren messen. Und sie haben noch einen Vorteil: Anders als früher, werden keine Filmspulen benötigt, deshalb ist auch keine ständige Wartung nötig. "Die Daten können von den Messbeamten entweder über verschlüsselte USB-Sticks ausgelesen werden oder über eine verschlüsselte Verbindung auch per Daten-SIM versendet werden", sagt Ramb.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur SP-X
  • stuttgarter-zeitung.de
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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