Sie sind hier: Home > Auto > Recht & Verkehr >

Defekte Airbags: Autohersteller Takata ruft 1,4 Millionen Autos zurück

Fehlkonstruktion aus Japan  

Defekte Airbags: Rückruf von 1,4 Millionen Autos

06.12.2019, 10:12 Uhr | dpa

Defekte Airbags: Autohersteller Takata ruft 1,4 Millionen Autos zurück. Takata-Logo: Die defekten Airbags der japanischen Marke sind in den USA in 1,4 Millionen Autos verbaut. (Quelle: AP/dpa/Paul Sancya)

Takata-Logo: Die defekten Airbags der japanischen Marke sind in den USA in 1,4 Millionen Autos verbaut. (Quelle: Paul Sancya/AP/dpa)

Airbags sollten eigentlich Leben schützen. Doch die defekten japanischen Takata-Modelle bieten möglicherweise keine Sicherheit. Auch deutsche Hersteller müssen Autos zurückrufen.

Defekte Airbags des japanischen Herstellers Takata haben bereits den größten US-Rückruf der Automobilgeschichte verursacht – nun gibt es neue Probleme. Auf dem US-Markt sind weitere 1,4 Millionen Fahrzeuge betroffen, warnt die Verkehrsaufsicht NHTSA. Weltweit wurden laut Takata 4,45 Millionen der problematischen Airbag-Inflatoren verkauft. Konkretere Angaben gab es zunächst nicht. Bei den Airbags besteht die Gefahr, dass sie nicht richtig auslösen. Auch zwei deutsche Hersteller sind betroffen.

BMW-Modelle sind weltweit betroffen

BMW prüft nach eigenen Angaben weltweit 750.000 Autos. Der Hersteller geht aber davon aus, dass nur rund 20 Prozent noch in Betrieb sind, da es um Fahrzeuge aus den Jahren 1997 bis 2000 gehe. Zudem sei in weniger als der Hälfte der Modelle, die nun untersucht würden, der problematische Airbag verbaut. In Deutschland sind laut BMW 210.000 Autos betroffen. In US-Dokumenten ist die Rede von zwei Unfällen in Australien – einer davon tödlich – und einem in Zypern. Die Fahrzeuge stammten von BMW, wie das Unternehmen auf Nachfrage bestätigte.


Zudem sind laut der US-Behörde Audi, Honda, Toyota und Mitsubishi betroffen. Von Audi war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Defekte Takata-Airbags bereiten seit Jahren Probleme und haben den bislang größten US-Autorückruf verursacht. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und 29 Todesfällen in Verbindung gebracht. Takata hat in den USA ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Airbag-Debakel trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Auto > Recht & Verkehr

shopping-portal