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Gefährliche Seitenwinde: Achtung! Ab dieser Windstärke Auto stehen lassen

Gefährliche Seitenwinde  

Ab dieser Windstärke bleibt das Auto besser stehen

21.10.2021, 13:56 Uhr | dpa-tmn

Gefährliche Seitenwinde: Achtung! Ab dieser Windstärke Auto stehen lassen. Gefahrenpotential: Bei starkem Wind müssen Autofahrer noch vorsichtiger und konzentrierter sein als sonst. (Quelle: dpa/tmn/Michael Reichel/dpa-Zentralbild)

Gefahrenpotential: Bei starkem Wind müssen Autofahrer noch vorsichtiger und konzentrierter sein als sonst. (Quelle: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa/tmn)

Ein Sturm kann Autofahrern gefährlich werden. Schon bei Windstärke 5 sei Vorsicht angesagt, mahnt der ADAC. Das sollten Sie beachten.

Bei starkem Wind und Sturm sollten Autofahrer hinter dem Steuer noch vorsichtiger sein als sonst. So ist es besser, Routen mit vielen Bäumen zu meiden, um nicht von herunterfallenden Ästen getroffen zu werden.

Es gilt: runter mit dem Tempo. Denn je langsamer Sie fahren, desto einfacher können Sie reagieren und gegenlenken. Beide Hände gehören ans Steuer. Auf unnötige Ablenkungen, wie etwa laute Musik oder Gespräche über die Freisprecheinrichtung, sollten Sie verzichten, um sich voll auf den Verkehr konzentrieren zu können.

Ab Windstärke 10 – Auto stehen lassen

Bei einem schweren Sturm (ab Windstärke 10) oder einem Orkan rät der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) dazu, überhaupt kein Auto oder Motorrad mehr zu fahren. Durch starken Wind geraten Fahrzeuge leicht aus der Bahn, vor allem solche mit höheren Aufbauten wie etwa Wohnmobile und Lastwagen.

Plötzliche Seitenwinde treten oft auf Brücken, bei Tunnelausfahrten oder in Waldschneisen auf. Manchmal zeigen Windsäcke oder Verkehrsschilder solche Gefahren an. Vorsicht ist auch beim Überholen großer Fahrzeuge geboten. Der Seitenwind erfasst das Auto wieder voll, wenn es aus dem Windschatten fährt.

Was tun, wenn Sie bei Sturm unterwegs sind?

Trifft eine Böe mit 70 km/h auf ein Fahrzeug bei Tempo 100, kann sie es um einen Meter versetzen. Fährt das Auto 130 km/h, werden bereits bis zu vier Meter daraus, so der Tüv Süd. Da, wo der Wind offene Angriffsflächen hat, steigt die Gefahr, also etwa auf Brücken, in Waldschneisen oder an Tunnelausfahrten.

Starker Seitenwind kann auch plötzlich aufs Auto wirken, wenn Sie beim Überholen eines Lkws wieder aus dessen Windschatten kommen. Besonders empfindlich für Seitenwind sind naturgemäß Fahrzeuge wie Anhänger-Gespanne, Wohnmobile und Busse. Aber auch Aufbauten wie Dachboxen oder dort montierte Fahrräder erhöhen die Angriffsfläche.

Fahrtipps bei Sturm für Auto- und Motorradfahrer

Die Fahrtipps gelten im Grunde auch für Motorradfahrer. Doch sollten sich diese zusätzlich eher mittig auf der Fahrbahn halten, um zu beiden Seiten mehr Spielraum für Lenkmanöver zu haben. Sie verzichten auch besser auf flatternde Bekleidung und stellen sie nach Möglichkeit sehr körpernah ein, rät der ADAC. Aufbauten wie Tankrucksäcke, Koffer oder Gepäckrollen erhöhen die Angriffsfläche.

Bei stürmischem Wetter sollten Ablenkungen etwa durch Radio oder Gespräche vermieden werden. Beide Hände gehören stets ans Lenkrad. Beobachten Sie die anderen Verkehrsteilnehmer, die nun auch anders als erwartet reagieren können. Werden Stürme vorhergesagt, sollten baumreiche Strecken gemieden werden. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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