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So vermeiden Sie Ärger nach Waschanlagen-Besuch

Von t-online, dpa-tmn
Aktualisiert am 17.01.2020Lesedauer: 3 Min.
Autofahrer können SchÀden in der Waschanlage vorbeugen.
Autofahrer können SchÀden in der Waschanlage vorbeugen. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Millionen von Autofahrern vertrauen bei der Pflege ihres Autos auf Waschanlagen. Auch im Winter sollte man sein Fahrzeug regelmĂ€ĂŸig von Schmutz und Salt befreien. Geht doch einmal etwas schief, ist der Ärger aber groß. Wer kommt fĂŒr die SchĂ€den in der Waschanlage auf? Und welche Verkehrsregeln gelten eigentlich bei der Ausfahrt aus einer Waschbox?

Guter Eindruck zÀhlt

ADAC-Technikexperte Heinz-Gerd Lehmann empfiehlt grundsĂ€tzlich eine solche Waschanlage zu wĂ€hlen, die auch einen "guten Gesamteindruck macht". Dann sei auch die Chance grĂ¶ĂŸer, dass die Anlage technisch gut gepflegt wird.

Waschanlagen mit Schaumstoffmaterial am besten

Lehmann rÀt dabei zu Waschanlage mit Schaumstoffmaterial. Untersuchungen mit dem Lichtmikroskop hÀtten gezeigt, dass diese Anlagen am schonendsten waschen. Auf der glatten festen OberflÀche können sich keine Schmutzpartikel festsetzen und der Lack bleibt unversehrt.

Bei UnregelmĂ€ĂŸigkeiten Notknopf drĂŒcken

Mit der Wahl der passenden Anlage ist es aber noch nicht getan: Der Fahrer sollte sich mit der Bedienungsanleitung vertraut machen. Bei Portalanlagen, die es meist an Tankstellen gibt, sollte man den Reinigungsvorgang beobachten, um bei UnregelmĂ€ĂŸigkeiten sofort die WĂ€sche durch DrĂŒcken des Notfallknopfs unterbrechen zu können.

Fahrzeug auf lockere Teile ĂŒberprĂŒfen

Schon vor der Einfahrt in die Anlage empfiehlt sich eine ÜberprĂŒfung des eigenen Fahrzeugs. Antennen sollten eingefahren oder abgeschraubt werden. Bei Spoilern und Ă€hnlichen Anbauten lieber genau hinsehen, rĂ€t die Rechtschutzversicherung D.A.S. Diese dĂŒrfen nicht locker sein.

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Anlage korrekt bedienen

Denn fĂŒr SchĂ€den, die dem Kunden dadurch entstehen, haftet der Betreiber nicht. Das gilt auch bei einer unsachgemĂ€ĂŸen Bedienung der Anlage, etwa fĂŒr den Fall, wenn ein Kunde wĂ€hrend des Waschbetriebs das Fenster offen lĂ€sst oder den Motor anlĂ€sst.

Waschanlagen begrenzen Haftung durch AGB

Oft verweisen die Betreiber auch auf ihre AGB und entsprechende Klauseln. Doch Anlagenbetreiber dĂŒrfen die Haftung fĂŒr SchĂ€den nicht von vornherein vollstĂ€ndig ausschließen oder lediglich auf grobe FahrlĂ€ssigkeit oder Vorsatz beschrĂ€nken.

Nicht jede Klausel ist zulÀssig

So hatte der Bundesgerichtshof laut ADAC eine Klausel fĂŒr unzulĂ€ssig erklĂ€rt, die eine Haftung fĂŒr außen an der Karosserie angebrachte Teile, wie z. B. Zierleisten, Spiegel, Antennen sowie dadurch verursachte Lack- und SchrammschĂ€den ausschließt.

Beweispflicht bei Kunden

Und dennoch hat der Fahrer bei BeschĂ€digungen am Auto eher schlechtere Karten. Die Beweispflicht liegt beim ihm. Hilfreich können immerhin Zeugen sein, die bestĂ€tigen, dass der Schaden vor der WĂ€sche nicht vorhanden war. Auch sollte der Fahrer mögliche SchĂ€den noch vor Verlassen des BetriebsgrundstĂŒcks beim Anlagenbetreiber melden, empfiehlt ADAC-Experte Heinz-Gerd Lehmann.

In vielen FĂ€llen hilft nur ein Gutachten

Oft kann der Beweis aber nur durch Einschaltung eines SachverstĂ€ndigen gefĂŒhrt werden. Belegt ein derartiges Gutachten die Schuld des Betreibers, muss dieser dann aber auch fĂŒr den Schaden aufkommen.

Manche SchÀden muss man dulden

Bestimmte SchĂ€den muss der Kunde aber auch von vornherein dulden: Dazu zĂ€hlen kleinere Kratzer, die etwa durch Schmutzpartikel im Wasser oder Sandkörner in BĂŒrsten verursacht werden. Derartige SchĂ€den können selbst bei einer HandwĂ€sche nicht ausgeschlossen werden.

Waschanlage: Ganz vorsichtig ausfahren

Wer aus einer Waschbox ausfĂ€hrt, muss ĂŒbrigens besonders vorsichtig sein. Andernfalls muss man im Falle eines Unfalls damit rechnen, den grĂ¶ĂŸeren Teil des Schadens zu tragen. Das zumindest geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts MĂŒnchen (AZ: 10 U 642/15) hervor.

In dem verhandelten Fall war eine Autofahrerin aus einer Waschbox gefahren. Dabei stieß sie mit einem vorbeifahrenden Auto zusammen. Die Frau wollte nicht die volle Verantwortung fĂŒr den Unfall tragen. Sie entschuldigte sich damit, dass sie schlechte Sicht gehabt habe.

Gericht: Fahrer muss sich in Verkehr "eintasten"

Vor Gericht ĂŒberzeugte diese Argumentation nicht: Die Frau hĂ€tte sich bei der Ausfahrt aus der Waschbox im Zweifel "eintasten" mĂŒssen - gerade bei schlechter Sicht.

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Da beide Fahrzeuge nicht Schrittgeschwindigkeit gefahren seien und wegen der Betriebsgefahr, hafte der andere jedoch auch zu 30 Prozent. Die Verursacherin musste also 70 Prozent des Schadens tragen.

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