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Japaner mit Zipperlein: Älterer Nissan Micra (K13) schwächelt mit Achsenproblemen

Japaner mit Zipperlein  

Älterer Nissan Micra (K13) schwächelt mit Achsenproblemen

11.12.2018, 04:34 Uhr | dpa

Japaner mit Zipperlein: Älterer Nissan Micra (K13) schwächelt mit Achsenproblemen. Fortschritt: Im Gegensatz zum Vorgänger zeigt sich der Nissan Micra (K13) bei der HU als das verlässlichere Auto.

Fortschritt: Im Gegensatz zum Vorgänger zeigt sich der Nissan Micra (K13) bei der HU als das verlässlichere Auto. Foto: Nissan. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Der Micra ist ein alter Hase. Das Nissan-Modell gibt es bereits seit den frühen 1980ern. Doch zuletzt sollte er als sogenanntes Weltauto auf immer mehr Märkten funktionieren, was ihn sein zuvor drolliges Runddesign kostete.

Als besonders markanter Charaktertyp fiel bereits der zwischen 2010 und 2017 gebaute Typ K13 nicht mehr auf. Und trotzdem: Soll es ein gebrauchter Micra sein, empfiehlt sich eher dieser. Denn sein Vorgänger mag zwar als niedlicher durchgehen, doch mit Blick auf sein Abschneiden bei der Hauptuntersuchung (HU) ist er das technisch schlechtere Auto. Aber auch den K13 plagen viele Zipperlein.

"Auffällig sind die schwach dimensionierten Achsaufhängungen", berichtet der "Auto Bild Tüv Report 2019". Bereits bei der ersten HU fällt dieses Manko auf, und es zieht sich durch alle Jahrgänge. Ebenfalls vom Start der Tüv-Historie weg gibt es Probleme mit der vorderen Beleuchtung.

Negativschwerpunkte sind demnach ebenfalls die Fußbremse, die bei der dritten HU überdurchschnittlich oft durchfällt, sowie die Bremsscheiben. Bei Handbremse, Bremsschläuchen und -leitungen ist dagegen meist alles im grünen Bereich.

Umgekehrtes Bild beim ADAC: Denn der Vorgänger K12 zeigt in dessen Pannenstatistik das bessere Bild. Der K13 rutscht ins Mittelfeld. Kaputte Anlasser sowie schlappe Batterien erforderten bei Exemplaren von 2012 bis 2015 externe Hilfe. Bei den Baujahren 2011 und 2012 mussten die ADAC-Mitarbeiter wegen kaputter Auspuffrohre und -töpfe ausrücken. Auch Zündkerzen (2010 bis 2012) sorgten für manches Liegenbleiben.

Zumindest mit Rückrufen ging das Modell seinen Haltern nicht so sehr auf die Nerven. Der ADAC hat drei solcher Aktionen dokumentiert, bei denen auch je nur rund 5000 Fahrzeuge betroffen waren. Bremshauptzylinder, das CVT-Getriebe sowie Produktionsfehler des Zulieferers Takata beim Fahrerairbag waren die Gründe.

Der Nissan Micra K13, ab 2010 in Produktion, kam 2011 auf den deutschen Markt. Die Modellpflege führte der Hersteller im Jahr 2013 durch und verpasste dem Kleinwagen vor allem an der Frontpartie mit einem neuen Kühlergrill ordentlich frische Schminke. Während es vom Vorgänger in Form des Cabrio-Coupés C+C noch ein Karosserieexperiment gegeben hatte, fährt der K13 ausschließlich als Fünftürer umher. Der Nachfolger, die fünfte Micra-Generation K14, ist seit 2017 auf dem Markt.

Der Wechsel von der dritten zur vierten Modellauflage bedeutet auch eine Zäsur unter der Motorhaube. Statt Vier- wurden nur noch Dreizylinder verbaut, als Saugmotoren und als Kompressorvarianten für mehr Leistung. Diesel flogen aus dem Programm, nicht aber das stufenlose CVT-Getriebe, das mit allen wenigen Motoren kombiniert werden konnte. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von 59 kW/80 PS und 72 kW/98 PS.

Den Einstieg in die Gebrauchtwagenwelt eines Micra von 2011 markiert der 59 kW/80 PS starke 1.2-Benziner mit einem durchschnittlichen Marktpreis von mindestens 3400 Euro, den der "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand nennt und dabei eine Laufleistung von 103 000 Kilometern zugrunde legt.

Sollen es ein paar PS mehr sein, wie im Kompressormotor 1.2 DIG-S von 2013 (72 kW/98 PS), so fallen durchschnittlich ab 5425 Euro an (79 000 Kilometer). Das gleiche Auto von 2015 ist mit 9275 Euro und 53 000 Kilometern notiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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