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Acht Antriebe im Check, Teil 3: Dieser Motor ist der beste für Sie

Acht Antriebe im großen Check  

Dieser Motor ist der beste für Sie

Von Markus Abrahamczyk

05.07.2019, 08:39 Uhr
Acht Antriebe im Check, Teil 3: Dieser Motor ist der beste für Sie. Toyota Mirai tankt Wasserstoff: Das Ganze ist in höchstens fünf Minuten erledigt – deutlich schneller als das Aufladen eines E-Autos. (Quelle: Getty Images/Tramino)

Toyota Mirai tankt Wasserstoff: Das Ganze ist in höchstens fünf Minuten erledigt – deutlich schneller als das Aufladen eines E-Autos. (Quelle: Tramino/Getty Images)

Elektroautos gelten als umweltschonende Alternative zu Diesel und Benzinern. Einige Kenner schwören hingegen auf den Wasserstoffantrieb. Lohnt sich die Umrüstung? Oder welcher Antrieb ist eine noch bessere Wahl? Auswahl, Kosten, Reichweite: Die Pros und Kontras von acht Konzepten im Check.

TEIL 3: ELEKTRO- UND WASSERSTOFFANTRIEB

98,1 Prozent: So hoch ist der Anteil von Benzin- und Dieselautos auf unseren Straßen. Die Alternativen mit Gas- oder E-Antrieb sind also kaum zu finden. Dabei gibt es davon eine ganze Menge. Und immerhin, ihr Anteil steigt allmählich. Dafür sprechen viele Gründe: Mit so manchem Antrieb lässt sich günstiger fahren, die Reichweite steigt, die Emissionen sinken.

Jeder Motor hat aber seine typischen Stärken und Schwächen. Welche Lösung sich für Sie eignet, erfahren Sie hier im Überblick.

Alle Teile im Überblick
Teil 1: Benziner und Diesel
Teil 2: Erdgas und Autogas
Teil 3: E-Antrieb und Wasserstoff
Teil 4: Hybrid und Plug-in-Hybrid

 (Quelle: Hersteller)

Autos mit Wasserstoffstoffantrieb: Wie der Toyota Mirai im Test abschneidet und welche Technologie dahinter steckt. (Quelle: Motorredaktion)

Der Toyota Mirai im Test

Beim Toyota Mirai kommt nur noch Wasser aus dem Auspuff. Vollgetankt ist das Auto in fünf Minuten bei einer Reichweite von rund 400 Kilometern. Welches Prinzip dahinter steckt. (Quelle: Motorredaktion)

 

Autos mit Wasserstoffstoffantrieb: Wie der Toyota Mirai im Test abschneidet und welche Technologie dahinter steckt. (Quelle: Motorredaktion)


Das Elektroauto

Renault Zoe: Das Elektroauto (ab 21.900 Euro plus Batteriemiete) ist bereits seit 2013 auf dem Markt und eines der beliebtesten Modelle. (Quelle: Hersteller)Renault Zoe: Das Elektroauto (ab 21.900 Euro plus Batteriemiete) ist bereits seit 2013 auf dem Markt und eines der beliebtesten Modelle. (Quelle: Hersteller)

Vorteile

Feinstaub, Stickoxide und CO2 sind für Fahrer eines E-Autos keine Themen. Sie haben keine Fahrverbote zu fürchten, können stattdessen Vorteile wie das Fahren auf der Busspur nutzen. Und sie zahlen zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer (bei Zulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020). Auch die Betriebskosten sind geringer als bei Autos mit Verbrennungsmotor.

Dienstwagen mit E-Motor, die man auch privat nutzt, versteuern Sie außerdem nur mit 0,5 Prozent statt mit einem Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil.

Nachteile

Trotz der Kaufprämie von 4.000 Euro sind Elektroautos teuer, auch die derzeit noch eingeschränkte Reichweite ruft Skepsis hervor. Das Netz an Ladesäulen hingegen wächst beständig. Im April 2019 standen bereits rund 8.600 Ladepunkte bereit.

Modellangebot

Das noch übersichtliche Angebot wird in nächster Zeit wachsen. Derzeit sind Smart Fortwo EQ, Renault Zoe, VW e-Golf, BMW i3 und Nissan Leaf beliebte Modelle.

Kosten

Im Vergleich zu einem ähnlichen Auto mit Verbrenner muss man häufig etwa 10.000 Euro mehr ausgeben. Der Grund sind die teuren Batterien. Das lässt sich mit der Förderung etwas abdämpfen. Einen Kostenvorteil haben Fahrer, die beispielsweise beim Arbeitgeber günstig Strom auftanken können.

Tipp

Pendler, die kurze und mittlere Strecken fahren, profitieren von günstigen Betriebskosten und weiteren Vorteilen. Praktisch ist eine Ladestation etwa in der heimischen Garage.

Der Wasserstoffantrieb

Toyota Mirai: Die Japaner sind Vorreiter beim Wasserstoff. Aber trotz seines hohen Preises verdienen sie mit dem Mirai kein Geld. Das Auto ist für sie eine Investition in die Zukunft. (Quelle: imago images/ZUMA Press)Toyota Mirai: Die Japaner sind Vorreiter beim Wasserstoff. Aber trotz seines hohen Preises verdienen sie mit dem Mirai kein Geld. Das Auto ist für sie eine Investition in die Zukunft. (Quelle: ZUMA Press/imago images)

Vorteile

Auch Wasserstoffautos fahren mit einem Elektromotor. Er wird aber nicht durch eine Batterie gespeist, sondern durch eine Brennstoffzelle. Darin wird Strom erzeugt, indem Wasserstoff und Sauerstoff miteinander reagieren. Das Auto mit Wasserstoff zu betanken, dauert nur wenige Minuten – anders als das Laden eines Batterie-Autos. Und mit mehr als 500 km liegt die Reichweite höher. Statt Abgasen kommt nur Wasserdampf aus dem Auspuff.

Nachteile

Bislang gibt es nur sehr wenige Wasserstofftankstellen: Im April 2019 waren es ganze 66. Außerdem muss man Wasserstoff zunächst teuer aus Wasser und Erdgas herstellen, da der Stoff in der Natur nicht in reiner Form vorkommt. Hinzu kommen Transport und Lagerung. Kurzum: Es wird viel Energie verbraucht. Nur wenn dazu regenerativer Strom genutzt wird, ist das Wasserstoffauto eine saubere Lösung.

Brennstoffzelle: So funktioniert die Technologie. (Quelle: t-online.de)Brennstoffzelle: So funktioniert die Technologie. (Quelle: t-online.de)

Modellangebot

Hyundai Nexo und Toyota Mirai sind derzeit die einzigen Pkw, die mit Wasserstoffantrieb zu kaufen sind. Der Mercedes GLC F-Cell ist ebenfalls zu haben, allerdings nur in einem Leasing-Modell.

Kosten

Ein Kilogramm Wasserstoff kostet 9,50 Euro. Damit kommen Sie etwa 100 km weit. Das entspricht den Fahrkosten für einen Benziner. Allerdings ist die Herstellung von Brennstoffzellen noch sehr teuer, was sich natürlich auf die Preise der Autos auswirkt: Der Hyundai Nexo kostet 69.000 Euro, der Toyota Mirai 78.600 Euro.
 

 
Fahren Sie eher selten oder häufig? Kurze oder lange Strecken? Meist Stop-and-Go oder über die Autobahn? Davon hängt ganz entscheidend ab, welcher Antrieb für Sie am besten geeignet ist. Benziner und auch Diesel sind – dem Skandal zum Trotz – nach wie vor keine schlechte Wahl. Die Alternativen wie Elektro- oder Gasantrieb können aber unter Umständen eine bessere sein. Nehmen Sie sich vor dem Kauf die nötige Zeit zum Vergleichen und für ausführliche Probefahrten. Und lesen Sie auch die übrigen Teile unserer Serie. Die Links dazu finden Sie weiter oben.

Verwendete Quellen:
  • Autoclub ACE
  • Kraftfahrt-Bundesamt
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Zukunft Erdgas e.V.
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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