• Home
  • Auto
  • Technik & Service
  • E-Offensive: Viel Platz, aber wenig Reichweite? Vans und Busse mit Strom


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextCorona-Inzidenz steigt erneutSymbolbild fĂŒr einen Text"KegelbrĂŒder": Richter fĂŒhlt sich "verhöhnt"Symbolbild fĂŒr einen TextBiden verliert wichtige MitarbeiterinSymbolbild fĂŒr einen TextReisechaos: Scholz kritisiert FlughĂ€fenSymbolbild fĂŒr einen TextFrau bei Politikertreffen getötetSymbolbild fĂŒr einen TextTV-Star ĂŒberfuhr Sohn mit RasenmĂ€herSymbolbild fĂŒr einen TextUkraine fahndet nach AbgeordnetemSymbolbild fĂŒr einen TextZugtĂŒr schließt – Mann fĂ€hrt auf Puffer mitSymbolbild fĂŒr einen TextMord an US-Musiker: Urteil gefallenSymbolbild fĂŒr einen TextSpears grĂŒĂŸt oben ohne aus FlitterwochenSymbolbild fĂŒr einen TextAnsturm auf Johnny Depp in HessenSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Star wĂŒtet gegen Lindner-HochzeitSymbolbild fĂŒr einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige

Viel Platz, aber wenig Reichweite? Vans und Busse mit Strom

Von dpa
Aktualisiert am 23.04.2021Lesedauer: 4 Min.
Mit dem Strom schwimmen? Nun, zumindest mit Strom fahren ist angesagt, wenn man sich einen Familenvan wie den Mercedes-Benz EQV zulegt.
Mit dem Strom schwimmen? Nun, zumindest mit Strom fahren ist angesagt, wenn man sich einen Familenvan wie den Mercedes-Benz EQV zulegt. (Quelle: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

MĂŒnchen/Stuttgart (dpa/tmn) - Nach Klein- und Kompaktwagen sowie SUVs arbeiten nun auch in Vans immer hĂ€ufiger Elektromotoren. Auch wenn die Gattung in den vergangenen Jahren gegenĂŒber den SUVs Marktanteil einbĂŒĂŸen musste: Vans bieten ganz gleich, ob klein oder groß, mehr VariabilitĂ€t und Platz. Zudem kosten sie weniger als vergleichbare SUVs und sind daher bei Familien und Unternehmen beliebt.

2021 starten mehrere Hersteller mit einer E-Offensive bei den Vans: Citroën e-Jumpy, Fiat E-Ducato, Mercedes eSprinter, EQV und eVito, Nissan e-NV200 Evalia, Opel Vivaro-e und Zafira e-Life, Peugeot E-Traveller und E-Expert, Renault Master ZE und Kangoo ZE, Toyota Proace City Electric oder VW eCrafter, um einige zu nennen.

Bereits im vergangenen Jahr stieg der Absatz von Elektrovans. "Mercedes EQV und Opel Zafira e-Life haben eine wachsende Nachfrage befriedigt. Im vierten Quartal 2020 verkauften die Hersteller in Deutschland etwa 1700 elektrische Vans", sagt Steffen Stumpp vom Strategieberater Berylls. Auch im aktuellen Jahr wird der Absatz weiter steigen. Zu den KÀufern zÀhlen Familien, die Vans als "Familien-Taxi" einsetzen, ebenso wie gewerbliche Kunden wie Paketauslieferer und Handwerksbetriebe.

FĂŒr Familien sind Großraumlimousinen praktisch

"Vans punkten je nach Modell und GrĂ¶ĂŸe mit viel Platz und der Möglichkeit, auf der hinteren Sitzbank bis zu drei Kindersitze nebeneinander zu montieren", so Steffen Stumpp. Derzeitig angebotene Modelle bieten zwar nur eine maximale Reichweite von rund 300 Kilometer, fĂŒr den tĂ€glichen Bedarf reiche das aber. Sie alle bieten nahezu lautloses und lokal emissionsfreie Fahren. Nachteil: Sie kosten mehr als ihre vergleichbaren Verbrenner.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Spektakel auf Sylt – und eine kleine Kirche in Aufruhr
Kirche St. Severin auf Sylt: Hier geben sich Christian Lindner und Franca Lehfeldt am Samstag das Jawort.


Neben den Kosten sieht Philipp Meier die begrenzte Höchstgeschwindigkeit und die wenigen Schnelllademöglichkeiten als mögliche Kaufhemmnisse. "WĂ€hrend die Frage nach der Geschwindigkeit fĂŒr viele Stadtbewohner eher nebensĂ€chlich sein wird, betreffen Reichweite und Schnelllademöglichkeit die meisten Fahrer von E-Autos", so der Redakteur fĂŒr Test und Technik vom Auto Club Europa (ACE).

Das bestĂ€tigt auch Jens Dralle und sieht die Angebote von elektrischen Vans und Bussen fĂŒr Privatpersonen aktuell eher kritisch. Vans und Klein-Busse werden hĂ€ufig von Familien als Erstauto angeschafft, um damit auch lĂ€ngere Strecken wie etwa einen Wochenendausflug oder eine Urlaubsfahrt zu unternehmen, sagt der Testchef der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport". "Ohne Zwischenstopp und Schnelllademöglichkeit werden die Ladepausen und damit die Anreisen sehr lang."

Anders sehe das fĂŒr Gewerbetreibende aus, die ihr Fahrzeug primĂ€r in der Stadt einsetzen, damit einen begrenzten Radius fahren und abends die Fahrzeuge immer laden können. Wichtig ist, wie sich die Autos im Realbetrieb zeigen. Bei einem Test eines E-Vans lag beispielsweise die Reichweite bei nur 220 Kilometer statt der angegebenen 329 Kilometer. Das Aufladen ohne Schnelllademöglichkeit dauerte an einer 22-kW-Wallbox rund sieben Stunden. Ein anderer Van besaß zwar eine Schnelllademöglichkeit, kostete aber mit rund 72 000 Euro rund 20 000 Euro mehr als ein vergleichbares Schwestermodell mit Dieselmotor.

Es gibt noch weitere Nachteile: "Wer ein E-Auto als Zugfahrzeug fĂŒr ein Gespann einsetzen will, bekommt darĂŒber hinaus Probleme beim Laden an öffentlichen LadesĂ€ulen - wenn eine AnhĂ€ngerkupplung ĂŒberhaupt montiert werden kann", sagt Jens Dralle. "Nur in seltenen FĂ€llen lĂ€sst sich seitlich an die Lademöglichkeit heranfahren wie bei einer normalen Tankstelle. Außerdem sinkt die Reichweite im AnhĂ€ngerbetrieb weiter."

Ausgiebig Probe fahren

Philipp Meier rĂ€t, die in Frage kommenden Autos möglichst intensiv Probe zu fahren. Kaufinteressenten sollten auf die BatteriekapazitĂ€t achten und die GrĂ¶ĂŸe wĂ€hlen, die sie wirklich benötigen. "Wie verhĂ€lt sich das Auto im Realbetrieb, wie viel Strom verbraucht es und wie weit kommt es mit einer Batterieladung? Die eigene Erfahrung ist immer die beste Kaufempfehlung", so Meier.

"Dazu sollte eine Schnelllademöglichkeit mit mindestens 50 kW vorhanden sein. Wichtig ist, dass sich der Akku innerhalb von 45 Minuten wieder zu 80 Prozent aufladen lĂ€sst", erklĂ€rt Steffen Stumpp. Nur damit vermeiden Besitzer bei lĂ€ngeren Touren stundenlange Ladepausen. Wichtig sei aber auch die kĂŒnftige Lademöglichkeit, am besten entweder zu Hause oder auf der Arbeit. Zum Kauf eines E-Autos gehöre auch die Installation einer Wallbox. Mit einer mindestens 11 kW starken Wallbox lĂ€sst sich nicht nur die Batterie schnell laden, sondern das Auto vorkonditionieren.

"Besonders im Winter benötigt der große Innenraum eines Vans viel Energie, um warm zu werden. Mit einer Wallbox kommt die Energie direkt aus dem Stromnetz und nicht aus dem Akku", erklĂ€rt Stumpp. Hilfreich seien auch Fahrzeuge mit einer smarten Anbindung per App, um beispielsweise aus der Ferne den Akkustand zu ĂŒberwachen, den Ladevorgang zu starten oder im Navi Ladestationen auf einer Route zu finden. Dann wird auch mit einer durchschnittlichen Akku-Reichweite die Urlaubsfahrt nicht zum Stresstest.

Haben Privatkunden schon Vorteile?

FĂŒr Privatkunden sieht Jens Dralle bis auf die lokal emissionsfreie Fahrt derzeit noch keine entscheidenden Vorteile bei E-Vans: "Das kann sich aber schon in zwei Jahren Ă€ndern, wenn die Reichweite weiter zunimmt und die Preise sinken. Der Markt bekommt jetzt erst eine richtige Dynamik und die Effizienz wird sich steigern."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk
DeutschlandFiatMercedes-BenzNissanOpelPeugeot SAVW
Auto-Themen

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website