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E-Auto: Marderbiss am Elektro-Fahrzeug ist häufig ein Totalschaden

Was den Räuber abhält  

Marderbiss am E-Auto ist häufig ein Totalschaden

03.11.2021, 08:32 Uhr
E-Auto: Marderbiss am Elektro-Fahrzeug ist häufig ein Totalschaden. Parkendes Elektroauto: Ein Marderbiss kommt häufig einem Totalschaden gleich. (Quelle: imago images/localpic)

Parkendes Elektroauto: Ein Marderbiss kommt häufig einem Totalschaden gleich. (Quelle: localpic/imago images)

Schon ein einziger Marderbiss kann das E-Auto lahmlegen – und zwar für immer. Ob sich die Reparatur lohnt, hängt vom Stromer ab. In jedem Fall wird sie sehr aufwendig und teuer. Günstiger ist es, den Räuber vom Auto fernzuhalten.

200.000 Marderschäden an Autos regulieren die Versicherer pro Jahr. Besonders ärgerlich und teuer kann es werden, wenn der Marder im Elektroauto zugebissen hat. Im schlimmsten Fall ist der Stromer dann nämlich nicht mehr zu retten – zumindest rechnet es sich häufig nicht. Aber mit einigen einfachen Tricks lässt sich der Marder gut vom Auto fernhalten.

Ein Marderbiss im Diesel oder Benziner ist ein Ärgernis, auf das natürlich jeder Autofahrer gern verzichtet. Aber: Die betroffene Leitung lässt sich einigermaßen leicht austauschen. Ganz anders sieht es bei einem Elektroauto aus.

Marderbiss gleicht häufig einem Totalschaden

Das zeigt eine Auswertung des Allianz Zentrums für Technik (AZT). Den einfachen Grund dafür erklärt der Leiter der AZT-Sicherheitsforschung: "Hochvoltkabel kann man nicht so einfach tauschen, wenn da ein Marder reinbeißt", sagt Carsten Reinkemeyer. Im Gegenteil – selbst wenn nur ein einziges Kabel angegriffen sei, müsse meist der gesamte Kabelsatz ausgetauscht werden. Die Kosten dafür liegen bei 7.000 Euro – mindestens.

Dementsprechend lohnt sich gerade bei günstigen E-Autos eine Reparatur häufig nicht. An kleinen Stromern wie dem VW e-Up oder dem Renault Zoe kommt der Marderbiss einem Totalschaden gleich. "Und das Problem wird noch größer, wenn ältere Gebrauchte angegriffen werden", sagt Reinkemeyer.

Gegen Marderbisse im Auto gibt es aber einige einfache Mittel. Die bekanntesten Methoden im Schnell-Check.

Hunde- oder Katzenhaare

Der Geruch von Hunde- und Katzenhaaren kann Marder fernhalten. Das klappt aber nur für kurze Zeit – dann haben Steinmarder mitbekommen, dass keine Hunde oder Katzen in der Nähe sind.

Urin

Urin im Motorraum kann tatsächlich langfristig Marder fernhalten. Aber: Auch für den Motor ist diese Methode pures Gift: Laut des Verkehrsclubs AvD kann es dadurch zu Schäden an Motorteilen kommen.

Mottenkugeln oder WC-Steine

Ob ein Leinenbeutelchen mit Mottenkugeln oder WC-Steine den Marder abschreckt, hält der AvD für ungewiss. Stattdessen warnt er vor Brandgefahr: Vor dem Losfahren sollten die Beutelchen deshalb unbedingt aus dem Motorraum entfernt werden.

Chili

Diesen Tipp sollten Sie sich merken. Denn Marder mögen Chilis überhaupt nicht. Ihr Pulver oder eine frisch aufgeschnittene Schote im Motorraum sind deshalb gute Abwehrmaßnahmen. Allerdings verfliegt das Aroma nach kurzer Zeit. Sie müssen deshalb nach jeder Fahrt nachwürzen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur SP-X

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