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Standortdaten-Schummel: Google muss 392 Millionen US-Dollar Strafe zahlen


Vergleich mit 40 US-Bundesstaaten
Standortdaten-Schummel: Google muss 392 Millionen US-Dollar zahlen

Von dpa, sha

Aktualisiert am 15.11.2022Lesedauer: 1 Min.
imago images 171346049Vergrößern des BildesGoogle-Logo: Das Unternehmen soll bei der Nutzung von Standortdaten getrickst haben. (Quelle: IMAGO / mix1press)
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Wegen Datenschummelei muss Google an 40 US-Staaten mehrere hundert Millionen Dollar zahlen. Auch verpflichtet sich der Konzern zu weiteren Maßnahmen.

Im Streit um die Standortbestimmung von Nutzern zahlt das Internetunternehmen Google 392 Millionen US-Dollar an 40 US-Bundesstaaten. Google verpflichtet sich im Zuge eines geschlossenen Vergleichs zudem zu mehr Transparenz bei der Geolokalisierung, wie der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New Jersey, Matthew Platkin, mitteilte. Platkin sprach vom größten Vergleich beim Thema Datenschutz auf Ebene der Bundesstaaten in der US-Geschichte.

Digitale Plattformen wie Google könnten nicht behaupten, dass sie ihren Nutzern Kontrolle über ihre Privatsphäre böten und dann diese Kontrollen ignorieren, so Platkin. Google habe die Daten gegen den ausdrücklichen Willen der Nutzer gesammelt und diese für "großen Gewinn" an Werbekunden verkauft.

Das Verfahren ging auf einen Bericht der US-Nachrichtenagentur AP aus dem Jahr 2018 zurück. Demnach sammelte Google Standortdaten von Anwendern selbst dann, wenn die Nutzer eine Geolokalisierung auf ihrem Smartphone abgelehnt hatten. Demnach lief die Standorterfassung über eine andere Einstellung weiter.

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Datenschutz-Auflagen von 2011 verletzt

Die Datenschutz-Organisation EPIC hatte die Aufsichtsbehörde FTC darauf hingewiesen, dass Google damit aus ihrer Sicht Datenschutz-Auflagen aus dem Jahr 2011 verletzt habe und forderte Konsequenzen.

Daraufhin wurde eine Sammelklage gegen Google am Bundesgericht in San Francisco eingereicht. Darin wurde dem Unternehmen Irreführung und Verletzung der Privatsphäre von Nutzern vorgeworfen.

Google erklärte, die Vorwürfe hätten auf früheren Produkteinstellungen basiert, die im Zuge von Verbesserungen geändert worden seien.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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