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Super-GAU bei KPMG? Falsch geklickt: Chats von 145.000 Mitarbeitern gelöscht


Falsch geklickt: Chats von 145.000 Mitarbeitern gelöscht

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 25.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Mann beugt sich schockiert über sein Notebook (Symbolbild): Bei KPMG soll es zu einem gigantischen Datenunfall gekommen seinVergrößern des BildesMann beugt sich schockiert über sein Notebook (Symbolbild): Bei KPMG soll es zu einem gigantischen Datenunfall gekommen sein (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Beim Beratungsunternehmen KPMG löschte laut einem Medienbericht ein Mitarbeiter offenbar versehentlich alle Teams-Chatverläufe der Mitarbeiter. Die Daten seien unrettbar verloren.

Für Kommunikation innerhalb von Unternehmen haben Office-Chatprogramme die E-Mail längst abgelöst. Damit werden die Chatverläufe von Slack oder Microsoft Teams für die Unternehmen immer wichtiger. Beim internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG ist nun der IT-Alptraum eingetreten: Ein menschlicher Fehler hat mutmaßlich dazu geführt, dass die weltweit rund 145.000 Mitarbeiter des Unternehmens nun auf ihre Teams-Chatverläufe verzichten müssen. Damit ist die große Mehrheit der rund 207.000 Mitarbeiter des Unternehmens vom Ausfall betroffen. Wichtige Daten und Absprachen, die über diese Kanäle getroffen wurden sind offenbar unrettbar verloren.

Das zumindest berichtet das IT-Nachrichtenportal The Register unter Berufung auf eine interne Unternehmens-E-Mail des IT-Chefs von KPMG, die dem Nachrichtenportal vorliegen soll.

Falscher Klick führte vermutlich zur Katastrophe

Demzufolge habe die IT-Abteilung des Unternehmens eigentlich nur einen einzelnen Account entfernen wollen. "In der Ausführung dieser Änderung wurde ein menschlicher Fehler gemacht", zitiert The Register aus der E-Mail. Statt nur einen Account zu löschen, wurde die Einstellung für alle KPMG-Accounts übernommen. Die Folge war, dass sämtliche Teams-Chats innerhalb des Unternehmens im Anschluss gelöscht waren, wie in der E-Mail weiter ausgeführt wird.

Noch dramatischer ist allerdings, dass laut der internen Mitteilung zudem von Microsoft bestätigt wurde, dass die zahllosen Inhalte der Chats auch nicht wiederhergestellt werden könnten.

Künftig wolle das Unternehmen solche Katastrophen mit einer neu eingeführten Vier-Augen-Regel verhindern. Zudem arbeite man gemeinsam mit Microsoft daran, dass solche Fehler künftig weniger leicht passieren können.

Wie weitreichend der entstandene Schaden für das Unternehmen ist und ob die Angaben von The Register zutreffen, ist bislang nicht zu erfahren. Eine öffentliche Stellungnahme zum geschilderten Vorfall gibt es weder von KPMG noch von Microsoft.

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