Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr fĂŒr Sie ĂŒber das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Apples bislang bestes MacBook – nicht nur fĂŒr Profis

  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

Aktualisiert am 04.05.2022Lesedauer: 6 Min.
Das 14" MacBook Pro mit M1 Pro: Apples bestes Notebook seit vielen Jahren
Das 14" MacBook Pro mit M1 Pro: Apples bestes Notebook seit vielen Jahren (Quelle: Jan Mölleken)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Im Oktober stellte Apple ein runderneuertes MacBook Pro vor: noch leistungsfĂ€higer, aber auch teurer. Wir haben die Einstiegsvariante im Alltag getestet – und nur einen winzigen Grund zum Meckern gefunden.

Seit Jahren hat Apple seine Fans nicht mehr so glĂŒcklich gemacht wie mit der Vorstellung der beiden neu gestalteten MacBook Pros in diesem Oktober: Bei den neuen GerĂ€ten wurden eigentlich alle großen Kritikpunkte, die Nutzer in den vergangenen fĂŒnf Jahren immer wieder vortrugen, beseitigt.

Und dann sind da noch die neuen Chips fĂŒr Profi-Anwender: Apples ohnehin schon enorm leistungsfĂ€higer M1 ist dort mit dem M1 Pro und dem M1 Max in zwei verbesserten Varianten verbaut. Je nach Variante arbeiten darin bis zu zehn Rechenkerne, 32 Grafikkerne bringen die GerĂ€te bei professionellen Grafik- und Videoanwendungen in neue Leistungsdimensionen.

Wer beruflich mit Videoschnitt, 3D-Grafikberechnung oder Ă€hnlich rechenintensiven Dingen zu tun hat – also nach Apples Meinung ein "Pro" ist – dĂŒrfte schon allein im großen Leistungszuwachs gegenĂŒber den vorherigen Modellen ein Kaufargument finden. FĂŒr diese Gruppe ist dieser Vorteil oft so wesentlich, dass ein Preis weit jenseits der 3000 Euro kein Hindernis fĂŒr sie ist.

Aber wie sieht es mit den Nutzern aus, die beruflich eher Texte schreiben, PrĂ€sentationen erstellen, mit Tabellenkalkulationen arbeiten oder ihr MacBook als Allroundcomputer nutzen wollen? Lohnt sich fĂŒr sie der Kauf des gĂŒnstigsten MacBook Pro mit 14-Zoll-Display? Wir haben das GerĂ€t ĂŒber einige Wochen im Alltag getestet.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Mann auf Kirmes in LĂŒdenscheid erschossen – TĂ€ter flĂŒchtig
Polizisten auf der LĂŒdenscheider Kirmes: Hier ist ein Mann getötet worden.


Neues Design mit Anleihen bei der Modellgeschichte

TatsĂ€chlich hat Apple bei den jĂŒngsten MacBook-Pro-Modellen auch das GehĂ€usedesign angepasst. Das neue GerĂ€t ist weniger geschwungen und wirkt in der Hand etwas wuchtiger, gleichzeitig wurden einige Kanten abgerundet. Insgesamt erinnert das ein wenig an Apples ikonisches Powerbook G4 Titanium, das kurz nach der Jahrtausendwende erschienen war.


Das MacBook Pro: Alle Neuheiten im Überblick

Das neue MacBook Pro von Apple ist in zwei GrĂ¶ĂŸen erhĂ€ltlich.
Apple stellt zwei neue MacBook Pros mit eigenem M1-Chip vor.
+12

Ob man das schöner findet als den VorgĂ€nger, ist eine Geschmacksfrage. Insgesamt wirkt die Neugestaltung aber stimmig. Das GerĂ€t liegt im Alltag gut in der Hand – einen kleinen Kritikpunkt haben wir hier aber doch: Die Kanten der neu gestalteten LĂŒftungsschlitze an den GehĂ€useseiten und unterhalb des Displayscharniers schneiden beim Halten des GerĂ€ts manchmal unangenehm in die Hand. Hier hĂ€tte das leichte Abrunden sicherlich geholfen. Ein echtes Problem ist es aber nicht.

Fast alle WĂŒnsche der Fans erhört

Nahezu einhellig ist die Begeisterung bei Fans und Kritikern ĂŒber die zurĂŒckgekehrten AnschlĂŒsse: Wie bei den großen Pro-Modellen, die bis 2015 ausgeliefert wurden, findet sich nun wieder ein SD-Kartenslot und ein HDMI-Anschluss seitlich neben dem dritten Thunderbolt-4-Port (USB-C) auf der rechten Seite.

Die rechte Seite des MacBook Pro: SD-Kartenleser, Thunderbolt-4-Anschluss und HDMI-Port.
Die rechte Seite des MacBook Pro: SD-Kartenleser, Thunderbolt-4-Anschluss und HDMI-Port. (Quelle: Jan Mölleken)

Auch links gibt es einen alten Bekannten, den Apple-Nutzer sich seit Jahren zurĂŒckwĂŒnschen: den MagSafe-Ladeport. Das ist ein Anschluss fĂŒr das Ladekabel, das magnetisch am GerĂ€t haftet. Zieht man in gerader Linie am Stecker, halten die Magnete ihn fest, spĂŒrbar fester auch als bei frĂŒheren Generationen.

Die linke Seite des GerÀtes: MagSafe-Anschluss, zwei Mal Thunderbolt 4 und ein Audio-Anschluss.
Die linke Seite des GerÀtes: MagSafe-Anschluss, zwei Mal Thunderbolt 4 und ein Audio-Anschluss. (Quelle: Jan Mölleken)

Erfolgt der Zug aus einem leicht anderen Winkel – wie es etwa der Fall ist, wenn jemand ĂŒber das Kabel stolpert –, löst sich der Stecker spielend und bewahrt das teure Notebook vor einem Sturz vom Schreibtisch. Wer will, kann das GerĂ€t aber auch weiterhin ĂŒber ein USB-C-Kabel laden – auch wenn beim großen 16-Zoll-GerĂ€t dann nicht die volle Ladeleistung zur VerfĂŒgung steht.

Ebenfalls von vielen Kunden lange ersehnt war das Weglassen der Touchbar: Diesen lĂ€nglichen OLED-Touchscreen hatte Apple anstelle der Esc-Taste und der F-Tastenreihe 2016 eingefĂŒhrt und war damit bei Kunden nur auf wenig Gegenliebe gestoßen. Das neue Modell hat hier wieder echte Tasten, ganz rechts ist lediglich der Einschaltknopf mit integrierter Touch-ID-Funktion geblieben.

Echte F-Tasten und ein Power-Knopf mit Touch-ID.
Echte F-Tasten und ein Power-Knopf mit Touch-ID. (Quelle: Jan Mölleken)

Auch das Display ist neu – und außergewöhnlich gut: Eingebaut ist ein Schirm mit Mini-LED-Technik, wie man es schon von Apples sĂŒndhaft teurem XDR-Bildschirm (ab 5000 Euro) und dem neuen iPad Pro kennt. Auch der Bildschirmrahmen schrumpfte – weshalb Apple sich nun nicht nur im iPhone, sondern auch im MacBook Pro eine Notch erlaubt. Diese Einkerbung des Bildschirms beheimatet die neue 1080p-Kamera.

Wie viel Pro nutzt man im Alltag?

Im Alltagstest gelang es uns nicht, das TestgerĂ€t ernsthaft ins Schwitzen zu bringen. Normale Officeaufgaben langweilen es geradezu – auch Dutzende geöffnete Tabs im speicherhungrigen Chrome lassen den M1 Max vollkommen kalt – wĂ€hrend unser Vergleichs-MacBook Pro mit Intel i5 Prozessor und ebenfalls 16 GB Arbeitsspeicher von 2019 hier schon die LĂŒfter hochdreht.

Deutlicher sind die Unterschiede noch, wenn man Apps wie die Programmier-Umgebung Xcode oder die digitale Audioworkstation Logic Pro nutzt. WĂ€hrend zwei zeitgleich im Hintergrund laufende iPhone-Simulatoren fĂŒr App-Tests bei Xcode den Intel-Mac schon stark auslasten, beschwert sich das neue MacBook Pro auch bei vier parallel laufenden Simulatoren nicht.

Das VorgĂ€ngermodell 13" MacBook Pro auf dem neuen 14" MacBook Pro. Die geschwungene Unterseite des Ă€lteren Notebooks lĂ€sst es noch dĂŒnner wirken, als es ist. Das neue GerĂ€t tritt hier wuchtiger auf.
Das VorgĂ€ngermodell 13" MacBook Pro auf dem neuen 14" MacBook Pro. Die geschwungene Unterseite des Ă€lteren Notebooks lĂ€sst es noch dĂŒnner wirken, als es ist. Das neue GerĂ€t tritt hier wuchtiger auf. (Quelle: Jan Mölleken)

Bei Logic Pro haben wir Musikprojekte testweise auf mehrere Hundert Spuren erweitert – trotzdem spielte der Mac sie verzögerungsfrei ab. Auf dem Intel-GerĂ€t wĂ€re das gar nicht denkbar. Allerdings, das sei hier auch erwĂ€hnt, klappt das alles auch noch mit dem einfachsten M1-Chip im MacBook Air. Ein normaler Nutzer wird den M1 Pro vermutlich nie an seine Grenzen bringen.

Eine Ausnahme sind höchstens Videospiele – fĂŒr die solch ein MacBook Pro eigentlich gar nicht gedacht ist. Das Spiel "Rise of the Tomb Raider" lĂ€uft in nativer Displayauflösung (3024 x 1964 Pixel) mit höchster Grafikeinstellung im Schnitt trotzdem noch mit rund 30 Bildern pro Sekunde, also flĂŒssig.

Loading...
Loading...
Loading...

Die Summe der kleinen Unterschiede ist gewaltig

Doch im Alltag fĂ€llt auch etwas anderes auf: Zwar spielt der Leistungsvorteil gegenĂŒber einem halb so teuren MacBook Air mit M1-Chip keine Rolle, trotzdem griffen wir lieber zum neuen MacBook Pro. Und das liegt an den vielen eingangs erwĂ€hnten Änderungen.

Das Display ist einfach eine Wucht: Mit 120 Hz scrollt es viel weicher als alle anderen MacBooks, dank Mini-LEDs leuchtet es heller als je zuvor. HDR-Inhalte wie etwa Filme oder auch Fotos neuerer iPhones sehen darauf schlicht besser aus.

Die Display-Einkerbung, oft Notch genannt, liegt ĂŒber der MenĂŒleiste. Im Alltag störte sie uns nicht.
Die Display-Einkerbung, oft Notch genannt, liegt ĂŒber der MenĂŒleiste. Im Alltag störte sie uns nicht. (Quelle: Jan Mölleken)

Auch die Lautsprecher sind eine Klasse fĂŒr sich: So vollen und rĂ€umlichen Klang gibt es bei den anderen Apple-Notebooks nicht – und im Übrigen unserer Erfahrung nach auch bei keinem anderen Hersteller. Abends einen Film schauen oder im Home Office Musik hören ist damit möglich.

TatsĂ€chlich gab es stĂ€ndig Situationen, in denen das teurere MacBook sich gegenĂŒber den gĂŒnstigeren GerĂ€ten in den Vordergrund spielte:

Fotos aus der alten Spiegelreflexkamera ĂŒbertragen – kein Problem, einfach die SD-Karte einstecken. Im Meetingraum eine PrĂ€sentation am großen Fernseher starten, klappt ohne Adapter direkt ĂŒber das HDMI-Kabel am GerĂ€t – da es nur USB-C-Ports gibt, kann man allerdings nicht gĂ€nzlich auf Adapter verzichten.

Und wer will, kann nun endlich auch ohne Software und Adapter mehr als ein externes Display an das GerĂ€t anschließen, gerade im Office- und Home-Office-Betrieb praktisch. Hier ist der einfache M1-Chip limitiert. Mithilfe von Docking-Stations klappt das zwar auch, bei M1 Pro und M1 Max können aber auch schlicht zwei oder sogar vier 5K-Displas jeweils ĂŒber unterschiedliche USB-C-Kabel angesteuert werden.

Neues 14" MacBook Pro (links) neben dem seit einigen Jahren genutzten GehÀuse des 13" MacBook Pro.
Neues 14" MacBook Pro (links) neben dem seit einigen Jahren genutzten GehÀuse des 13" MacBook Pro. (Quelle: Jan Mölleken)

Das MacBook wurde vor einer lĂ€ngeren Autofahrt (als Beifahrer) nicht aufgeladen? Dank Schnellladen ist der Akku nach nur einer Stunde Laden zur HĂ€lfte voll – das reicht fĂŒr mehrere Stunden anspruchsvoller Arbeit. Außerdem sorgt der MagSafe-Stecker fĂŒr ein deutlich besseres GefĂŒhl, wenn man das GerĂ€t schnell mal irgendwo einsteckt und das Kabel ĂŒber den Boden lĂ€uft.

Übrigens: Das textilummantelte MagSafe-Kabel mĂŒndet beim LadegerĂ€t in einem USB-C-Stecker. So muss bei einem Kabelschaden – nicht wie frĂŒher – das ganze Ladeteil ausgetauscht werden, sondern tatsĂ€chlich nur das Kabel. Und das LadegerĂ€t lĂ€sst sich mit einem USB-C-Kabel auch fĂŒr andere GerĂ€te zum Laden nutzen – bei Reisen sehr praktisch.

Ach ja, dass die Selfiekamera erheblich besser ist, sieht man derzeit wieder tĂ€glich bei jeder Videokonferenz – da fĂ€llt die RĂŒckkehr zu anderen MacBooks wirklich schwer.

FĂŒr wen lohnt der Kauf?

Die neuen MacBook-Pro-Modelle sind aus unserer Sicht die gelungensten Apple-Notebooks seit Jahren. Dennoch kann man nicht blind jedem den Kauf empfehlen, schließlich ist das Ganze auch eine Preisfrage. Wer ein schnelles, ausdauerndes Notebook mit MacOS fĂŒr Alltagsaufgaben sucht, der bekommt fĂŒr 1129 Euro bereits ein MacBook Air mit M1-Chip. Das ist fast exakt die HĂ€lfte vom gĂŒnstigsten 14-Zoll MacBook Pro mit M1 Pro, das ab 2249 Euro erhĂ€ltlich ist und von uns getestet wurde.

Und wer die gut 2200 Euro nicht aufbringen kann, der bekommt mit dem MacBook Air M1 eines der besten Notebooks in diesem Preissegment – auch wenn die Ausstattung mit 256 GB SSD-Speicher und 8 GB RAM bei einer Nutzungsdauer von sechs oder mehr Jahren vielleicht etwas knapp ist.

Aus diesem Grund hinkt auch der Vergleich zum Einstiegsmodell vom MacBook Air etwas – denn stattet man das GerĂ€t beim Kauf auch mit 16 GB RAM und 512 GB SSD aus, liegt der Preis schon bei 1629 Euro – und das bei dennoch niedrigerer Rechen- und Grafikleistung.

Ein MacBoo Pro mit M1 – im Vergleich zum Air sind hier Display und Lautsprecher besser und der Akku etwas grĂ¶ĂŸer – kostet mit 16 GB RAM und 512 GB SSD schon 1909 Euro, also nur noch 340 Euro weniger, als das deutlich besser ausgestattet neue MacBook Pro.

Deshalb unser Rat: Wer sein MacBook tĂ€glich viel nutzt und sich den gehobenen Preis leisten kann, sollte zum MacBook Pro mit 14-Zoll-Display und M1 Pro greifen. Im direkten Vergleich ist es schlicht das deutlich bessere GerĂ€t, das vor allem in zahlreichen Alltagssituationen die gĂŒnstigeren Alternativen aussticht.

Weitere Artikel


Wenn das den Preisrahmen sprengt, sind die beiden 13-Zöller MacBook Air und MacBook Pro mit M1-Chip immer noch sehr gute GerÀte.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
AppleiPhone

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website