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Mit einer Fernbedienung alle GerÀte steuern

Von t-online
Aktualisiert am 21.08.2015Lesedauer: 4 Min.
Universalfernbedienungen machen das Leben leichter
Universalfernbedienungen machen das Leben leichter (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Stapeln sich Ihre Fernbedienung auf dem Tisch, oder ist das Original kaputt? Dann kann eine Universalfernbedienung eine echte Wohltat sein. Mit ein wenig Nachhilfe könnte sogar Ihr Smartphone die Rolle fĂŒr die universelle Wohnzimmer-Bedienung ĂŒbernehmen. Wir erklĂ€ren, .

Bei den klassischen Infrarotfernbedienungen bietet der Fachhandel eine riesige Auswahl: Grob unterteilen lassen sich die cleveren Helfer in vorprogrammierte und lernfĂ€hige Modelle sowie in solche mit und ohne LCD- beziehungsweise Touchscreen. Bereits fĂŒr zehn bis zwanzig Euro sind vorprogrammierte Fernbedienungen erhĂ€ltlich. Diese haben mehrere tausend Infrarotbefehle fĂŒr eine Vielzahl unterschiedlicher GerĂ€tetypen und Hersteller gespeichert. Die Programmierung erfolgt ĂŒber einen Zahlencode, wobei die jeweilige Tastenbelegung fest vorgeschrieben ist.


Universalfernbedienungen machen das Leben im Wohnzimmer leichter

Die Simple 3 vom Hersteller One for All ĂŒberzeugt vor allem beim Preis
Die Logitech Harmony lĂ€sst sich besonders komfortabel ĂŒber den Touchscreen steuern
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Alternativ reicht es aus, die universelle Fernbedienung auf den Fernseher, Festplattenrecorder oder DVD-Spieler auszurichten. Der passende Code wird dann automatisch gesucht und das GerĂ€t schaltet sich ein. So gelingt es auch, einzelne Tasten individuell ganz nach den eigenen WĂŒnschen zu belegen.

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Online-Einrichtung ist komfortabel

Nicht nur teuren Modellen ist die Online-Einrichtung vorbehalten. Die preisgĂŒnstige Simple 3 von One for All etwa verbindet intuitive Bedienung und sinnvolle Komfortfunktionen mit der Sicherheit, auch wenig verbreitete EndgerĂ€te zuverlĂ€ssig bĂ€ndigen zu können. Sie greift dabei ĂŒber das Portal SimpleSet.com auf die grĂ¶ĂŸte Bibliothek originaler Fernbedienungscodes mit mehr als 300.000 GerĂ€ten von 6000 Marken zu und ist fĂŒr knapp 20 Euro erhĂ€ltlich.

Die meisten Universalfernbedienungen eignen sich inzwischen dazu, gleich mehrere GerÀte zu kontrollieren. Der Heimkino-Fan kann zudem so genannte Makros definieren, also Befehlsfolgen, damit zum Beispiel nach dem Einschalten des Flat-TV auch der Blu-ray-Player zum Leben erweckt wird und die Hifi-Anlage ihre Arbeit aufnimmt.

Besonders komfortabel wird der Technik-Alltag im Wohnzimmer mit Fernbedienungen, die ĂŒber ein farbiges berĂŒhrungsempfindliches Display verfĂŒgen. Hier erscheinen nicht nur die einzelnen Senderlogos, sondern auch die jeweiligen GerĂ€tegattungen. Die Harmony Ultimate von Logitech besitzt einen 2,4 Zoll großen Touchscreen. Per Wisch- und Tippgesten lĂ€sst sich ein Kanalwechsel vornehmen, die LautstĂ€rke regeln und vor- oder zurĂŒckspulen. Bis zu 15 GerĂ€te hat man mit der Logitech im Griff, sie kostet um die 170 Euro.

Smartphone-App als Fernbedienung

Wer Fernseher, Blu-ray-Player oder Settop-Box per WLAN oder via Ethernetkabel ins heimische Netzwerk eingebunden hat, kann sich den Kauf einer Universalfernbedienung sparen. Eine zusĂ€tzliche App auf Smartphone oder Tablet reicht aus, um die volle Kontrolle ĂŒber seinen GerĂ€te-Dschungel zu haben. Praktisch jeder namhafte Hersteller bietet mittlerweile in seinen App-Stores sowohl fĂŒr Android als auch fĂŒr iOS kostenlose Zusatzprogramme an, mit denen Sie neben Ihrem Flat-TV quasi Ihr komplettes Heimkino steuern können.

Tippen Sie dazu in der Suchfunktion des jeweiligen Stores den gewĂŒnschten Herstellernamen und ein Schlagwort wie „Fernbedienung“ oder „Remote“ ein. Sofort werden Sie fĂŒndig. Die Einrichtung der App ist im Normalfall selbsterklĂ€rend und dauert nur einen kurzen Augenblick. Wichtig: Denken Sie daran, dass Ihr Fernseher und Ihre neue „Fernbedienung“ ins selbe drahtlose Netzwerk eingebunden sind, sonst können sich die GerĂ€te nicht finden und die Zusammenarbeit scheitert.

Die Grundfunktionen sind in allen Anwendungen identisch: Sie können die LautstĂ€rke und die Sender wechseln, auf zusĂ€tzliche Quellen wie beispielsweise angestöpselte USB-Sticks zugreifen, Elektronische ProgrammfĂŒhrer öffnen und Aufnahmen programmieren. Anschauen können sie die Aufnahmen oft nicht nur auf dem Fernseher, sondern auch auf dem Tablet oder Smartphone. Teilweise funktioniert das sogar von unterwegs. Je nach App wird Ihnen gestattet, Inhalte vom Fernseher auf das Tablet zu spiegeln oder umgekehrt, diese Funktion heißt in der Regel „Mirroring“.

Eine der großen StĂ€rken der Apps besteht darin, dass die Bedienbarkeit der Smart-TV-spezifischen Funktionen deutlich vereinfacht wird. Das Aufrufen eines bestimmten YouTube-Clips, die Suche bei Google oder in einem Streaming-Portal fĂŒr Filme oder Musik gerĂ€t ĂŒber einen klassischen Umschalter zum Geduldspiel. Jetzt kommen Sie endlich in den Genuss einer komfortablen QWERTZ-Tastatur, mit der Sie wie auf Ihrer Computer-Tastatur tippen können.

Infrarotmodule brauchen kein WLAN

Immer mehr Smartphones und Tablets wie Samsung Galaxy S6, Galaxy S5 und S4 sowie das Note 3 von Samsung, G4, G3, G2, G Flex und G Pad 8.3 von LG, das Xperia Z von Sony, One und One Max von HTC oder das Medion-Tablet Lifetab P8912 haben bereits ab Werk Infrarotmodule an Bord. So ist es dem Fernseher oder der Heimkino-Anlage völlig egal, ob sie ins Internet eingebunden sind oder nicht, Steuerbefehle empfangen sie in Verbindung mit einer geeigneten App trotzdem.

Besitzern des neuen Galaxy S6 oder S6 Edge spendiert Samsung automatisch die nĂŒtzliche App „Peel Smart Remote“ im Tools-Ordner zur Steuerung. Alternativ kann man fĂŒr andere Android-Modelle etwa die Gratis-App „IR Universal Remote 2.0“ verwenden, die mit rund 650.000 Fernsehern und anderen Heimkino-Komponenten harmoniert.

Praktische NachrĂŒst-Lösungen

Wer noch kein Smartphone- oder Tablet mit Infrarotmodul besitzt, hat die Möglichkeit zum NachrĂŒsten. Der One for All Smart Zapper etwa verwandelt gemeinsam mit der „Nevo“-App fĂŒr iOS und Android mobile GerĂ€te in eine multifunktionale Infrarot-Universalfernbedienung. Über den handlichen Tisch-Zapper selbst können KanĂ€le und die LautstĂ€rke geĂ€ndert werden. Er wandelt aber auch die Bluetoothsignale von Smartphone und Tablet in ein Infrarotsignal um, damit beispielsweise selbst Ă€ltere Fernseher fernsteuerbar sind. SĂ€mtliche Tasten lassen sich frei belegen, insgesamt können GerĂ€te aus 21 Kategorien gewĂ€hlt werden. Der Preis fĂŒr den Smart Zapper: knapp 40 Euro.

Fazit

Noch nie war der Bedienkomfort im Heimkino grĂ¶ĂŸer. Ob Universalfernbedienungen, Smartphones oder Tablets per WLAN oder Infrarot – es gibt keinen Grund mehr, Signalgeber auf Sofa oder Wohnzimmertisch zu stapeln. Jedes GerĂ€t und jede Funktion ĂŒber nur eine Fernbedienung beziehungsweise ein Smartphone oder Tablet kontrollieren – so lautet die komfortable Vorgabe im Jahr 2015.

Eine umfassende Übersicht mit zahlreichen Tests und Kaufempfehlungen liefert das Online-Portal hifitest.de.

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  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken
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