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Apple oder Android: Welches Smartphone-Betriebssystem passt zu mir?

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Android oder iOS  

Welches Betriebssystem für Smartphones ist besser?

Von Adrian Smiatek

18.09.2018, 09:35 Uhr
Apple oder Android: Welches Smartphone-Betriebssystem passt zu mir?. Logo von Apple und Android: Der Kampf der Smartphone-Systeme. (Quelle: imago/Alexander Pohl)

Logo von Apple und Android: Der Kampf der Smartphone-Systeme. (Quelle: Alexander Pohl/imago)

Die erste Frage beim Handykauf lautet meistens: Android oder iOS? Oft eine Grundsatzentscheidung für viele Jahre – und eine Glaubensfrage. t-online.de zeigt, wo die Stärken und Schwächen der Betriebssysteme liegen. 

Apple oder Android? Windows oder Mac? Chrome oder Firefox? In dieser Mini-Serie geht es um technische Grundsatzfragen, über die sich prima streiten lässt. Und die für viele Nutzer echte Glaubensfragen sind. Heute im "Technik-Duell": Die beiden mobilen Betriebssysteme iOS und Android im Direktvergleich. 

1. Das Design

Die Benutzeroberfläche ist die "zentrale Anlaufstelle" jedes Smartphones. Optisch unterscheiden sich beide Betriebssysteme mittlerweile nur noch minimal. Bei Android lassen sich Apps aber frei platzieren. Bei Apples iOS werden Apps in einem festgelegten Raster arrangiert. 

Noch ein Vorteil von Android sind die Widgets. Das sind kleine dynamische Fenster für den Startbildschirm, die eine Vorschau auf die App anzeigen, zum Beispiel auf den Wetterbericht. Apple versteckt seine Widgets auf einer Extra-Seite. 

2. Die Bedienung

Unter iOS wirkt die Nutzeroberfläche aufgeräumter. Alle Apps sind auf dem Startbildschirm versammelt und lassen sich in Ordner sortieren. Dank logisch strukturierter Menüs lässt sich das Smartphone intuitiv bedienen

Android hingegen arbeitet mit zwei Ebenen: Im "AppDrawer" sind alle Apps zu finden. Der Nutzer kann häufig genutzte Anwendungen von dort abholen und eine Verknüpfung auf den Startbildschirm ziehen. 

Zwar macht das den Homescreen deutlich übersichtlicher, die Aufteilung in zwei Ebenen verkompliziert jedoch die Bedienung. Ein Beispiel: In alten Android-Versionen wird die App beim Löschen vom Homescreen nicht gleichzeitig deinstalliert – das verwirrt.

3. Die Personalisierung

Android-Smartphones lassen sich gut personalisieren. Bei Apple ist das anders. Die Möglichkeiten, dem Handy eine persönliche Note zu verleihen, sind begrenzt: Der Nutzer kann jeweils ein Hintergrundbild für Sperr- und Startbildschirm, sowie diverse Klingeltöne auswählen. Auch Schnellzugriffe wie Wecker oder Taschenrechner können dem Kontrollzentrum hinzugefügt oder entfernt werden. Nur mit Apps von Drittanbietern geht das nicht. 

Das voreingestellte Aussehen bei Android ist hingegen nur als Vorschlag zu verstehen. Dank diverser "Launcher"-Apps aus Googles Play-Store, können Menü, Schriftart, App-Symbole und vieles mehr beliebig angepasst werden. Daher sehen die Android-Betriebssysteme der Hersteller auch so unterschiedlich aus. Ob Huawei, Samsung oder OnePlus – jeder entwirft seine eigene Oberfläche und fügt dem System mehr oder weniger nützliche Software hinzu.

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4. Die Funktionalität

Android-Smartphones gestatten ihren Nutzern auf Wunsch einen sogenannten "Root-Zugriff". Dadurch sind tiefe Eingriffe in das System möglich und der Nutzer kann beliebig Funktionen verändern oder nachrüsten. iOS erlaubt diese Form der Kontrolle zwar nicht, das Abschirmen des Systems sorgt jedoch auch für mehr Sicherheit und Stabilität. 

Bei neuen, innovativen Funktionen hinkt der Smartphone-Pionier Apple oft um Jahre hinterher. Nach Apps sortierte Push-Mitteilungen werden erst demnächst mit iOS 12 eingeführt. Unter Android gehört dies seit Jahren zur Grundausstattung. Durch die längere Entwicklungszeit schafft es Apple aber meist, neue Features tiefer und nützlicher in das System zu integrieren. 

Bei der Gesichtserkennung als innovative Entsperrmethode zum Beispiel hat Apple mit FaceID die Nase vorn. Während auf Android-Smartphones meist nur Fotos verglichen werden, setzt Apple Infrarot-Scans und künstliche Intelligenz ein und sorgt damit für mehr Sicherheit. 

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Außerdem ist Apple gut darin, seine eigenen Produkte und Geräte nahtlos miteinander zu verknüpfen. AirDrop, gemeinsame Zwischenablagen und iCloud erschaffen ein geschlossenes System, in dem man bequem und einfach arbeiten kann. Egal ob iPhone, iPad oder Mac – es fühlt sich an wie eins. Doch genau dieser geschlossene Apple-Kosmos schränkt die Nutzer auch ein. Kompatibilitäten zu Nicht-Apple-Produkten sind meist ausgeschlossen.

5. Die Performance

Android ist das Betriebssystem für alle Smartphone-Klassen, egal ob Billig-, Mittelklasse- oder High-End-Gerät. Die Auswahl ist riesig. 

Apple hingegen hat nur eine Handvoll Geräte, die mit iOS laufen. Daher kann das Unternehmen aus Cupertino das Betriebssystem exakt auf seine Geräte anpassen und das Maximum an Leistung herausholen. Deshalb scheinen selbst ältere iPhone-Generationen im täglichen Gebrauch manchmal schneller und flüssiger zu laufen, als manches Top-Modell von Samsung mit starken Prozessoren und viel Arbeitsspeicher. 

Nur wenige Android-Geräte nutzen "reines" Android. An erster Stelle stehen natürlich Googles eigene Smartphones – die Google "Pixel"-Serie. Wie bei Apple kommen hier Soft- und Hardware hier aus einer Hand und sind aufeinander abgestimmt.

6. Die Apps

Apples App-Richtlinien sind sehr streng. Auch wenn in letzter Zeit öfter betrügerische Apps durch die Prüfungsabteilungen durchgerutscht sind, ist die Qualität der Apps enorm hoch. Unterstützt eine App eine Version des iPhones, dann kann der Nutzer sicher sein, dass die App ohne Fehler und Abstürze funktionieren wird.

Das schlägt sich jedoch auch in der Anzahl der Apps nieder. Laut Statista enthielt der AppStore im Oktober 2017 über 2,2 Millionen Apps. In Googles Play-Store waren es doppelt so viel: 4,4 Millionen. Dafür sind diese Apps oftmals kostenlos und finanzieren sich ausschließlich über Werbung.

Neue, innovative Apps haben es bei Google leichter, auf den Markt zu kommen. Die nachlässigen Kontrollen im Play Store öffnen aber auch "schwarzen Schafen" Tür und Tor. Erst jüngst hat eine App sich als das beliebte Online-Spiel "Fortnite" ausgegeben und tausende Login-Daten abgegriffen. Das Original-Spiel ist im Play Store gar nicht erhältlich. 

7. Die Updates

Das demnächst erscheinende iOS 12 wird für alle Geräte ab dem fünf Jahre alten iPhone 5S verfügbar sein. Regelmäßige Updates sind bei Android-Smartphones hingegen oft Mangelware. Dabei geht es nicht nur um neue oder nützliche Funktionen. Billige oder alte Geräte werden durch fehlende Aktualisierungen zu einem handfesten Sicherheitsrisiko, denn offen stehende Sicherheitslücken machen sie angreifbarer für Hacker.

Hinter jedem Android-Update steckt ein extrem aufwändiger Prozess, bei dem nicht nur Google und die Hersteller gefragt sind. Auch Chip-Produzenten und Mobilfunkbetreiber müssen in den Prozess mit eingebunden werden, damit die Aktualisierung fehlerfrei gelingt. 

Die Folge: Der Umstieg auf die jeweils aktuelle Android-Version kommt nur schleppend voran. Die meisten Marken und Modelle hinken konstant hinterher. Googles Betriebssystem Android Oreo läuft derzeit nur auf 14,6 Prozent der Android-Geräte, vom seit August verfügbaren Nachfolger Android Pie ganz zu schweigen. Apples jüngstes iOS 11.4 läuft hingegen auf 85 Prozent aller iPhones.

8. Die Sicherheit

Oft wird Android als unsicheres und virenanfälliges Betriebssystem gehandelt, während Apple-Nutzer weniger von Viren geplagt sind. Obwohl Schwachstellen durch die großen Update-Intervalle selten geschlossen werden können, machen Sicherheitslücken eher selten Probleme. Denn: Mittlerweile ist Android so komplex geworden, dass eine einzige Schwachstelle in der Regel gar nicht ausreicht, um einen gewinnbringenden Smartphone-Hack durchzuführen. 

Das größte Risiko stellt der Nutzer selbst dar. Android-Nutzer holen sich "den Feind" nämlich meist selbst ins Haus, indem sie böswillige Apps aus unbekannten Quellen herunterladen. Zum einen können unter Android diverse Apps einfach aus dem Internet geladen werden. Aber auch der App-Store steckt, wie bereits erwähnt, voller Apps mit Schadsoftware.

9. Die Sprachassistenten

Apples Siri war einst der Vorreiter in Sachen Sprachassistenten. Zwar beherrscht die Software anstandslos die Grundlagen wie Wecker stellen und Wetterbericht vorlesen. Besonders intelligent wirkt sie aber nicht. Der Google Assistent arbeitet unter Android deutlich smarter. In nicht allzu ferner Zukunft soll er sogar Tische in Restaurants reservieren und Frisörtermine buchen können.

10. Das Fazit

Jeder muss selbst überlegen, welche Ansprüche er an das Betriebssystem stellt. Das Preis-Argument zieht dabei nicht mehr ganz. Die Flaggschiffe von Samsung, Huawei, Apple und Co. liegen mittlerweile alle im gleichen Preissegment (über 800 Euro). Android-Einsteigermodelle gibt es zwar schon für unter 200 Euro. Für Apples altes iPhone SE-Modell finden sich aber ähnliche Schnäppchen-Preise. 

Verwendete Quellen:

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