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Apple entfernt Kindersicherungs-Apps: Hacker kommen leicht an sensible Daten

Sicherheitsrisiko  

Apple entfernt mehrere Apps aus App Store

03.05.2019, 08:33 Uhr | dpa

Apple entfernt Kindersicherungs-Apps: Hacker kommen leicht an sensible Daten . Das Logo vom App Store: Apple hat mehrere Anwendungen aus seinem App Store verbannt, mit denen Eltern die Nutzung eines iPhones oder iPads ihrer Kinder kontrollieren können. (Quelle: dpa/Silas Stein)

Das Logo vom App Store: Apple hat mehrere Anwendungen aus seinem App Store verbannt, mit denen Eltern die Nutzung eines iPhones oder iPads ihrer Kinder kontrollieren können. (Quelle: Silas Stein/dpa)

Apple hat mehrere Apps aus seinem App Store entfernt. Die Programme sollen Eltern helfen, die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder zu kontrollieren. Der Konzern fürchtet, dass sie die Sicherheit von Nutzern gefährden.

Apple hat mehrere Anwendungen aus seinem App Store verbannt, mit denen Eltern die Nutzung eines iPhones oder iPads ihrer Kinder kontrollieren und begrenzen können. "Sie gefährden die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer", begründete der Konzern die Sanktionen. Man sei im vergangenen Jahr darauf aufmerksam geworden, dass mehrere Kindersicherungs-Apps eine "stark eingreifende Technologie namens Mobile Device Management (MDM) verwenden".

Mit Hilfe dieses Verfahrens konnten die App-Anbieter die Geräte kontrollieren und sensible Informationen wie den Benutzerstandort, die Nutzung der Apps, E-Mail-Konten und den Browserverlauf einsehen und auch die Verwendung der Kamera kontrollieren.

Auch Hacker können Daten abgreifen

Apple betonte, es gebe durchaus legitime Einsatzmöglichkeiten von MDM. "Unternehmen installieren manchmal MDM auf Unternehmensgeräten, um eine bessere Kontrolle über proprietäre Daten und Hardware zu behalten." Es stelle aber ein großes Risiko dar, wenn ein privates, verbraucherorientiertes App-Unternehmen eine MDM-Kontrolle über das Gerät eines Kunden übernehme. MDM-Profile könnten auch von Hackern verwendet werden, um sich für bösartige Zwecke einen Zugang zu verschaffen.

"Eltern sollten ihre Ängste über die Gerätenutzung ihrer Kinder nicht gegen Risiken für Privatsphäre und Sicherheit eintauschen müssen und der App Store sollte keine Plattform sein, um diese Entscheidung zu erzwingen. Niemand außer den Eltern sollte uneingeschränkten Zugriff auf die Geräteverwaltung ihres Kindes haben." Man habe deshalb den betroffenen Anbietern 30 Tage Zeit gegeben, um die Apps so umzustellen, dass sie nicht mehr gegen die Richtlinien des App Stores verstoßen. "Diejenigen, die es nicht getan haben, wurden aus dem App Store entfernt."

Apple betont Sicherheitsaspekt

Apple wies den Vorwurf von betroffenen App-Entwicklern zurück, der iPhone-Konzern wolle die Anbieter von Kindersicherungs-Software zurückdrängen, weil Apple inzwischen ein eigenes System zur Überwachung der Nutzungsgewohnheiten anbietet. "Sie töten systematisch die Branche", sagte Amir Moussavian, Chef des App-Anbieters OurPact der "New York Times".



Apple entgegnete, es gehe nicht um das Geschäft, sondern um die Sicherheit. Im App Store gebe es viele äußerst erfolgreiche Anwendungen, die Funktionen und Dienste bieten, die auch von Apple selbst offeriert werden. "Wir sind bestrebt, diesen Apps einen Ort zu bieten, an dem sie wachsen können, da sie die Benutzerfreundlichkeit für alle verbessern."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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