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Tausende Handy-Kunden sollten falsche Rechnungen zahlen

Bei Vodafone und Co.  

Tausende Handykunden sollten falsche Rechnungen zahlen

16.09.2019, 10:45 Uhr | AFP

Tausende Handy-Kunden sollten falsche Rechnungen zahlen. Eine Frau nutzt ein Smartphone: Tausende Handy-Kunden erhielten Rechnungen, obwohl sie keine Dienstleistungen beansprucht hatten.  (Quelle: dpa/tmn/Christin Klose)

Eine Frau nutzt ein Smartphone: Tausende Handy-Kunden erhielten Rechnungen, obwohl sie keine Dienstleistungen beansprucht hatten. (Quelle: Christin Klose/dpa/tmn)

Tausende Mobilfunkkunden erhielten Rechnung über Dienstleistungen, die sie nie beansprucht hatten. Nach Beschwerden sahen Provider einen Fehler ein – doch die Kunden sollten trotzdem zahlen.

Mindestens 41.000 Kunden der Mobilfunkanbieter Mobilcom-Debitel, Vodafone und Klarmobil haben laut Stiftung Warentest falsche oder zu hohe Rechnungen bekommen. Sie sollten Leistungen von Drittanbietern wie Videos oder andere auf der Rechnung nicht genannte "Dienste" bezahlen, die sie gar nicht bestellt hatten. Das berichtet die Zeitschrift "Finanztest".

Erst als sich "Finanztest" einschaltete, bekamen Vodafone-Kunden demnach das Geld erstattet; Kunden von Klarmobil und Mobilcom-Debitel sollen Gutschriften erhalten, wie ein Sprecher der beiden Firmen der Zeitschrift mitteilte.

Kunden sollten zahlen

Die Dienste rechnete demnach die Firma Infin ab. Was die Kunden genau bestellt haben sollen, ging aus den Rechnungen nicht hervor, wie "Finanztest" berichtet.

Als sich Mobilfunkkunden bei Infin beschwerten, weil sie mit ihrem Handy nichts gekauft oder abonniert hatten, bekamen sie die schriftliche Auskunft, Infin stehe "fälschlicherweise" auf der Rechnung. Die Firma habe die Dienste weder "zur Verfügung gestellt" noch "berechnet". Die Kunden sollten dennoch zahlen, und zwar an einen anderen Anbieter.

So zocken Firmen Kunden ab

Mobilfunkfirmen buchen über die Handyrechnung Geld für Drittanbieterdienste wie Videos oder Spiele ab, so Stiftung Warentest. Seriöse Anbieter verlangen aber eine ausdrückliche Bestätigung der Bestellung, beispielsweise durch Anklicken eines Buttons mit der Aufschrift "zahlungspflichtig bestellen".

Oft werde Kunden aber einfach ein Kauf oder ein Abo untergeschoben, nachdem sie mit dem Drittanbieter in Berührung gekommen sind – etwa durch das Anklicken eines Werbebanners. Wer dafür eine Rechnung bekomme, solle sie nicht bezahlen, rät die Stiftung Warentest.

Kunden sollen sich schriftlich melden

"Finanztest" hatte in seiner Septemberausgabe über Abofallen im großen Stil berichtet. Seitdem melden sich immer mehr betrogene Kunden bei den Verbraucherschützern: Mehr als 1.300 Beschwerden seien bereits über Drittanbieter und Abrechnungsdienstleister eingegangen, wie etwa Richberg Media, Pink Mobile, Brandii Media, Mocopay oder Texted.

"Finanztest" rät betroffenen Mobilfunkkunden, schriftlich beim Anbieter zu reklamieren und das unrechtmäßig abgebuchte Geld zurückzufordern. Dazu bietet das Magazin einen Nutzerbrief auf seiner Website. Klicken Sie hier, um zum Brief zu gelangen.


Zudem sollten sie sich bei der Bundesnetzagentur beschweren und per Onlineanzeige den unseriösen Drittanbieter wegen Betrugs bei der Polizei melden.

Hinweis: Das Portal t-online.de ist ein unabhängiges Nachrichtenportal und wird von der Ströer Digital Publishing GmbH betrieben.

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