• Home
  • Digital
  • Computer
  • Hardware
  • PC
  • Gamescom: Casemodder machen Schluss mit hĂ€sslichen grauen Kisten


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextOligarch tot im Pool gefundenSymbolbild fĂŒr einen TextLinienbus fĂ€hrt in Wohnhaus: VerletzteSymbolbild fĂŒr ein VideoFeuerwerk eskaliert völligSymbolbild fĂŒr ein VideoErstaunliche Studie: Pille statt Sport?Symbolbild fĂŒr einen TextFrauen-EM: Spielplan zum AusdruckenSymbolbild fĂŒr ein VideoUkrainer machen Schrott zu KampfmobilenSymbolbild fĂŒr einen TextRiesiges Hakenkreuz in Feld gemĂ€htSymbolbild fĂŒr einen TextDiese Rufnummern sollten Sie blockierenSymbolbild fĂŒr einen TextPremiere bei NDR-TalkshowSymbolbild fĂŒr einen TextHerzogin Kate "nahm Auftrag sehr ernst"Symbolbild fĂŒr einen Text9-Euro-Ticket: IC-Freigabe auf Touri-Strecke Symbolbild fĂŒr einen Watson TeaserHarter Vorwurf gegen Bill Kaulitz Symbolbild fĂŒr einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige

Casemodder machen Schluss mit hÀsslichen grauen Kisten

21.08.2012Lesedauer: 3 Min.
Dieser Casemodding-Computer ist außen wie innen mit Jeans-Stoff verkleidet.
Dieser Casemodding-Computer ist außen wie innen mit Jeans-Stoff verkleidet. (Quelle: /dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Tuning und verrĂŒcktes Design sind nicht nur bei Auto-Freaks verbreitet. Auch ein handelsĂŒblicher Computer lĂ€sst sich in ein ausgefallenes EinzelstĂŒck verwandeln. Die sogenannten Casemodder machen aus grauen Computern kleine Kunstwerke. Oft investieren sie neben hunderten von Stunden Arbeitszeit auch einiges an Geld, um ihren Rechner so umgestalten, dass er nicht mehr wiederzuerkennen ist. Fertigbauteile von der Stange sind in der Szene verpönt.

Autobastler möbeln ihr GefĂ€hrt mit Spoilern, dicken KotflĂŒgeln und martialische Lufthutzen auf. Doch das Tuning ist auch PC-Freaks ein Begriff. Beiden geht es um ein neues Design fĂŒr ihr "liebstes StĂŒck". Das Computerpendant zum Tuning nennt sich Casemodding und die Aktiven dieser Szene nennen sich Casemodder. Der Begriff leitet sich aus den englischen Worten Case (GehĂ€use) und modify (modifizierten) ab. Dabei mutieren langweilige PC-GehĂ€use mitunter zu beeindruckenden Kunstwerken.


Foto Show: Casemodder verwandeln grauen KĂ€sten in wahre PrunkstĂŒcke

Den Anfang beim Casemodding macht fast immer ein einfaches und langweiliges PC-GehÀuse, denn der kauf von vorgefertigten Teilen ist in der Szene verpönt.
Casemodder sind Detail-verliebt. So wurden hier auch die Kabel mit metallenen HĂŒllen versehen und diverse Bauteile im GehĂ€use wurden Verchromt.
+4

Zwischen 340 und 2000 Arbeitsstunden

"Professionelle Casemodder benötigen fĂŒr ihre GerĂ€te im Schnitt etwa 340 Stunden", sagt Casemodding-Experte Michael Wegner. Es gibt aber auch Bastler, die 2000 Stunden an der PC-Umgestaltung gesessen haben. Die Ergebnisse solcher Mammutbasteleien sind jedes Jahr bei der Deutschen Casemod Meisterschaft auf der Computerspielmesse Gamescom in Köln zu bewundern. Aber auch ein Streifzug durch die zahlreichen Casemodding-Portale im Internet fördert spektakulĂ€res zutage: Da gibt es zum Beispiel Rechner zu sehen, die in Wasser oder Öl eingelegt sind, solche mit komplett durchsichtigem GehĂ€use oder PCs mit farbiger Festbeleuchtung.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Daniela Katzenberger war mit einem Fan im Bett
Daniela Katzenberger: Der TV-Star packt ĂŒber frĂŒhere Beziehungen aus.


Aus AlltagsgegenstÀnden Unikate machen

Warum machen Casemodder das? "Es geht ganz allgemein darum, AlltagsgegenstĂ€nde zu individualisieren oder zu verschönern" erklĂ€rt Wegner, der Sprecher der Casemod-Meisterschaft ist. FĂŒr Casemodder Benjamin Franz stehen gar nicht so sehr die besonders spektakulĂ€ren Bauten im Vordergrund. "FĂŒr Außenstehende ist das natĂŒrlich sehr attraktiv", sagt er. "Aber viele Casemodder legen inzwischen Wert auf andere Dinge." Das sind im Grunde die gleichen GrundsĂ€tze, auf die auch Industriedesigner achten, zum Beispiel klare Linien und eine individuelle Formensprache.

Kein Wunder, dass viele ehemalige oder aktive Casemodder inzwischen Design studieren oder in diesem Bereich arbeiten. Das Hobby wirklich zum Beruf gemacht hat aber noch keiner, sagt Franz: "Ich kenne keinen Casemodder in Deutschland, der alleine davon leben könnte."

Eigenbau statt Fertigteile

Üblicherweise bauen die Computerbastler alles selbst, Fertigteile sind verpönt. Einsteiger mĂŒssen aber nicht ganz so streng mit sich sein, sagt Michael Wegner. "FĂŒr Laien spricht nichts dagegen, sich zum Beispiel vorgefertigte GehĂ€useteile zu kaufen." Wer seinen Rechner nur ein wenig verschönern will, kann auch ganz klein anfangen und sich zum Beispiel eine Tastatur mit beleuchtetem Unterboden und eine Lichterkette fĂŒr den Monitor kaufen, rĂ€t Wagner. "Das ist dann fĂŒr unter 100 Euro und in weniger als einer Stunde gemacht."

Zeit, Geduld und Geschick

Richtiges Casemodding ist dagegen weit anspruchsvoller, sagt PC-Bastler Benjamin Franz. Die Kosten hielten sich zwar im Rahmen: "Ich stecke im Schnitt etwa 200 Euro pure Materialkosten in ein Projekt." Zeit und Geduld mĂŒssten angehende Casemodder aber reichlich mitbringen. "Neulinge ĂŒberschĂ€tzen sich oft." Einen guten Einstieg bieten die zahlreichen Seiten und Foren im Netz. Hier können Laienbastler nachfragen, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Viele erfahrene Casemodder veröffentlichen dort außerdem sogenannte Worklogs, in denen sie ein Projekt von der Idee bis zum fertigen Rechner mit Skizzen und Fotos dokumentieren.

Wo Strom fließt ist Vorsicht geboten

Bei allen Bastelarbeiten am Computer ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. JĂŒrgen Ripperger vom VDE PrĂŒf- und Zertifizierungsinstitut rĂ€t sogar grundsĂ€tzlich davon ab. "Die vielen Normen und Vorschriften gibt es nicht ohne Grund. Man muss dafĂŒr schon sehr viele Kenntnisse haben." Ahnungsloses Drauflosbasteln sei unter UmstĂ€nden nicht nur fĂŒr den Computer gefĂ€hrlich, sondern auch fĂŒr den Benutzer - zum Beispiel, wenn die neu eingebaute Beleuchtung plötzlich lebensgefĂ€hrliche Spannung fĂŒhre.

Auch Casemodder Franz Neulingen rĂ€t zur Vorsicht. "Bei Unsicherheiten kann man immer im Forum nachfragen", sagt er. Casemodder wĂŒrden zum Beispiel nie am Netzteil des Computers arbeiten. "Da gibt es aber immer wieder Schrauber, die meinen, sie mĂŒssten das öffnen. Die werden dann aber auch entsprechend zurĂŒckgepfiffen."

UnsachgemĂ€ĂŸes Basteln killt den Computer

Außerdem kann Casemodding den Betrieb des Rechners beeintrĂ€chtigen, warnt JĂŒrgen Ripperger. "Es kann sein, dass sich mit dem neuen GehĂ€use die thermischen Bedingungen Ă€ndern, und die Temperaturkontrolle nicht mehr richtig funktioniert." Die Konsequenz: Der Rechner sieht zwar schön aus, stĂŒrzt aber dauernd ab. Aus diesem Grund sind die umgebauten Computer fĂŒr Benjamin Franz in erster Linie auch Anschauungsobjekte. Zwar steckt im Inneren immer ein lauffĂ€higer Rechner, das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Ästhetik. Im Alltag wĂŒrde er seine Kreationen aber nie benutzen, sagt der Casemodder: "DafĂŒr wĂ€ren die mir auch viel zu schade."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website