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SicherheitslĂŒcken gefĂ€hrden fast alle WLAN-Router

Von t-online, blu

Aktualisiert am 13.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Router wird mit dem Kabel verbunden: Ein Sicherheitsforscher hat Schwachstellen im WLAN-Protokoll gefunden.
Ein Router wird mit dem Kabel verbunden: Ein Sicherheitsforscher hat Schwachstellen im WLAN-Protokoll gefunden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Neue WLAN-Schwachstellen könnten nahezu alle Router böswilligen Attacken aussetzen. Das hat ein Sicherheitsforscher herausgefunden. FĂŒr viele GerĂ€te gibt es bereits Updates.

Der Sicherheitsforscher Mathy Vanhoefer ist auf neue SicherheitslĂŒcken in WLAN-Protokollen gestoßen. Seine Erkenntnisse hat er unter der Bezeichnung "FragAttacks" (Fragmentation and Aggregation Attacks) veröffentlicht. Die Schwachstellen könnten sowohl WLAN-Router als auch damit verbundene GerĂ€te wie Computer, Smartphones oder Spielekonsolen betreffen. Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informierte am Mittwoch ebenfalls ĂŒber "FragAttacks".

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Die LĂŒcken seien nach bisherigem Kenntnisstand teilweise auf Designfehler in WLAN-Protokollen zurĂŒckzufĂŒhren. Damit könnten sie unabhĂ€ngig vom Hersteller ausgenutzt werden. Laut Vanhoef betreffen die SicherheitslĂŒcken alle WLAN-Standards, einschließlich WPA3. Deswegen seien so gut wie alle WLAN-GerĂ€te theoretisch von den Schwachstellen betroffen.

Allerdings mĂŒsste sich ein Angreifer in Funkreichweite zu dem WLAN-Netzwerk befinden, um die LĂŒcken zu missbrauchen. Auf diese Weise könnte er etwa Informationen auslesen oder gezielt GerĂ€te angreifen. Doch Grund zur Panik bestehe nicht, wie Vanhoef selbst betont. Demnach seien die meisten der Schwachstellen, insbesondere die Designfehler, schwer auszunutzen.

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Fritzbox-Hersteller Ă€ußert sich – Updates bereits verfĂŒgbar

Doch ein Risiko bestehe dennoch, wie auch das BSI feststellt: "Gleichzeitig stellt die mögliche Betroffenheit zahlreicher – ggf. sogar aller – WLAN-GerĂ€te ein erhebliches Risiko fĂŒr Betreiber und Nutzer dar." Die grĂ¶ĂŸte Gefahr gehe laut Venhoef von Fehlern aus, die durch Programmierfehler bei der Implementierung des WLAN-Standards in GerĂ€ten verursacht werden. Allerdings seien GerĂ€te, die dafĂŒr anfĂ€llig sind, nicht weit verbreitet.

Der Hersteller der Fritzbox, AVM, schĂ€tzt die Gefahr der SicherheitslĂŒcken in einer ErklĂ€rung als gering ein: "Praktische Auswirkungen von FragAttacks sind nach aktuellem Kenntnisstand unwahrscheinlich." Ein Roll-out entsprechender Sicherheitsupdates gegen "FragAttacks" habe AVM bereits in die Wege geleitet, fĂŒr die weit verbreitete Fritzbox 7590 steht demnach ein Update bereit. FĂŒr weitere Produkte gebe es eine öffentliche Beta-Version.

Auch fĂŒr GerĂ€te andere Hersteller, die von Vanhoef bereits im Vorfeld ĂŒber "FragAttacks" informiert worden waren, gebe es bereits Patches. Einige von ihnen hĂ€tten diese schon in den vergangenen Monaten verbaut oder per Update verteilt. FĂŒr WLAN-fĂ€hige GerĂ€te, die zum Beispiel von den Herstellern nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt werden, könnte es allerdings problematischer werden. Eine Liste potenziell gefĂ€hrdeter GerĂ€te gibt es bisher nicht.

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