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Hallo Alexa – was mache ich jetzt mit Dir?

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Kassenschlager für Amazon  

Hallo Alexa – was mache ich jetzt mit Dir?

Von Marc Krüger

27.12.2017, 10:15 Uhr
Hallo Alexa – was mache ich jetzt mit Dir?. Amazon Echo: Da ist sie endlich – und was nun? (Quelle: imago)

Amazon Echo: Da ist sie endlich – und was nun? (Quelle: imago)

Digitale Sprachassistenten werden immer beliebter: Der Echo Dot zum Beispiel war in dieser Weihnachtssaison das meistverkaufte Produkt auf Amazon. Aber was können die Geräte? t-online.de Voice-Experte Marc Krüger gibt Tipps für den Einstieg.

Digitale Sprachassistenten lagen dieses Jahr unter vielen Weihnachtsbäumen. Auf Amazon zum Beispiel war der Echo Dot das meistverkaufte Produkt der Saison, wie die Verkaufs-Plattform am Dienstag mitteilte. Insgesamt seien bisher "mehrere zehn Millionen" Geräte mit dem Sprachassistenten Alexa in alle Welt ausgeliefert worden, behauptet Amazon. 



Angeschlossen sind die Geräte schnell. Aber was dann? 

"Hallo" ist das erste Wort, das Amazons digitale Sprachassistentin Alexa sagt. Ganz von allein – nachdem sie an Strom und WLAN angeschlossen und mit dem Amazon-Kundenkonto verbunden ist. Danach ist erstmal Ruhe. Die digitale Sprachassistentin wartet auf Befehle. Aber wie beginnt man ein Gespräch mit einer Künstlichen Intelligenz? Was kann sie überhaupt? Einfach mal fragen:

"Alexa, was kannst du?"

Eines fällt sofort auf: Nach dem Ruf "Alexa" macht die Künstliche Intelligenz das eigene Licht an. Bei den Modellen Echo, Echo Plus und dem kleineren Echo Dot erscheint oben auf dem Gerät ein blauer Leuchtring, beim Modell Echo Show ist es ein blauer Leuchtstreifen am unteren Ende des Bildschirms. Das ist das Zeichen dafür, dass Alexa Fragen entgegennimmt. Ist diese ausgesprochen ("Was kannst du?"), wandern Lichtpunkte geschäftig im Kreis. Das bedeutet: Alexa sucht in ihrem Online-Cloud-Speicher nach der passenden Antwort.

Es dauert nicht lange und Alexa zählt auf, bei welchen Dingen sie behilflich sein kann – darunter sind Wetterauskünfte, Einkaufslisten, Erinnerungen, Musik und Nachrichten.

Wer per Spracheingabe Einkaufs- oder To-Do-Listen anlegt, kann sie über die Alexa-App auch unterwegs abrufen. (Quelle: Screenshot: Marc Krüger)Wer per Spracheingabe Einkaufs- oder To-Do-Listen anlegt, kann sie über die Alexa-App auch unterwegs abrufen. (Quelle: Screenshot: Marc Krüger)

Hersteller Amazon gibt keine offiziellen Statistiken heraus, laut Umfragen in den USA gehören diese momentan zu den beliebtesten Funktionen bei digitalen Sprachassistenten. Außerdem dabei: Internetsuche und Witze. Gleich mal ausprobieren!

  • "Alexa, erzähl‘ einen Witz." / "Alexa, erzähl‘ noch einen Witz."
  • "Alexa, wie ist das Wetter (in Hamburg/Sydney/New York City)?"
  • "Alexa, setze Milch, Brot, Espresso und Cola auf die Einkaufsliste!"
  • "Alexa, setze einen Alarm in 5 Minuten!“ – Wenn es klingelt: "Alexa, stop!"
  • "Alexa, spiele Weihnachtsmusik!"
  • "Alexa, spiele [Radiosender XY]!"
  • "Alexa, wie viel sind 10 Dollar in Euro?"
  • "Alexa, wie viel sind 100 Meilen in Kilometern?"
  • "Alexa, wie tief ist der Bodensee?"
  • "Alexa, wie hoch ist der Eiffelturm?"

Bei Radio, Musik und Nachrichten nutzt Alexa die Dienste von Dritten. Radiosender aus der ganzen Welt werden über den Anbieter "TuneIn" kostenlos abgespielt. Alles ist bereits installiert und sollte funktionieren. Bei Musik wird es etwas komplizierter: Kostenlos gibt es nur eine Basis-Auswahl von Amazon, mit etwas Glück ist aber das Passende dabei ("Alexa, spiel' Despacito!", "Alexa, spiel' den Bolero von Maurice Ravel!").

Eine deutlich größere Musikauswahl haben Mitglieder bei Amazons kostenpflichtigem Kundenprogramm "Prime". Diese müssen einfach in der Alexa-App den Dienst "Music unlimited" verknüpfen und dann auf den vollen Musik-Katalog zugreifen ("Alexa, spiel' [Lied/Künstler/Musikrichtung/Playlist]"). Das funktioniert auch über den Anbieter Spotify. Dafür ist dafür aber ein Premium-Account Pflicht, der knapp 10 Euro im Monat kostet.

Funktionen mit "Skills" erweitern

Die Nachrichten-Abfrage funktioniert über die Sprachbefehle "Alexa, was sind die Nachrichten?" und "Alexa, was ist meine tägliche Zusammenfassung?". Voreingestellt sind die "Nachrichten in 100 Sekunden" der Tagesschau; Bilder dazu gibt es natürlich nur auf dem Bildschirm des "Echo Show". Wer andere Nachrichten hören möchte, sagt zum Beispiel: "Alexa, installiere Deutschlandfunk Nachrichten!" oder "Alexa, installiere T-Online Tagesanbruch". Die Reihenfolge der Nachrichten lässt sich in der Alexa-App ändern (Menü / Einstellungen / Tägliche Zusammenfassung / Reihenfolge ändern). Eine komplette Übersicht aller verfügbaren Nachrichten-Anbieter gibt es bei Amazon.

Alexas Funktionen lassen sich mit den sogenannten "Skills" erweitern – das sind kleine Zusatzprogramme, ganz ähnlich wie Apps auf dem Smartphone. Installieren lassen sich "Skills" entweder per Spracheingabe ("Alexa, installiere den Skill der Deutschen Bahn!") oder über die Alexa-App (Menü / Skills). Mit den Zusatzprogrammen kann Alexa dann zum Beispiel Bahnverbindungen heraussuchen, in den Gelben Seiten blättern, Tierstimmen nachmachen oder das Fernsehprogramm ansagen. Fast täglich gibt es auf der Seite von Amazon neue "Skills". In deutscher Sprache sind es über 2500. Zugegeben: Nicht alle sind sinnvoll.

Zu Beginn einfach mal drauf los fragen

Die Spracheingabe von Alexa macht also viele Dinge möglich. Eine beliebte Funktion ist das Steuern von Haushaltsgeräten, vor allem das Licht. Dafür sind allerdings spezielle Glühlampen und meist auch Steuerungseinheiten nötig – zum Beispiel von Philips oder Ikea. Eingerichtet werden können die Geräte am besten über die Alexa-App (Menü / Smart Home). Anschließend ist ein Befehl möglich sein wie "Alexa, mach das Licht im Wohnzimmer aus!".

Am Anfang macht es aber auch Spaß, Alexa ein bisschen besser kennen zu lernen und sie auszufragen:

Oder ein paar Reaktionen rund um Weihnachten zu testen:

Alexa spielt auch gern! Eine kleine Auswahl:

An einen Satz müssen sich Alexa-Nutzer aber schnell gewöhnen: "Entschuldigung, das weiß ich leider nicht." Diese Antwort kommt oft. Sehr oft. Die künstliche Intelligenz ist momentan in vielen Bereichen noch ziemlich dumm. Manchmal hilft es, die Frage etwas anders zu stellen, wie bei einer Suchmaschine im Internet - oder zu denken wie eine Maschine. Bei der Suche nach Musiktiteln auf Englisch oder Spanisch findet Alexa manchmal das Gesuchte erst, wenn er komplett Deutsch ausgesprochen wird.

Es kommt auch vor, dass Alexa Dialekte nicht versteht (Testen Sie das gern!) oder trotz Befehl nichts tut.

Profi-Tipp: Machen Sie nach dem Wort "Alexa" möglichst eine kurze Pause bis der Ring blau leuchtet und stellen dann sofort die Frage. Die Lautstärke können Sie durch Drehen des Rings einstellen. Und denken Sie daran: Immer, wenn Sie "Alexa" sagen, wird die Abfrage aktiviert – auch wenn Sie nur Freunden am Telefon von Ihrem neuen Lautsprecher erzählen. Für solche Fälle gibt es einen kleinen Knopf mit einem durchgestrichenen Mikrofon an der Oberseite. Einmal drücken bis der Ring rot leuchtet und Alexa stellt seine Mikrofone ab. Bis sie den Knopf erneut drücken.

Und wenn alles nichts hilft, dann sagen Sie einfach:
„Alexa, Selbstzerstörung!“ Na, dann: Fröhliche Weihnachten!

Quellen:

- Eigene Recherchen
- Übersicht der Nachrichten-Skills für "Amazon Echo"
- Skill-Portal bei Amazon.
- Pressemitteilung von Amazon

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