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Vodafone Pass: Bundesnetzagentur verlangt Vertragsänderungen

Verstoß gegen EU-Vorgaben  

Bundesnetzagentur rügt Mobilfunktarif "Vodafone Pass"

16.06.2018, 17:05 Uhr

Vodafone Pass: Bundesnetzagentur verlangt Vertragsänderungen. Smartphone-Nutzerin: Sogenannte "Zero Rating"-Angebote wie "Vodafone Pass" oder "StreamOn" der Telekom sind umstritten.  (Quelle: dpa/tmn/Christin Klose)

Smartphone-Nutzerin: Sogenannte "Zero Rating"-Angebote der Mobilfunkanbieter sind umstritten. Verbraucher freuen sich allerdings über die Vorteile - zumindest im Inland. (Quelle: Christin Klose/dpa/tmn)

Die Bundesnetzagentur verlangt Anpassungen im Mobilfunktarif "Vodafone Pass". Das Angebot verstößt nach Ansicht der Regulierungsbehörde gegen EU-Verbraucherrechte. 

Die Bundesnetzagentur hat bestimmte Vertragsbedingungen der Tarifoption "Vodafone Pass" untersagt und verlangt Anpassungen. Die zum Vodafone-Vertrag zubuchbare Zusatzleistung berechtigt zur Nutzung bestimmter Online-Services, zum Beispiel Musik- oder Filmstreaming-Dienste, ohne dass dies auf den Datenverbrauch angerechnet wird. Dadurch werden diese Dienste gegenüber Konkurrenten bevorzugt. Kritiker sehen in diesem sogenannten "Zero Rating"-Prinzip einen Verstoß gegen den Grundsatz der Netzneutralität. 

So weit will die Bundesnetzgentur nicht gehen. Die Aufsichtsbehörde sieht lediglich Nachbesserungsbedarf in den Vertragsdetails etwa zur Abrechnung des Datenvolumens im EU-Ausland. Bemängelt wird außerdem, dass es sich Vodafone vorbehält, die Streaming-Qualität von Videos automatisch herabzusetzen.

Auch der Mitbewerber Telekom bietet mit "StreamOn" einen ähnlichen Tarif an. Die Bundesnetzagentur hatte hier ebenfalls Änderungen angemahnt. Die Telekom wehrt sich rechtlich gegen die Vorgaben. Das Verfahren läuft noch.

Nutzung im Ausland wird von Vodafone unterbunden – das ist verboten

Laut den neuen Roaming-Vorgaben der EU müssen Mobilfunkanbieter auch im EU-Ausland die vertraglich versprochenen Leistungen ohne Abstriche anbieten. Dies ist bei Vodafone Pass bisher nicht der Fall. Sobald sich der Kunde im Roaming-Gebiet aufhält, sind die Zusatzangebote nicht mehr nutzbar. 

Vodafone war zuletzt auf die Bundesnetzagentur zugegangen und hatte vorgeschlagen, seinen Kunden die Nutzung seines Zusatzangebotes Vodafone Pass im EU-Ausland bis zu einer Volumengrenze von 5 Gigabyte zu erlauben. Die Bundesnetzagentur zeigt sich jedoch kompromisslos. Den Verbrauchern stehe es zu, dass sie den Tarif auf Reisen genauso nutzen könnten wie zu Hause. Die Netzbetreiber protestieren: Zero Rating-Angebote wären unter diesen Vorgaben nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. 

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