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Umstrittenes Forum 8chan blitzt auch bei Amazon ab

Seite bleibt offline  

Amazon lässt umstrittenes Forum 8chan abblitzen

09.08.2019, 14:09 Uhr | dpa

Umstrittenes Forum 8chan blitzt auch bei Amazon ab. Das Logo von 8chan: Die Plattform gilt unter anderem als Sammelplatz für rechtsextremes Gedankengut.  (Quelle: Screenshot)

Das Logo von 8chan: Die Plattform gilt unter anderem als Sammelplatz für rechtsextremes Gedankengut. (Quelle: Screenshot)

Die Internet-Plattform 8chan gilt als Sammelplatz für Rechtsextreme. Mittlerweile ist die Seite offline und sucht nach einem neuen Host. Das gestaltet sich als schwierig.

Das umstrittene Internet-Forum 8chan, bei dem der Attentäter von El Paso sein Manifest veröffentlicht hat, ist weiter offline. Auch der Cloudanbieter Amazon Web Services (AWS) will die Seiten nicht auf seinen Servern hosten. "Der Inhalt von 8chan ist Hassrede und ist gemäß unserer Nutzungsbedingungen inakzeptabel", sagte ein AWS-Sprecher dem Fachdienst "Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI" in Berlin.

Der frühere Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos hatte vermutet, 8chan aber auch die rechtsextreme Seite Daily Stormer könnten über ihren Dienstleister Epik Serverplatz bei Amazon anmieten. "Obwohl 8chan nicht auf AWS gehostet wird, arbeiten wir mit ihrem direkten Anbieter (Epik) zusammen, um sicherzustellen, dass 8chan nicht indirekt AWS-Ressourcen über einen unserer Kunden nutzt", sagte der AWS-Sprecher dem Fachdienst. Zuvor hatten bereits andere Web-Dienstleister abgelehnt, die Seiten auf ihren Servern vorzuhalten und gegen sogenannte Denial-of-Service-Attacken zu schützen.

Neuseeländischer Telekom-Anbieter klemmt 8chan ab

Mittlerweile hat in Neuseeland hat einer der größten Telekom-Anbieter 8chan abgeklemmt. Der Netzbetreiber Spark begründete dies am Freitag damit, dass über die Plattform wiederholt "verstörendes Material" verbreitet worden sei. Damit können Spark-Kunden in Neuseeland nicht mehr auf die Seite zugreifen. Neuseelands zuständige Aufsichtsbehörde appellierte an andere Telekom-Anbieter, dem Beispiel zu folgen.


Auf 8chan hatte zuletzt der mutmaßliche Todesschütze von El Paso im US-Bundesstaat Texas, wo 22 Menschen starben, ein rassistisches Manifest veröffentlicht. Auch der mutmaßliche Täter des Anschlags auf zwei Moscheen mit 51 Toten im neuseeländischen Christchurch Mitte März hatte die Plattform genutzt, um rechtsextremistische und rassistische Parolen zu verbreiten. 8chan ist bekannt dafür, die von Nutzern geposteten Inhalte nicht zu kontrollieren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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