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Erdkabel angenagt: Estlands Online-Bürgerdienste teils von Ratten lahmgelegt

Erdkabel angenagt  

Estlands Online-Bürgerdienste teils von Ratten lahmgelegt

21.11.2019, 18:09 Uhr | dpa

Erdkabel angenagt: Estlands Online-Bürgerdienste teils von Ratten lahmgelegt. Eine Ratte hockt auf einem Feldweg.

Eine Ratte hockt auf einem Feldweg. Foto: Julian Stratenschulte/dpa. (Quelle: dpa)

Tallinn (dpa) - In Europa gilt Estland als einer der Vorreiter der digitalen Verwaltung - und hat seine Computersysteme umfangreich gegen Angriffe aus dem Internet geschützt.

Doch auch im Tierreich lauern Gefahren: Weil Ratten ein Erdkabel zwischen zwei staatlichen Datenzentren in der Hauptstadt Tallinn angenagt hatten, waren mehrere Online-Bürgerdienste in dem baltischen EU-Land vorübergehend nicht verfügbar. Betroffen waren unter anderem das Verschreibungssystem für digitale Rezepte und die Webseite der Lotteriegesellschaft "Eesti Loto", wie das staatliche Amt für Informationsdienste mitteilte. Die mehrere Stunden andauernde Störung sei inzwischen behoben.

"Es war ein Glasfaser-Datenkabel, das in der Telekommunikation weit verbreitet ist. Nagetiere haben es an mehreren Stellen beschädigt, und wir mussten Dutzende Meter Kabel austauschen, um das Problem zu beheben", sagte Behördenmitarbeiter Kaido Plovits am Donnerstag dem estnischen Rundfunk. Während der Störung am Mittwoch sei ein Teil des Datenaustauschs automatisch auf eine andere Hauptleitung verschoben worden, der Rest wurde manuell umgestellt. "Das gesamte staatliche Netzwerk ist nicht zusammengebrochen, nur ein kleiner Teil davon, dessen Sicherung noch nicht automatisiert wurde", betonte Plovits.

In Estland, das sich selbst gerne "E-Estonia" nennt, können die rund 1,3 Millionen Bürger im Alltag fast alle Behördengänge mit ein paar Mausklicks online erledigen. Der Baltenstaat hat bereits viele Bürgerdienste und öffentliche Angebote ins Internet verlagert. Seit 2005 können die Esten auch online wählen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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