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Amazon klagt gegen Pentagon-Milliardenauftrag für Microsoft: Jeff Bezos ärgert Donald Trump

Bezos ärgert Trump  

Amazon klagt gegen Pentagon-Milliardenauftrag für Microsoft

23.11.2019, 10:48 Uhr | dpa

Amazon klagt gegen Pentagon-Milliardenauftrag für Microsoft: Jeff Bezos ärgert Donald Trump. Die Bildkombination zeigt Amazon-Chef Jeff Bezos und US-Präsident Donald Trump: Amazon wirft der Trump-Regierung vor, den Konkurrenten Microsoft aus politischen Gründen zu begünstigen.  (Quelle: Reuters/Shannon Stapleton (L) Jonathan Ernst (R))

Die Bildkombination zeigt Amazon-Chef Jeff Bezos und US-Präsident Donald Trump: Amazon wirft der Trump-Regierung vor, den Konkurrenten Microsoft aus politischen Gründen zu begünstigen. (Quelle: Shannon Stapleton (L) Jonathan Ernst (R)/Reuters)

Im Streit um einen Milliardenauftrag für das US-Verteidigungsministerium geht Amazon auf Konfrontationskurs. Die Trump-Regierung soll den Konkurrenten Microsoft aus politischen Gründen bevorzugt haben, so der Vorwurf. Denn dass Trump den Amazon-Chef Jeff Bezos nicht ausstehen kann, ist kein Geheimnis. 

Amazon geht nun auch gerichtlich gegen die Vergabe eines milliardenschweren Cloud-Computing-Auftrags des US-Verteidigungsministeriums an den Konkurrenten Microsoft vor. Ein Amazon-Sprecher bestätigte in der Nacht zu Samstag, Amazon habe wegen der umstrittenen Auftragsvergabe Klage eingereicht.

Im Vergabeverfahren habe es "klare Mängel, Fehler und unverkennbare Voreingenommenheit" gegeben. Die Vergabe von Regierungsaufträgen müsse "frei von politischem Einfluss" geschehen. US-Präsident Donald Trump übt regelmäßig scharfe Kritik an Amazon-Chef Jeff Bezos. Bezos gehört auch die "Washington Post", die kritisch über Trump berichtet.

Einer der mächtigsten Männer der Welt gegen einen der reichsten

Das Pentagon hatte Ende Oktober mitgeteilt, dass der Cloud-Computing-Auftrag an Microsoft gehen werde. Im Vertrag ist eine Obergrenze von bis zu umgerechnet rund neun Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren festgeschrieben, wie das Pentagon damals mitteilte. Fest vereinbart seien aber zunächst umgerechnet rund 900.000 Euro innerhalb von zwei Jahren. Im Rahmen des Vertrags werde sich Microsoft "entscheidenden und dringenden" Anforderungen an die moderne Cloud-Infrastruktur des Pentagons annehmen.


Um den Auftrag hatte sich unter anderem auch Amazon beworben. Der weltgrößte Online-Händler galt lange als Favorit im Rennen um den Zuschlag. Nach der Vergabe hatte Amazon-Sprecher Drew Herdener sich überrascht gezeigt. Amazon Web Services sei der klare Marktführer im Cloud Computing, und eine detaillierte Bewertung der Angebote führe eindeutig zu einem anderen Schluss. Das Pentagon hatte das Vergabeverfahren dagegen als "fair" bezeichnet. Experten hatten erwartet, dass Amazon das Ergebnis vor Gericht anfechten wird.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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