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Datenträger-Verkauf: SSDs löscht man anders als Festplatten

Datenträger-Verkauf  

SSDs löscht man anders als Festplatten

20.12.2019, 13:10 Uhr | dpa

Datenträger-Verkauf: SSDs löscht man anders als Festplatten. Mehr ist nicht drin: SSD-Laufwerke mit geöffnetem (oben) und geschlossenem Gehäuse.

Mehr ist nicht drin: SSD-Laufwerke mit geöffnetem (oben) und geschlossenem Gehäuse. Die Speicherchips von SSDs müssen anders gelöscht werden als die Magnetscheiben klassischer Festplatten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Bonn/Hannover (dpa/tmn) - Wer nicht länger benötigte SSDs oder Festplatten verkauft oder verschenkt, sollte sicherstellen, dass keine Daten mehr darauf sind. Das gilt auch, wenn ein Desktop-PC oder Notebook samt Laufwerk abgegeben wird.

Wichtig zu wissen: Löschverfahren für Laufwerke mit magnetischer Datenspeicherung, also klassische Festplatten, eignen sich nicht, um auch Laufwerke mit Speicherchips (SSDs) sicher zu löschen. Und: Ein einfaches Löschen von Daten innerhalb des Betriebssystems über den Papierkorb oder ein Formatieren des Laufwerks genügt in keinem Fall.

Bei Ebay war eine SSD mit Bürgerdaten aus der Kfz-Zulassungsstelle der Stadt Coburg und dem Jugendamt des Landkreises Coburg als vermeintlich neuwertig verkauft worden. Wie das Fachmagazin "c't" (Ausgabe 1/20)herausgefundenhat, hatte ein mit dem Austausch der SSD beauftragter IT-Dienstleister die Daten nicht fachmännisch vom Laufwerk entfernt, der Behörde trotzdem eine Löschbescheinigung ausgestellt und die SSD dann auf dem Online-Marktplatz angeboten.

Doch wie löscht man Laufwerke richtig? Klassische Festplatten (HDDs) mit rotierenden Magnet-Speicherscheiben lassen sich mit speziellen Programmen wie etwaDBANhinreichend sicher löschen, wenn man die HDD von der Software sieben Mal überschreiben lässt,erklärtdas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Anders geht man bei SSDs und bei Laufwerken vor, die beide Speichertechnologien kombinieren (SSHD). Hier sollte der sogenannte Secure-Erase-Befehl ausgeführt werden, der eine auf der Festplatte hinterlegte Löschroutine anstößt, die auch defekte Speicherbereiche einschließt. Funktioniert das Anwenden von Secure Erase mit dem Verwaltungsprogramm des Festplattenherstellers nicht, empfiehlt das BSI als Alternative etwa das ProgrammParted Magic.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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