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Facebook löscht mehr als 1.000 Trump-Anzeigen

US-Wahlkampf  

Facebook löscht mehr als 1.000 irreführende Trump-Anzeigen

06.03.2020, 15:27 Uhr | str, t-online.de

Facebook löscht mehr als 1.000 Trump-Anzeigen. Donald Trump trifft Fans bei einer Veranstaltung des Senders Fox News: Facebook hat mehr als 1.000 irreführende Anzeigen der Trump-Kampagne gelöscht.  (Quelle: AP/dpa/Matt Rourke)

Donald Trump trifft Fans bei einer Veranstaltung des Senders Fox News: Facebook hat mehr als 1.000 irreführende Anzeigen der Trump-Kampagne gelöscht. (Quelle: Matt Rourke/AP/dpa)

Facebook wollte im US-Wahlkampf Neutralität wahren – und versprach, Aussagen von Politikern selbst dann zu tolerieren, wenn sie unwahr sind. Bei einer von Donald Trumps Werbekampagnen wollte das soziale Netzwerk aber nicht mehr beide Augen zudrücken.

Facebook hat mehr als 1.000 Werbeanzeigen von Donald Trumps Wahlkampagne für die im Herbst anstehende US-Präsidentschaftswahl gelöscht. Damit reagierte das Netzwerk auf US-Medienberichte über eine Serie von Anzeigen, die Trumps Kampagnenteam im Lauf der Woche auf Facebook geschaltet hatte. 

In den Postings wurden Nutzer dazu aufgerufen, an einer Umfrage teilzunehmen. Dadurch sollten Wählerdaten für den Wahlkampf gesammelt werden. Überschrieben wurde der Aufruf jedoch mit "Official 2020 Congressional District Census", also einer offiziellen Volkszählung. Auch die Trump-Wahlkampfseite war wie eine Seite der US-Regierung aufgemacht. Nach dem Ausfüllen des Fragebogens wurden Nutzer auf eine Seite weitergeleitet, auf der sie für Trumps Wahlkampf spenden konnten. 

Facebook hat die Anzeigen nach eigenen Angaben gelöscht, um Verwechslungen mit dem anstehenden "Census 2020" vorzubeugen, der offiziellen Volkszählung. Die Fragebögen dazu werden erst Mitte März verschickt. Das Ereignis steht aber schon sehr viel länger im Fokus der Öffentlichkeit.

Angst vor Manipulation der Volkszählung ist groß

Das Ergebnis der Bevölkerungszählung soll als Grundlage für weitreichende politische Entscheidungen dienen. Die Statistik könnte unter anderem über zukünftige Mehrheiten bei Wahlen entscheiden. Das Verfahren ist deshalb politisch hart umkämpft. Die Angst vor Manipulationsversuchen ist groß. Gerade bei Facebook wurden in der Vergangenheit häufiger Falschinformationen im Zusammenhang mit dem "Census 2020" verbreitet. Vergangenes Jahr kündigte das Netzwerk an, verstärkt darauf zu achten und irreführende Beiträge zu entfernen. Das gilt offenbar auch, wenn die Botschaften von dem US-Präsidenten selbst kommen. 

Verwendete Quellen:

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