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Corona-Warn-App: Wie viele App-Nutzer gibt es in meiner Nähe?

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So finden Sie heraus, ob jemand in der Nähe die Corona-Warn-App nutzt

22.06.2020, 16:38 Uhr | str, t-online.de

Video erklärt: So einfach benutzen Sie die Corona-App

Die Corona-App soll helfen, Infektionsketten möglichst einzuschränken. Mittlerweile ist das Programm auf Handys in ganz Deutschland im Einsatz. Wie die App funktioniert, erklärt t-online.de in einer anschaulichen Animation.

Im Video erklärt: Wie die Corona-App funktioniert und wie Sie sie benutzen. (Quelle: t-online.de)


Die Corona-Warn-App erfasst nur Kontakte zu Geräten, auf denen die App ebenfalls installiert ist. Doch wie oft begegnet man im Alltag anderen App-Nutzern? Entwickler haben mehrere Wege gefunden, das zu ermitteln. 

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung soll Nutzern eine Push-Nachricht schicken, nachdem sie mit einem Infizierten in Kontakt waren. Das System funktioniert allerdings nur, wenn alle Beteiligten die App installiert haben und korrekt nutzen. Erst wenn sich jemand in der App freiwillig als infiziert meldet, können Warnungen an die Nutzer verschickt werden, die in den letzten 14 Tagen ein Bluetooth-Signal von diesem Gerät empfangen haben. 

Deshalb entfaltet die App ihren vollen Nutzen erst bei einer hohen Verbreitung in der Bevölkerung. Offizielle Download-Zahlen sehen vielversprechend aus. Fünf Tage nach der Veröffentlichung wurde die App bereits mehr als 10 Millionen Mal heruntergeladen. Bei 50 Millionen Smartphones in Deutschland ist das keine schlechte Quote. 

Wie oft läuft man sich über den Weg?

Doch die entscheidende Frage für die Nutzer lautet: Wie viele App-Nutzer gibt es in meiner unmittelbaren Umgebung? Wie wahrscheinlich ist es, dass man sich über den Weg läuft? Mehrere Entwickler haben sich damit befasst, wie sie die App-Verbreitung im Alltag sichtbar machen können. Und sie haben verschiedene Lösungswege gefunden. 

Von Maximilian Golla etwa stammt die Webseite "Covid Lens". Diese zeigt Besuchern mit einem Klick auf einen Button an, ob sich Geräte in der Nähe befinden, die das für das Kontakt-Tracing nötige Bluetooth-Protokoll nutzen. Angezeigt wird dabei nur eine Liste der Mac-Adressen. Die Geräte und ihre Besitzer bleiben anonym. 

Nutzer müssen die Webseite in ihrem mobilen Chrome-Browser oder auf einem Laptop mit aktiviertem Bluetooth aufrufen, um ihre Umgebung zu scannen.

Verschlüsselte Bluetooth-Signale schützen die Privatsphäre

Die Kontakt-Tracing-App der Bundesregierung setzt auf ein privatsphärefreundliches Bluetooth-Protokoll, das Apple und Google speziell für diesen Zweck entwickelt haben. Jedes Gerät, auf dem eine entsprechende App aktiviert ist, sendet permanent verschlüsselte Bluetooth-Signale aus, die andere Geräte empfangen können. So werden beispielsweise Distanz und Dauer einer Begegnung erfasst. 


Die Entwickler machen sich das zunutzen, indem sie ebenfalls auf solche Signale "lauschen". Dabei wird jedoch lediglich erfasst, dass sich ein oder mehrere Geräte in der Nähe befinden. Es lässt sich weder ein genauer Standort bestimmen, noch der Gerätetyp oder andere Details festmachen. Auch ein gezieltes Tracking einzelner Geräte ist ausgeschlossen, da sich die IDs alle paar Minuten ändern.

Stichprobe in Bochumer Innenstadt

Die Häufigkeit der Signale lässt jedoch eine Schätzung zu, auf wie vielen Geräten die App bereits installiert ist. Bei einer Tour durch die Bochumer Innenstadt bemerkten Merlin Chlosta und Maximilian Golla bereits einen Tag nach der Veröffentlichung der App, dass sie vielerorts die Signale von 10 bis 15 Smartphones in ihrer Nähe einfangen konnten. An weniger belebten Orten sind es vermutlich deutlich weniger. 

Der Software-Entwickler Kaspar Metz hat sich aus einem Einplatinen-Mikrocontroller ein Gerät für die Hosentasche gebastelt, das einen Piepton von sich gibt, wenn ihm ein anderer App-Nutzer begegnet. Die Anleitung dafür hat er auf Github veröffentlicht. Erste Tests hätten gezeigt, dass die Corona-Warn-App in Berlin-Kreuzberg vor allem im öffentlichen Nahverkehr eifrig genutzt werde, schreibt er auf Twitter. 

Verwendete Quellen:

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