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USA pr├╝fen Verbot von chinesischer App TikTok

Von rtr, dpa, t-online, avr

Aktualisiert am 07.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Das Logo von TikTok: Die USA pr├╝fen ein Verbot der App.
Das Logo von TikTok: Die USA pr├╝fen ein Verbot der App. (Quelle: ap-bilder)
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Die chinesische Social-Media-App TikTok steht immer wieder in der Kritik. Erst k├╝rzlich hat Indien das Programm verboten. Nun denken auch die USA dar├╝ber nach.

Die USA pr├╝fen Au├čenminister Mike Pompeo zufolge ein Verbot von Social-Media-Apps aus China wie TikTok. "Es ist etwas, das wir uns anschauen", sagte Pompeo am sp├Ąten Montagabend dem Sender Fox News.

Die vom chinesischen Unternehmen ByteDance vertriebene Video-App ist in der Volksrepublik selbst nicht auf dem Markt. US-Abgeordnete haben sich besorgt gezeigt ├╝ber TikToks Umgang mit Nutzerdaten und bef├╝rchten eine Zusammenarbeit mit Chinas Geheimdiensten.

Indien nennt Sicherheitsbedenken

Auch Indien geht derzeit gegen chinesische Apps vor: Ende Juni verbot das Land TikTok und 58 weitere chinesische Apps ÔÇô aus "Sicherheitsbedenken". Das indische Informationstechnologieministerium teilte damals mit, dass es mehrere Berichte erhalten habe, wonach Nutzerdaten von einigen dieser Apps missbraucht und auf Server au├čerhalb des Landes ├╝bertragen w├╝rden.

Wie dei Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet, hat TikTok selbst erkl├Ąrt, man werde Zensurgesuche oder Bitten um Nutzer-Daten der chinesischen Regierung nicht Folge leisten. TikTok stand in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik, unter anderem wurde dem Unternehmen Zensur vorgeworfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

TikTok zieht sich aus Hongkong zur├╝ck

Aus dem Hongkonger Markt plant TikTok sich nach eigenen Angaben aber zur├╝ckzuziehen. Grund daf├╝r sei ein das neue Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit.

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Das neue Gesetz sieht vor, dass Dienste-Anbieter auf Anfrage "Identifikationsnachweise oder Hilfe bei der Entschl├╝sselung zur Verf├╝gung stellen" m├╝ssten. Das weitgehende, drakonische Gesetz richtet sich gegen Aktivit├Ąten, die aus Pekinger Sicht als separatistisch, subversiv und terroristisch betrachtet werden. Es gibt chinesischen Sicherheitsorganen weitreichende und unkontrollierte Vollmachten in Hongkong, erm├Âglicht eine Auslieferung nach China und sieht als H├Âchststrafe lebenslange Haft vor.

Douyin bleibt in HongKong

Die zensierte und in der kommunistischen Volksrepublik verf├╝gbare chinesische Plattform-Version "Douyin" werde in Hongkong aber weiter betrieben, hie├č es.

Mit dem R├╝ckzug von TikTok aus Hongkong demonstriert der chinesische Internetkonzern ByteDance einmal mehr seine schon l├Ąnger laufenden Bem├╝hungen, die internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen.

Facebook und Google wollen Daten nicht teilen

Internationale Internetkonzerne und Chatplattformen wie Facebook, WhatsApp, Google, Twitter und Telegram k├╝ndigten dagegen an, m├Âgliche Anfragen Hongkonger Beh├Ârden, Daten von Nutzern zur Verf├╝gung zu stellen, vorerst nicht zu beantworten.

Facebook teilte mit, vor weiteren Entscheidungen zun├Ąchst Menschenrechtsexperten ├╝ber die Auswirkungen des neuen Gesetzes konsultieren zu wollen. Wenn die Unternehmen nicht kooperieren, k├Ânnten ihre Dienste in Hongkong wie auch heute schon in der Volksrepublik geblockt werden.

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