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Den richtigen Umgang mit Cookie-Bannern finden

Von dpa
09.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Alles zulassen? Blo├č nicht.
Alles zulassen? Blo├č nicht. Zwei, drei Klicks mehr, und nur den unbedingt notwendigen Cookies zustimmen, lohnen sich aus Datenschutzsicht. (Quelle: Catherine Waibel/dpa-tmn./dpa)
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Berlin (dpa/tmn) - Sie sind ein st├Ąndiger Begleiter beim Surfen im Netz: Cookie-Banner erscheinen bei fast jedem Besuch einer neuen Seite. Bevor man nicht per Klick entschieden hat, ob Cookies und wenn ja, welche zugelassen werden sollen, geht es nicht weiter. F├╝r viele ist dies vor allem ein ├ärgernis, das m├Âglichst schnell verschwinden soll.

Fast die H├Ąlfte aller Internetnutzer akzeptiert laut einer Umfrage der Mailanbieter GMX und Web.de alle Cookies, ohne sich das Banner ├╝berhaupt durchzulesen. 43 Prozent sind von den Hinweisen genervt, wie eine Studie des Digitalverbands Bitkom ergab. Und das, obwohl bei einem Seitenbesuch schnell mehr als hundert dieser kleinen Datens├Ątze auf dem eigenen Rechner abgelegt werden.

Sind Cookie-Banner also vor allem eine Zumutung, die das Surfen unbequem machen? Kaum, findet Bitkom-Mitarbeiterin Rebekka Wei├č. "Jeder sollte sich damit auseinandersetzen, dass Daten verarbeitet werden." Seit 2018 die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten ist, m├╝ssen Seitenanbieter Optionen zur Cookie-Nutzung zur Auswahl stellen. Damit man nicht bei jeder neuen Seite mehrere Minuten mit dem Studium der Cookie-Richtlinien verbringt, sollte man einige grundlegende Fragen beantworten.

- Wie wichtig ist mir Datenschutz? Eine Option ist, generell alle Cookies zu akzeptieren. Und zwar dann, "wenn man einmal akzeptiert habe, dass kostenfreie Dienste monetarisiert werden m├╝ssen" - und kein Problem damit habe, dass daf├╝r die eigenen Daten verwendet werden, sagt Wei├č. Dann m├╝ssen Nutzer nur die Schaltfl├Ąche auf der "Zustimmen" oder "Alle akzeptieren" anklicken. Will man das nicht, geht es weiter zur n├Ąchsten Frage.

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- Wie bequem will ich surfen? Wer zwar Datenschutz, aber wenig Aufwand betreiben m├Âchte, braucht meist nur zwei Klicks. Neben dem "Zustimmen"-Button gibt es eine Option namens "Einstellungen" oder "Anpassen". Achtung: H├Ąufig ist diese unscheinbar grau, w├Ąhrend die Schaltfl├Ąche zur Zustimmung farbig hinterlegt ist.

Hat man den richtigen Button gefunden, verbirgt sich dahinter eine Auflistung aller Cookies, die der Seitenanbieter setzen m├Âchte. Auch hier ist "Alles akzeptieren" meist farblich hervorgehoben, es gibt aber Alternativen wie "Speichern und beenden" oder "Meine Auswahl speichern". Damit werden nur technisch notwendige Cookies gesetzt und solche, die f├╝r den Seitenanbieter unter "berechtigtes Interesse" fallen. Wer sich hier nicht sicher ist, macht mit dem n├Ąchsten Schritt weiter.

- Welche Cookie-Zwecke m├Âchte ich unterst├╝tzen? Es gibt grob drei Kategorien. Technische Cookies sind f├╝r die Funktionalit├Ąt der Webseite notwendig. Sie merken sich etwa, welche Artikel beim Online-Shopping in den Warenkorb gelegt wurden. Analytische Cookies messen das Surfverhalten, Marketing-Cookies sorgen unter anderem daf├╝r, dass auf den Nutzer zugeschnittene Werbung angezeigt wird.

"Soweit das m├Âglich ist, sollte man alles abw├Ąhlen, was nicht technisch notwendig ist", sagt Klaus Palenberg von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Am problematischsten seien Cookies, die detaillierte Nutzerprofile erstellen. Gerade bei Cookies von Drittanbietern sollte man skeptisch sein. Das Problem: Oft ist kaum ersichtlich, welche Cookies gesetzt werden, erkl├Ąrt Holger Bleich, Redakteur beim Technikmagazin "c't". Wenn im Cookie-Banner etwa nur Firmennamen aufgelistet sind, k├Ânne man allenfalls raten, welche Art von Cookie dahintersteckt.

Genauer lohnt sich ein Blick auf den Reiter "Berechtigtes Interesse". Drittanbieter-Cookies d├╝rfen darunter nicht gelistet sein, erkl├Ąrt Bleich. Ansonsten werde der Begriff aber oft "sehr sehr weit ausgelegt". Ist man sich ├╝ber die Ziele eines Anbieters nicht sicher, sollte man alle Cookie-Optionen einzeln durchgehen.

- Wie technikaffin bin ich? F├╝r wen Add-ons und Browsereinstellungen keine Fremdw├Ârter sind, der kann bereits vor dem Surfen eine ganze Menge regeln. Wer im Browser etwa das Speichern von Drittanbieter-Cookies verbietet, muss sich darum bei der Bearbeitung von Cookie-Bannern keine Gedanken mehr machen. Auch gegen Tracking-Cookies kann man so bis zu einem gewissen Grad vorgehen. Die weitere M├Âglichkeit ist, Cookies in bestimmten Intervallen zu l├Âschen. Dann ploppen beim erneuten Aufrufen der Seite allerdings auch alle Banner wieder auf.

Service:

Anleitung der Verbraucherzentrale zur Verwaltung von Cookies: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/datenschutz/cookies-kontrollieren-und-verwalten-11996

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