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Musk: Verifizierte Twitter-Konten kosten acht Dollar monatlich

Von dpa, t-online, sha

Aktualisiert am 02.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Das Twitterlogo und das Konto von Elon Musk: Der Milliardär will das Personal drastisch kürzen.
Twitter-Account von Elon Musk: Der Tech-Milliardär steht nach seiner Milliardenübernahme der Plattform unter Druck. (Quelle: IMAGO / Jakub Porzycki)
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Jetzt steht es fest: Das Twitter-Häkchen für verifizierte Accounts auf dem Dienst soll acht US-Dollar kosten. Zahlende Nutzer bekommen weitere Vorteile.

Der neue Twitter-Eigentümer Elon Musk wird die Verifikation von Nutzern kostenpflichtig machen. Die begehrten weißen Häkchen auf einem blauen Verifikationsabzeichen sollen künftig in den USA acht US-Dollar im Monat kosten, wie der Tech-Milliardär auf Twitter ankündigte.

Bislang hatte Twitter die Symbole mit dem Häkchen, die die Echtheit des Profils garantieren, kostenlos vergeben. Vor allem die Konten von Prominenten, Unternehmen, sowie Nutzern mit vielen Followern, etwa Politiker oder Journalisten, wurden damit gekennzeichnet.

In der Vergangenheit hatte es aber immer wieder kontroverse Diskussionen um die Verifizierung gegeben, da die Vergabe-Kriterien für viele User nicht transparent genug waren. Musk erklärte, bei Twitter entscheide derzeit ein "System aus Fürsten und Bauern" darüber, wer ein Häkchen habe oder nicht. "Das ist Schwachsinn."

"Beschwert euch bitte weiter, aber es kostet acht Dollar."

Musk will den Verifizierungshaken und andere Vorteile in das bestehende Abo "Twitter Blue" integrieren, das bislang Lesezeichen, einen besonderen Lesemodus sowie die Möglichkeit zur Korrektur eines bereits gesendeten Tweets umfasst.

Es ist bislang aber nur in Kanada und den USA verfügbar und kostet knapp fünf US-Dollar. Für das erweiterte Abo waren zwischenzeitlich Preise von bis zu 20 US-Dollar im Monat im Gespräch.

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Musk verteidigte nun seine Pläne. "An alle Nörgler, beschwert euch bitte weiter, aber es kostet acht Dollar." Kritiker hatten sich aber nicht nur an dem Preis für die Verifizierung gestört. Sie befürchten, dass der eigentliche Zweck des Verifizierungshäkchens gefährdet werde, nämlich die Echtheit eines Kontos zu garantieren.

Stephen King hatte sich über das Abo beschwert

Zu den Kritikern der bezahlten Häkchen gehört auch Horror-Autor Stephen King. Er teilte über seinen Account mit: "20 Dollar pro Monat, um meinen blauen Haken zu behalten? Scheiß drauf, sie sollten mich bezahlen. Wenn das umgesetzt wird, bin ich weg."

Auf Kings wütende Nachricht reagierte der neue Twitter-Chef Musk persönlich. "Wir müssen irgendwie die Rechnungen bezahlen", schrieb er. Twitter könne sich nicht nur mit Anzeigen finanzieren.

Musk will künftig die zahlenden Kunden mit weiteren Vorteilen locken. So sollen Tweets von Abo-Konten künftig bevorzugt behandelt werden. Die Abonnenten sollen außerdem nur noch die Hälfte der sonst üblichen Werbeeinblendungen zu Gesicht bekommen.

Musk steht nach der Übernahme unter Druck

Zudem sollen sie in der Lage sein, lange Videos und Audioinhalte auf der Plattform zu veröffentlichen. Gleichzeitig lud Musk Verlage ein, Inhalte hinter einer Bezahlschranke für Twitter-Blue-Abonnenten verfügbar zu machen.

Musk steht nach der Übernahme von Twitter unter Druck, den 44 Milliarden US-Dollar teuren Kauf zu refinanzieren. Neben seinem eigenen Vermögen hat er dafür Bankkredite aufgenommen und andere Investoren an Bord geholt.

Nach einem Bericht der "New York Times" hat er Twitter einen Teil der Kosten als Schulden aufgebürdet – insgesamt etwa 13 Milliarden US-Dollar. Dadurch würden jährlich rund eine Milliarde US-Dollar an Zinsen fällig, mehr als Twitter bislang im Jahr einnimmt.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • twitter.com: Account von @elonmusk
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