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Polizei warnt vor Liebesbetrug im Internet

Von dpa, sha

Aktualisiert am 10.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Love-Scamming
Ein Smartphone mit Emojis: Love-Scammer nutzen Internetplattformen, um neue Opfer zu finden. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Sicherheitsbehörden warnen vor einer Betrugsmasche im Internet, die Love-Scamming genannt wird. Dabei werden die GefĂŒhle und das Vertrauen der Opfer ausgenutzt. Auch der finanzielle Schaden sei enorm.

Vor einer besonders perfiden Art der Abzocke warnt das Landeskriminalamt in Sachsen. Beim Love-Scamming nutzen die BetrĂŒger, auch Scammer genannt, ihre Opfer schamlos aus, wie das LKA mitteilt. Auch der finanzielle Schaden sei enorm. 2020 hat es demnach 275 FĂ€lle mit einem Gesamtschaden von 4,2 Millionen Euro gegeben.

Wie gehen die BetrĂŒger vor? Alles beginnt mit einem Flirt im Internet. Die beiden Parteien sind schnell auf einer WellenlĂ€nge und die Sympathie wĂ€chst. Über Wochen oder Monate tauscht man Mails aus und gibt immer mehr Persönliches preis und meint, die große Liebe gefunden zu haben.

Frauen hÀufiger betroffen als MÀnner

Nach einem intensiven Flirt im Internet steht dann ein persönliches Treffen an. Dieses wird aber von einer GeldĂŒberweisung abhĂ€ngig gemacht: fĂŒr ein Visum oder fĂŒr den Kauf eines Flugtickets. Oder es sei ein enger Angehöriger erkrankt und benötige eine teure Operation. Oder Wertsachen und Pass seien gestohlen worden und die Hotelrechnung offen. Die GrĂŒnde, um an Geld zu gelangen, sind vielfĂ€ltig und sollen die Betroffenen noch einmal emotional packen.

Mit einem Anteil von 57,4 Prozent der GeschÀdigten waren Frauen hÀufiger betroffen als MÀnner. Gut zwei Drittel der Opfer sind 40 bis 69 Jahre alt. Bislang konnten laut LKA Sachsen 100 TatverdÀchtige ermittelt werden.

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E-Mails, Chat-Texte und Überweisungsbelege aufheben

Was kann ich tun, wenn ich Opfer eines Scammers geworden bin? Auf die Forderungen der Scammer sollte niemals eingegangen werden, teilt das LKA mit. "Überweisen Sie an Fremde kein Geld, lösen Sie fĂŒr diese keine Schecks ein oder leiten Briefe oder PĂ€ckchen weiter, bewahren Sie solche auch nicht auf", heißt es weiter.

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Außerdem sollen Opfer von Scammern eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Dabei helfen den Behörden bei den Ermittlungen gesicherte E-Mails, Chat-Texte und Überweisungsbelege. Der Kontakt zum Scammer sollte unbedingt abgebrochen werden. Im Notfall sollten Scam-Opfer sich eine neue E-Mail-Adresse und Telefonnummer zulegen.

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  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

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