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Forscher lassen Obama alles sagen - Fake News Seite jubeln

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Gefahr von Fake News  

Forscher lassen Obama sagen, was sie wollen

18.07.2017, 12:32 Uhr | Axel Schoen, t-online.de

Forscher lassen Obama alles sagen - Fake News Seite jubeln. Der ehermalige US-Präsident Barack Obama  (Quelle: imago)

Der ehermalige US-Präsident Barack Obama (Quelle: imago)

US-Forscher der Universität Washington haben ein Programm entwickelt, das Sprache perfekt in ein fremdes Video einfügt. Es gelang ihnen, eine Rede Obamas zu analysieren und ihn lippensynchron einen anderen Text sprechen zu lassen. Damit wird es leicht, Videos zu fälschen, ohne dass Zuschauer etwas merken.

Die Forscher werden ihre Ergebnisse auf der Siggraph 2017 in Los Angeles Ende Juli/Anfang August vorstellen, einer wichtigen Konferenz für Computer-Grafik und interaktive Technik. 

So gehen die Forscher vor

Die künstliche Intelligenz des Teams verwandelt Sprachaufnahmen in realistische Lippenbewegungen. Diese werden dann am Rechner in das Gesicht der Person hineinkopiert. Das Team der Universität Washington wählte für ihre Demonstration eine Rede des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, da es sehr viele Videos davon gibt. So fiel es der künstlichen Intelligenz leicht, die Mundbewegungen Obamas zu analysieren und zu lernen.

Die Forscher erläutern, dass ihre Software dies von jedem Video lernen könnte. So reichen bereits kurze Clips, beispielsweise von Videotelefonie-Programmen wie Skype oder Google Hangouts aus, um die betreffende Person zu analysieren. Trotz der schlechten und unscharfen Videoqualität waren die Tonaufnahmen meist gut. Deswegen können die Forscher die Sprachspur benutzen, um Clips mit hochwertigen Videoaufnahmen zu erzeugen.

So geht die Software vor.  (Quelle: Universität von Washington)So geht die Software vor. (Quelle: Universität von Washington)

Software kann ohne Training manipulieren

Es ist eine Herausforderung, Computern beizubringen, virtuelle Lippen synchron zur Tonspur zu bewegen. Denn Menschen beobachten sehr genau die Mundbewegungen und können sehr gut Manipulationen entlarven.

Früher mussten viele Menschen immer und immer wieder die gleichen Sätze in einem Studio aufsagen, damit der Computer diese identifizieren konnte. Dies ist mit der neuen Methode der Forscher nicht mehr nötig, da diese bereits bestehende Videos analysiert. Die vom Team entwickelten Algorithmen lernen so, Bewegungen und Sprache zu erfassen. Die Software kann also ohne Training Videos von beliebigen Personen analysieren und manipulieren. Sie lernte sogar vorauszusagen, was der Sprecher als nächstes sagen wird.

Tool könnte auch Fälschungen entlarven

Das von den Forschern entwickelt Verfahren wäre auch in der Lage, gefälschte Videos zu erkennen, in dem es die Tonspur analysiert. Die Forschen müssten nur die Algorithmen anpassen.

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