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Mobilfunkbranche plant n├Ąchste Revolution

Von dpa-afx
19.09.2017Lesedauer: 2 Min.
Frau mit Smartphone auf Stra├če
Smartphones begleiten uns heute fast ├╝berall. Mit dem neuen 5G-Standard soll in einigen Jahren eine sehr viel schnellere Daten├╝bertragung unterwegs m├Âglich sein. (Quelle: Richard B. Levine/imago-images-bilder)
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Die n├Ąchste Mobilfunk-Generation 5G soll auf weltweiten Standards beruhen. Daf├╝r sprachen sich die Teilnehmer der Konferenz 5G Summit in Dresden aus. Die Veranstaltung wird von der IEEE, dem weltgr├Â├čten Verband der Elektro- und Informationstechnik-Ingenieure, und dem 5G Lab der Technischen Universit├Ąt Dresden ausgerichtet.

Bei der Entwicklung von 5G gebe es innerhalb Europa schon eine relativ gute Einheitlichkeit, sagte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter. "Wir haben gelernt, dass es Sinn macht, weltweite Standards zu haben." Die Technik reguliere sich hier selbst, weil sich nach dem Bedarf orientiert. Das treibe das Ganze in die richtige Richtung. Schlie├člich gebe es ein Interesse daran, dass Endger├Ąte eine m├Âglichst breite Reichweite haben. Gleichzeitig dr├Ąngt die Zeit ÔÇô bereits 2019 soll die Standardisierung fertig sein.

Mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde unterwegs surfen

An der Tagung in Dresden nahmen mehr als 400 Experten teil. Dabei ging es auch um k├╝nftige Anwendungsgebiete von 5G. Die neue Generation soll Daten mit einer Geschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde ├╝bertragen - und das quasi in Echtzeit. Denn bei der sogenannten Latenzzeit wird eine Gr├Â├čenordnung von einer Millisekunde angestrebt, was der Reaktionszeit von Nervenzellen entspricht. 5G soll nicht nur beim autonomen Fahren zum Einsatz kommen, sondern auch bei der Vernetzung von Maschinen und ganzen Fabriken.

Vodafone m├Âchte nach den Worten von Ametsreiter ein Taktgeber bei der 5G-Entwicklung sein. Deshalb engagiere man sich auch am 5G Lab Germany an der TU Dresden. Es gehe darum, bei der Entwicklung mit "vorn zu bleiben". F├╝r ein hoch industrialisiertes Land wie Deutschland sei das wichtig. 5G werde die Zukunft dominieren. Es gehe weniger um "connecting people" als vielmehr um "connecting everything".

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Konferenz IEEE 5G Summit Dresden
Ein Teilnehmer der Konferenz spielt am 19.09.2017 in Dresden (Sachsen) mit dem vernetzten Roboter ┬źPepper┬╗ und testet Reaktionszeiten bei unterschiedlichen Internetgeschwindigkeiten (Quelle: Monika Skolimowska/dpa-bilder)

Mit 50 Megabit ist keine Zukunft zu machen

Gerhard Fettweis, Koordinator am Dresden 5G Lab, ist ├╝berzeugt davon, dass sich auch k├╝nftig vieles um einen Zuwachs bei den Datenraten drehen wird: "Das Sch├Âne ist, die Datenraten-Story geht weiter." Irgendwann gehe das in Richtung Terabit. Wichtig sei aber auch das "taktile Internet" - die ├ťbertragung in Echtzeit: ein Netz zur Fernsteuerung von Autos, Drohen, Roboter oder auch ganzen Fabriken.

Ametsreiter h├Ąlt es f├╝r sinnvoll, auch die Erschlie├čung der Mobilfunkstationen mit Glasfaser zu f├Ârdern. "Es w├Ąre gut und positiv, wenn man hier ein F├Ârdergesetz schafft, das es den Gemeinden und Kommunen m├Âglich macht, diese F├Ârdergelder zu nutzen und die Infrastruktur zu bauen." Inzwischen habe jeder verstanden, dass man mit 50 Megabit nicht in die Zukunft schauen k├Ânne.

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Die Experten wollten sich nicht darauf festlegen, auf welchem Gebiet 5G zuerst Impulse setzen wird. Fettweis vermutet, dass viele der Applikationen zun├Ąchst "spielerisch" kommen und nicht auf Feldern wie dem autonomen Fahren, wo es um Leben und Tod gehen k├Ânne. Denkbar h├Ąlt er allerdings Anwendungen, die dem Autofahrer mit einer Art Vogelperspektive eine bessere Sicht auf die vor ihm liegende Verkehrssituation erm├Âglichen.

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