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Bitcoin-Mining lohnt sich kaum noch

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Hohe Kosten  

Bitcoin-Mining lohnt sich kaum noch

16.03.2018, 16:09 Uhr | str, t-online.de

Bitcoin-Mining lohnt sich kaum noch. modifizierter Prozessor (Quelle: imago)

Bitcoin-Miner: Zum Schürfen von Bitcoin werden leistungsfähige Rechner benötigt - und viel Strom, um die komplizierten Rechenoperationen auszuführen (Quelle: imago)

Das Schürfen der Kryptowährung Bitcoin ist kaum noch profitabel. Das haben Analysten berechnet. Seit einigen Monaten befindet sich der Kurs der Computerwährung im Sinkflug. 

Es sei der Punkt erreicht, an dem der Handelswert einer Bitcoin nicht mehr die Kosten für die Herstellung decke. Bei einem Kurswert von aktuell knapp 8.000 US-Dollar sei Bitcoin-Mining nicht mehr profitabel, zitiert der US-Sender CNBC den Analysten Thomas Lee. 

Bitcoin werden in einem automatisierten, sehr energieaufwändigen Rechenprozess gewonnen, dem "Mining". Die "Miner", die ihre Maschinen dafür zur Verfügung stellen, werden im Gegenzug mit einem Anteil an den gewonnenen Bitcoin belohnt. Allerdings werden die Berechnungen mit der Zeit immer komplizierter und der Herstellungsaufwand wächst - solange, bis der Anreiz schließlich nicht mehr ausreicht, das System weiter zu betreiben. Dieser Punkt scheint nun langsam erreicht, sagen die Analysten. 

Ihre Rechnung basiert auf einem Modell, das die Datenspezialisten der Finanzberaterfirma Fundstrat unter der Berücksichtigung verschiedener Faktoren aufgestellt haben, darunter etwa Hardware- und Stromkosten sowie andere Posten wie Wartung und Kühlungssysteme. 

Hardware muss häufig ersetzt werden

Vor allem die Hardware-Ausstattung schlägt zu Buche, denn sie muss regelmäßig durch noch leistungsfähigere Geräte ersetzt oder erweitert werden. Für den Strom nimmt das Team einen Preis von sechs US-Cent pro Kilowattstunde an. Das liegt weit unter dem Durchschnitt, was US-Bürger zahlen.

Einige Krypto-Miner könnten deshalb vorübergehend ihre Maschinen abstellen und abwarten, bis der Preis wieder steigt, sagte der Bitcoin-Experte Shone Anstey dem Sender. "Wir vermuten, dass ein Punkt erreicht ist, an dem einige von ihnen Geld verlieren." Die meisten Miner würden wohl spätestens dann aufgeben, wenn der Bitcoin-Preis auf unter 4.000 US-Dollar fällt.

Hinzu kommt, dass sich seit der Kursrallye im vergangenen Herbst und Winter viele neue Akteure am Bitcoin-Mining beteiligen. Das bedeutet, dass mehr Teilnehmer um eine begrenzte Zahl an Bitcoin konkurrieren. Auch sinkende Transaktionsgebühren, die an die Miner abgeführt werden, haben die Gewinne geschmälert. Seit Dezember sollen sie um die Hälfte gefallen sein. 

Dass Bitcoin mit der Zeit immer mehr Strom verschlingt ist ein bekanntes Problem und einer der größten Kritikpunkte an der Digitalwährung. Mittlerweile ist der Strombedarf für Bitcoin-Mining weltweit in etwa auf das Niveau ganzer Staaten angewachsen.

Den Hype bremsen konnte der Umstand aber noch nicht. Stattdessen konzentrieren sich die großen Mining-Farmen auf Regionen, wo der Strom günstig ist oder aus natürlichen Quellen gewonnen wird. Um zum Beispiel mit chinesischen Minern konkurrieren zu können, müsste der Strompreis auf unter vier US-Cent pro Kilowattstunde sinken, rechnet Anstey vor. 

Nach dem Höhenflug ein tiefer Fall - aber nicht das Ende

Allerdings sind wirtschaftliche Anreize nicht der einzige Grund, warum Menschen Bitcoin schürfen. So gab es auch früher schon Zeitpunkte, in denen die Herstellungskosten den Marktwert überstiegen und es aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll schien, nach Bitcoin zu schürfen. Dennoch fand die Währung nach und nach Anklang bei Anwendern und Anlegern. Einen vorläufiger Höhepunkt war Ende letzten Jahres erreicht, als der Wert eines Bitcoin zeitweise bei knapp 20.000 US-Dollar lag. 

Nach wie vor gibt es Nutzer, die an die Zukunft des Bitcoin glauben oder die Anonymität des digitalen Geldes schätzen. Viele Chinesen nutzen die Währung etwa, um ihren Reichtum am Staat vorbei ins Ausland zu schaffen. Es gibt also auch weiterhin eine Nachfrage nach Bitcoin, auch wenn sie zur Zeit schwächelt. 

Verwendete Quellen:

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