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Rundfunkbeitrag soll um 86 Cent steigen: Doch es gibt Hürden

Ministerpräsidenten unterzeichnen Vertrag  

Rundfunkbeitrag soll angehoben werden

17.06.2020, 17:53 Uhr | dpa

Das ist der Rundfunkbeitrag

Jeden Monat 17,50 Euro. Und das auch, wenn ich ARD und ZDF gar nicht gucken möchte? Seit 2013 wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland über den Rundfunkbeitrag finanziert. Wer warum wie viel zahlt und welche Kritik es gibt, erklären wir hier. (Quelle: t-online.de)

Noch sind es jeden Monat 17,50 Euro: Was mit dem umstrittenen Rundfunkbeitrag passiert. (Quelle: t-online.de)


Erstmals seit 2009 soll der Rundfunkbeitrag wieder steigen. Die Ministerpräsidenten der Länder haben dafür einen Staatsvertrag unterzeichnet. Es gibt jedoch Hürden.

Die Ministerpräsidenten haben den Staatsvertrag für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf 18,36 Euro nach dpa-Informationen unterschrieben. Damit machten sie am Mittwoch bei ihrer Sitzung in Berlin den Weg frei für die noch nötigen Abstimmungen in allen Länderparlamenten zu einer Erhöhung. Der Rundfunkbeitrag würde damit seit 2009 erstmals wieder steigen.

Die Höhe kann nur verändert werden, wenn alle Länderchefs und alle Länderparlamente einstimmig zustimmen. Das Ganze könnte dann zum Januar 2021 in Kraft treten. Der Landtag von Sachsen-Anhalt gilt allerdings derzeit als Wackelkandidat, dort gibt es Gegenwind von den Fraktionen von CDU, Linke und AfD.

Im März hatten die Ministerpräsidenten beschlossen, dass der monatliche Beitrag um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen soll. Damals hatte sich Sachsen-Anhalt als einziges Bundesland enthalten. Nun hat auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) unterschrieben.

Experten rechnen mit Finanzlücke

Der Rundfunkbeitrag ist die Haupteinnahmequelle von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Was mit dem Geld passiert und wofür es genutzt wird, lesen Sie in diesem Artikel.

Die Ministerpräsidenten orientierten sich bei ihrer Entscheidung an einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten – kurz KEF. Das Expertengremium hatte Ende Februar die Beitragserhöhung auf 18,36 Euro vorgeschlagen. Die Berechnungen ergeben sich aus dem Finanzbedarf, den zuvor die Sender angemeldet hatten.

Die Experten gingen davon aus, dass es in der nächsten Beitragsperiode 2021 bis 2024 eine Finanzlücke von 1,5 Milliarden Euro geben wird – die Erhöhung des Rundfunkbeitrags soll das auffangen. Die Sender hatten einen doppelt so hohen ungedeckten Finanzbedarf angemeldet. Die Kommission machte in ihren Berechnungen aber Abstriche.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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