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Colonial Pipeline: Hackergruppen kündigen Rückzug an

Lösegeld abhanden gekommen  

Hackergruppen kündigen nach Pipeline-Angriff Rückzug an

15.05.2021, 12:29 Uhr | rtr

Treibstoff-Lage in den USA: Hackerangriff sorgt für Chaos an Tankstellen

Einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge zahlte das Pipeline-Unternehmen Colonial den Erpressern fast fünf Millionen US-Dollar.

Treibstoff in den USA: Ein Hackerangriff hat für Chaos an Tankstellen gesorgt. (Quelle: Reuters)


Angeblich haben in den USA mehrere Hackergruppen angekündigt, ihre Tätigkeiten aufzugeben. Die Mitteilung kommt nach dem Angriff auf eine Pipeline, mit tagelangen Staus an Tankstellen.

Mehrere auf Erpressung spezialisierte Hackergruppen haben nach dem Angriff auf eine zentrale US-Pipeline angekündigt, ihre Aktivitäten aufzugeben oder zurückzufahren. Darunter war am Freitag die Gruppe DarkSide, die für die Attacke auf die Leitungen des Betreibers Colonial Pipeline verantwortlich gemacht wurde. Sie habe den Zugang zu einigen ihrer Server verloren und ein Teil ihres erpressten Lösegeldes sei ebenfalls abhandengekommen, hieß es.

Eine weitere, größere Gruppe schwor Angriffen auf kritische Infrastruktur-Anlagen ab. Zunächst war unklar, ob die angeblichen Rückzieher auf Druck der USA, Furcht vor juristischen Konsequenzen bei Providern oder gar auf einen Cyberangriff einer Regierung zurückgingen.

Ransomware zielt auch auf Schulen ab

Medienberichten zufolge zahlte Colonial an DarkSide fast fünf Millionen Dollar in einer Kryptowährung. In den USA kämpfen Staat und Wirtschaft gegen eine Welle derartiger Erpressungssoftware - "Ransomware" genannt - bei der die Daten der Opfer verschlüsselt werden. Um wieder an sie zu gelangen, verlangen die Hacker Geldzahlungen. Betroffen sind auch Krankenhäuser und Schulen.

Zwei Mitglieder einer Expertengruppe bezifferten jüngst die im vergangenen Jahr erpresste Summe auf fast 350 Millionen Dollar und sprachen von einer Verdreifachung im Vergleich zu 2019. Die Fachleute sprachen sich unter anderem für eine deutlich stärkere Regulierung von Kryptowährungen wie Bitcoin aus. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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