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Ratgeber-Artikel

F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Haben Hacker Ihre Login-Daten erbeutet?

Von dpa, t-online, avr

Aktualisiert am 14.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein Log-in-Fenster (Symbolbild): Internetnutzer sollten pr├╝fen, ob ihre Anmeldedaten Opfer eines Datenlecks geworden sind. Ist dies der Fall, muss das Passwort ge├Ąndert werden.
Ein Log-in-Fenster (Symbolbild): Internetnutzer sollten pr├╝fen, ob ihre Anmeldedaten Opfer eines Datenlecks geworden sind. Ist dies der Fall, muss das Passwort ge├Ąndert werden. (Quelle: Jens B├╝ttner/ZB/dpa-bilder)
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Hacker, Spam-Versender und Betr├╝ger gelangen oft auf Umwegen an die E-Mail-Adressen und Passw├Ârter von Nutzern. Ein Online-Check zeigt, wie gro├č das Risiko ist und wann User reagieren sollten.

Datenschutz ist eine Frage des Vertrauens. Denn wer seine Kontaktdaten, Passw├Ârter und andere pers├Ânliche Informationen auf einer Webseite oder in ein Formular eingibt, muss darauf vertrauen k├Ânnen, dass diese Informationen vertraulich behandelt und sicher verwahrt werden. Leider zeigt sich immer wieder, dass viele Unternehmen das Thema Datensicherheit nicht ernst nehmen oder mit der Aufgabe ├╝berfordert sind.


So pr├╝fen Sie ihre E-Mail-Adresse auf Identit├Ątsdiebstahl

├ľffnen Sie die Internetseiten https://sec.hpi.de/leak-checker und geben Sie dort Ihre E-Mail-Adresse ein
Sieht die Antwort-E-Mail so ausm, ist alles gut, denn in den Hacker-Datenbanken sind keine Identit├Ątsdaten zu dieser Adresse zu finden.
+1

Die EU-Datenschutzbeh├Ârden k├Ânnen die verantwortlichen Unternehmen zwar zur Rechenschaft ziehen und gegebenenfalls mit einer Strafe belegen. F├╝r die Nutzer ist das jedoch wenig Trost: Sind die Daten erst einmal im Umlauf, kann sie keiner mehr zur├╝ckholen. In so einem Fall geht es nur noch um Schadensbegrenzung.

Wie findet man heraus, ob man selbst betroffen ist?

Das Bundesamt f├╝r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) r├Ąt Internetnutzern, kontinuierlich zu pr├╝fen, ob ihnen sensible Daten wie Benutzernamen und Passw├Ârter bei bekannt gewordenen Datenabfl├╝ssen gestohlen worden sind. Helfen k├Ânnen dabei Datenbanken, in die Sicherheitsforscher nach Hackerangriffen oder Datenlecks kompromittierte Zugangsdaten einpflegen. Das BSI empfiehlt dazu folgende Datenbanken:

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"Have I been pwned"

Sicherheitsexperte Troy Hunt betreibt die Abfrage-Dienste "Pwned Passwords " und "Have I been pwned?". Nutzer k├Ânnen hier ihre Mail-Adresse eingeben. Im Anschluss erhalten sie Informationen, ob die Adresse Opfer eines Datenlecks geworden ist. Klicken Sie hier, um zur Website von "Have I been pwned?" zu gelangen.

Firefox Monitor

Der Abfragedienst von Mozilla greift auf die Datenbank von "Have I been pwned?" zur├╝ck, arbeitet nahezu identisch, unterscheidet sich aber durch ein praktisches Detail: Weil das Ergebnis der Abfrage nur f├╝r den Moment g├╝ltig ist, kann man sich auf der Monitor-Seite auch mit einer Mailadresse registrieren und bekommt dann sofort Bescheid, falls eigene Daten im Netz auftauchen sollten. Hier geht es zur Website von Firefox Monitor.

Ebenfalls praktisch f├╝r Firefox-Nutzer: Der Browser schl├Ągt Alarm, wenn man auf einer Seite surft, die gehackt worden ist oder auf der es ein Datenleck gab. Unterhalb der Adressleiste ├Âffnet sich dann eine Benachrichtigung, die etwa ├╝ber den Zeitpunkt und das Ausma├č des Angriffs oder des Lecks informiert und zu einer Monitor-Abfrage r├Ąt.

Identity Leak Checker

Eine weitere Abfragem├Âglichkeit, die das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) anbietet. Auch hier m├╝ssen E-Mail-Adressen angegeben werden. Per Datenbankabgleich wird dann gepr├╝ft, ob die Mail-Adresse in Verbindung mit anderen pers├Ânlichen Daten wie Telefonnummer, Geburtsdatum oder Adresse im Internet offengelegt wurde und missbraucht werden k├Ânnte. Klicken Sie hier, um zur Website zu gelangen.

Breach Alarm

Dieser Dienst arbeitet ebenfalls mit E-Mail-Adressen. Die ad-hoc-Abfrage sowie der Monitor-Dienst mit einer Mail-Adresse sind gratis. Klicken Sie hier, um die Website von Breach Alarm aufzurufen.

F├╝r zus├Ątzlichen Schutz sorgt die bereits genannte Zweifaktor-Authentifizierung, bei der zus├Ątzlich zu den Login-Daten auch ein Code eingegeben werden muss.

Was soll ich tun, wenn meine Mail-Adresse gefunden wurde?

Sp├Ątestens wenn die eigene Mail bei einem dieser Dienste auftauche, sollten Nutzer ├╝ber ein neues Passwort und wenn m├Âglich ├╝ber eine Zwei-Faktor-Authentifizierung nachdenken, sagte Linus Neumann vom Chaos Computer Club. Was das ist und wie das funktioniert, wird hier erkl├Ąrt.

Und Achtung: Die Tatsache, dass ein Passwort nicht in dieser oder einer der anderen Datenbanken steht, bedeutet nicht, dass es sicher ist. Tipps zu sicheren Passw├Ârtern finden Sie hier.

Besonders wichtig ist ein gut abgesichertes E-Mail-Konto, weil es oft eine Art Generalschl├╝ssel f├╝r viele weitere Dienste darstellt, die Links zum Zur├╝cksetzen des Passwortes per Mail verschicken. Als Hilfsmittel zum Verwalten und Nutzen vieler verschiedener guter Passw├Ârter r├Ąt das BSI zu Passwortmanagern. Einen Ratgeber zu diesem Thema finden Sie hier.

Alte Konten l├Âschen

Zudem sollten Sie regelm├Ą├čig alte Konten l├Âschen. Wie Sie vergessene Accounts finden und l├Âschen, steht in diesem Ratgeber.

Der Grund: Je mehr unbenutzte Konten Sie haben, desto wahrscheinlicher k├Ânnen Sie Opfer eines Betrugs werden. Denn mit den Informationen aus einem Konto k├Ânnen Kriminelle h├Ąufig auch auf Daten anderer Konten zugreifen.

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  • Jan Moelleken
Von Jan M├Âlleken
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