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Smartphone-Killer: Das "NoPhone" wird zum Internet-Hit


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Das "NoPhone" wird zum Internet-Hit

Von t-online
03.11.2014Lesedauer: 2 Min.
Hand hält das NoPhone
"Erwarten Sie nichts": Für Dezember 2014 versprechen die Macher des NoPhones ein "Smartphone" mit rekordverdächtig schwacher Ausstattung. (Quelle: NoPhone Team/Facebook)
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Eine Gruppe Amerikaner und Holländer hat ein Smartphone erfunden, das fast nichts kann. Es hat weder ein Betriebssystem, noch einen Prozessor, auch Kamera und Akku fehlen – dennoch haben schon Hunderte Handy-Fans das eigenartige Ding für gut befunden und vorbestellt.

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter suchen zahlreiche Erfinder nach finanzieller Unterstützung für teils kuriose und hin und wieder auch komplett sinnfreie Produkte. Das NoPhone gehört zumindest zu den kuriosen Erfindungen. Im Wesentlichen ist es ein rechteckiger Block Plastik mit den Maßen 140 × 67 × 7,3 Millimeter, was in etwa den Ausmaßen eines 5,5 Zoll großen Smartphones entspricht. Das "Gehäuse" ist wasserdicht und bruchsicher.

Da kein Akku in dem 80 bis 100 Gramm schweren Block verbaut ist, entfalle auch das lästige Aufladen, werben die Hersteller auf ihrer Kickstarter-Seite. Auch von nervigen System-Updates bleiben die Besitzer eines NoPhone verschont.

NoPhone kann auch Selfies

Eine derart konsequente Armut an hochtrabender Technik macht das NoPhone entsprechend günstig. Wer die Entwicklung bereits vor Ablauf der Kickstarter-Aktion unterstützt hatte, konnte das Nicht-Smartphone für knapp zehn Euro vorbestellen. Etwa fünf Euro mehr kostet das NoPhone mit Selfie-Funktion. In dieser Ausführung lässt sich ein passgenauer Spiegel auf die Front des Plastikblocks kleben.

Das "Telefon" für Smartphone-Junkies

Das Projekt ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, trotzdem handele es sich um keinen Scherz, beteuert das NoPhone-Team. Die Idee kam den in New York lebenden Entwicklern bei einem "gemeinsamen" Treffen in einer Bar. Dabei fiel ihnen auf, dass jeder damit beschäftigt war, auf das Display seines Smartphones zu starren, anstatt sich miteinander zu beschäftigen. Ein Blick in die Runde verriet den Freunden, dass die Smartphone-Sucht auch viele der anderen Gäste gepackt hatte.

"Es ist überall zu sehen. Paare, die bei einem Date nicht vom Kerzenschein, sondern vom Leuchten ihrer Bildschirme umhüllt sind", klagt das Team auf Kickstarter. Auch auf Konzerten könne man die Künstler teilweise nur auf dem Display der Person vor einem erkennen. Das NoPhone solle ein satirischer Wink mit dem Zaunpfahl sein.

Der Erfolg des NoPhones spricht dafür, dass viele das Leben mit Smartphones ebenso kritisch beäugen wie die Gruppe aus New York. Das Spenden-Ziel von 5000 US-Dollar war im Vergleich zu anderen Kickstarter-Projekten zwar nicht sonderlich ehrgeizig, dennoch kann sich die erzielte Summe von über 18.000 Dollar (etwa 14.000 Euro) durchaus sehen lassen.

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