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Stiftung Warentest: Einen der besten Passwortmanager gibt es kostenlos

Stiftung Warentest  

Einen der besten Passwortmanager gibt es kostenlos

28.01.2020, 10:19 Uhr | dpa, jnm, t-online.de

Stiftung Warentest: Einen der besten Passwortmanager gibt es kostenlos. Wie war noch gleich das Passwort? Passwortmanager helfen dabei, diese Frage zu beantworten.

Wie war noch gleich das Passwort? Passwortmanager helfen dabei, diese Frage zu beantworten. Die Stiftung Warentest hat jetzt 14 solcher Programme überprüft und bewertet. Foto: Silas Stein/dpa/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Passwortmanager helfen dabei, den Überblick im Passwortdschungel zu behalten. Die Stiftung Warentest hat sich jetzt 14 Lösungen angesehen, und die gute Nachricht lautet: Schon kostenlos erhältliche Helfer sind gut. Gegen Geld gibt es aber noch bessere.

Das größte Problem für die Sicherheit persönlicher Daten sind nicht gewiefte Hacker, sondern die schlechten Passwörter überforderter Anwender. Seit Jahren führen Zeichenfolgen wie "123456", "Passwort" oder "abcdef" die Listen der beliebtesten Passwörter an.

Um Zugang zu derart "gesicherten" Nutzer-Konten zu erlangen, muss man kein Hacker sein. Kriminelle wiederum haben längst Programme, mit denen solch unsichere Varianten automatisch bei Millionen Nutzerkonten durchprobiert werden. Auf die Devise "Bei mir probiert es schon keiner" darf man sich also nicht verlassen.

An Passwortmanagern führt heute kein Weg mehr vorbei

Die Sicherheit gebietet es, dass man komplizierte Passwörter nutzt – und zwar für jeden einzelnen Dienst ein unterschiedliches. Früher hat das viel Arbeit erfordert, heute machen kleine Programme, so genannte Passwortmanager, sicheren Umgang mit Kennwörtern kinderleicht.

Die Stiftung Warentest hat sich jetzt 14 beliebte Passwortmanager genau angeschaut: Drei Passwortmanager erhielten die Note "gut", sechsmal gab es ein "befriedigend" und zweimal das Urteil "ausreichend", berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 2/2020). Drei Browser-basierte Lösungen liefen außerhalb der Bewertung.

Den Testsieger Keeper Security (rund 30 Euro pro Jahr) und das zweitplatzierte 1Password (circa 38 Euro pro Jahr) gibt es auch kostenlos, dann allerdings mit eingeschränkten Funktionen.

Auf den dritten Platz gelangte die "test" zufolge datensparsame und vor allem kostenlose Software KeePass. Ihre Nutzung setzt allerdings einiges an Technikwissen voraus.

Am einfachsten zu handhaben ist nach Einschätzung der Warentester Dashlane (40 Euro pro Jahr). Auch das kostenlose Bitwarden erhielt eine Empfehlung. Beide Programme wurden mit "befriedigend" beurteilt.

Viele Vorteile – aber auch Risiken

Der Vorteil eines soliden Passwortmanagers liegt auf der Hand: Er hilft beim Erstellen, Speichern und Verwalten komplexer und guter Passwörter. Über die Zwischenablage oder Browser-Erweiterungen werden die Anmeldedaten dann immer beim jeweiligen Dienst eingegeben.

Die Passwortmanager bringen also mehr Sicherheit und weniger Stress – aber auch ein Risiko. Vergisst man sein Master-Passwort, mit dem die gesammelten Passwörtern gesichert sind, ist guter Rat teuer. Und da die Software alle wichtigen Anmeldedaten kennt, sollte sie lieber nur auf persönlichen Geräten genutzt werden.

Browser-Lösungen erfüllen ihren Zweck

Die Tester untersuchten neben den Softwarepaketen auch die Passwortlösungen der Browser Firefox, Safari und Chrome. Alle drei bieten die Speicherung und Verwaltung von Zugangsdaten an.

Apples Safari nutzt dafür zum Beispiel den iCloud-Schlüsselbund und kann damit auf allen Geräten mit aktivem Nutzerkonto Zugangsdaten bereitstellen. Chrome verwendet das Google-Konto. Firefox nutzt den Firefox Account mit dem Synchronisierungsdienst Sync oder das Programm Lockwise.

Nach Ansicht der Tester erfüllen die Passwortmanager im Browser zwar ihren Zweck, sie haben aber einen Nachteil: Will man nicht dauernd zwischen den Browsern wechseln, muss man sich mehr oder weniger für alle Online-Tätigkeiten an einen Browser binden. Eine Note erhielten die Browser-Lösungen nicht. Die Passwortfunktionen ließen sich dafür nicht sauber genug vom Rest des Browsers trennen, so die Warentester.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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