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WhatsApp-Verbot in Behörden: So reagiert die Facebook-Tochter auf Vorwürfe


Verbot in Behörden
WhatsApp reagiert auf Vorwürfe des obersten Datenschützers

Von dpa
Aktualisiert am 18.05.2020Lesedauer: 1 Min.
Ein Nutzer tippt auf dem Smartphone: Der Datenschutzbeauftragte verbietet die WhatsApp-Nutzung in Behörden.Vergrößern des BildesEin Nutzer tippt auf dem Smartphone: Der Datenschutzbeauftragte verbietet die WhatsApp-Nutzung in Behörden. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-bilder)
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Der Bundesbeauftragte für Datenschutz Ulrich Kelber will nicht, dass WhatsApp auch in deutschen Amtsstuben Einzug hält. Das Unternehmen weist die Datenschutz-Bedenken zurück und versichert: Die Kommunikation über WhatsApp sei sicher und der Mutterkonzern Facebook habe keinen Zugriff auf die Daten.

WhatsApp hat Vorwürfe zurückgewiesen, sogenannte Metadaten seiner Nutzer an den Mutterkonzern Facebook weiterzuleiten. Ein Sprecher des Messenger-Dienstes sagte dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe), WhatsApp gebe keine Benutzerdaten weiter, um etwa zielgruppengenauere Werbung auf Facebook zu ermöglichen. "WhatsApp kann keine Nachrichten lesen, da diese standardmäßig durchgehend verschlüsselt sind", sagte der Sprecher. Nur die Menschen, die sich Nachrichten gegenseitig senden, könnten diese auch lesen.

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Behörden sollen kein WhatsApp nutzen

Wegen des Vorwurfs der Datenweitergabe hatte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, die Bundesbehörden vor einer WhatsApp-Nutzung gewarnt. Kelber hatte in einem Schreiben an alle Bundesministerien und -behörden klargestellt, dass der Einsatz von WhatsApp für eine Bundesbehörde ausgeschlossen sei.

In Kelbers Schreiben, das dem "Handelsblatt" vorlag, heißt es dem Bericht zufolge, auch wenn die Corona-Krise bei allen öffentlichen Stellen zu veränderten Kommunikationswegen führe, dürfe "in diesen schwierigen Zeiten" die Einhaltung des Datenschutzes nicht vernachlässigt werden.

"Allein durch die Versendung von Nachrichten werden jedes Mal Metadaten an WhatsApp geliefert", gibt der Datenschützer in zu bedenken. Und es sei davon auszugehen, dass diese dann unmittelbar an Facebook weitergegeben würden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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