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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

So eröffnen Sie in drei Schritten Ihr eigenes Wertpapierdepot

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 11.03.2021Lesedauer: 6 Min.
Aktien, Handel, MÀrkte: Diese Animation erklÀrt schnell und einfach, wie Börsenhandel funktioniert. (Quelle: t-online)
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Seit Jahren gibt es aufs Ersparte kaum Zinsen. Immer mehr Menschen wollen ihr Geld deshalb in Aktien und Fonds anlegen. DafĂŒr benötigen Sie ein Depot. Wie Sie das richtige fĂŒr sich finden und es eröffnen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wozu benötige ich ein Wertpapierdepot?
  • Wie eröffne ich ein Wertpapierdepot?
  • Was kostet ein Wertpapierdepot?
  • Anbieter vergleichen: Was ist das beste Depot fĂŒr mich?
  • Kann man ein Wertpapierdepot einfach wechseln?
  • Wie ĂŒbertrage ich meine Wertpapiere?

Ein Girokonto hat heutzutage fast jeder. Sie benötigen es fĂŒr die grundlegenden Dinge: Von ihm geht die Miete ab, hier geht das Gehalt ein oder Sie bezahlen im Supermarkt mit der EC-Karte Ihre EinkĂ€ufe.


Depot eröffnen in drei Schritten

Sie sind bereit, Ihr Geld zu investieren, statt es auf Girokonto oder Sparbuch zu parken? Das nötige Wissen haben Sie sich auch draufgeschafft? Dann fehlt jetzt nur noch eins: ein Depot fĂŒr Wertpapiere. Am besten eignen sich dafĂŒr Direktbanken im Internet wie die DKB, ING oder Comdirect. Beispielhaft zeigen wir Ihnen im Folgenden anhand der Consorsbank, wie Sie in wenigen Schritten ein Depot eröffnen.
Schritt 1: Depot beantragen. Sie können den Antrag fĂŒr ein Depot direkt auf der Website Ihres Anbieters ausfĂŒllen. DafĂŒr mĂŒssen Sie zunĂ€chst ein paar generelle Fragen beantworten – etwa ob Sie bereits Kunde bei der Bank sind.
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FĂŒr den Handel mit Aktien oder das Einrichten eines Fondsparplans benötigen Sie hingegen ein Wertpapierdepot. Ein Wertpapierdepot ist praktisch ein Konto fĂŒr Ihre Wertpapiere, hier finden Sie alle Ihre gekauften Aktien und andere Wertpapiere aufgefĂŒhrt. Mit dem Wertpapierdepot können Sie leicht den Aktienhandel steuern, also Wertpapiere kaufen und verkaufen.

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Am gĂŒnstigsten ist es, wenn Sie sich ein Wertpapierdepot im Internet bei einer Direktbank einrichten. Alle Informationen zu Direktbanken und ein Vergleich der grĂ¶ĂŸten Anbieter finden Sie hier. Ein Depot funktioniert dabei so Ă€hnlich wie das Onlinebanking beim Girokonto: Hier finden Sie eine Übersicht ĂŒber all Ihre Investments – und können leicht dazu- oder verkaufen.

Doch welches ist das beste Wertpapierdepot fĂŒr mich? Wo sollte ich ein Wertpapierdepot eröffnen? Und wie funktioniert das ĂŒberhaupt? t-online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wozu benötige ich ein Wertpapierdepot?

Ganz einfach: Sie benötigen es, um in Aktien, ETFs, Fonds oder andere Anlageklassen zu investieren. Ihr Depot funktioniert wie ein Bankkonto. Hier finden Sie all Ihre Investments aufgelistet. In dem Wertpapierdepot können Sie nach Anlageklassen suchen, diese auswÀhlen und per Kauf-Funktion direkt in einzelne Wertpapiere investieren.

Filialbank oder Direktbank: Wo sollte ich ein Depot eröffnen?

Beim Eröffnen eines Depots haben Sie drei Möglichkeiten: Sie können eines bei einer Filialbank, einer Direktbank oder einem Onlinebroker im Internet aufmachen.

  • Beispiele fĂŒr Direktbanken: DKB, Comdirect, Consorsbank, ING oder Norisbank

Bei einer Filialbank werden Sie persönlich beraten. DafĂŒr sind Depots bei Filialbanken deutlich teurer, als wenn Sie eines im Internet eröffnen. Bei einem Onlinebroker, also einem WertpapierhĂ€ndler im Netz, oder einer Direktbank entfĂ€llt der persönliche Service zwar. DafĂŒr aber sind die Kosten deutlich geringer als bei einer Filialbank. Lesen Sie hier, welche Depots sich fĂŒr Einsteiger eignen.

  • Beispiele fĂŒr Onlinebroker: Flatex, Smartbroker, TradeRepublic oder SBroker

Wie eröffne ich ein Wertpapierdepot?

Ein Wertpapierdepot zu eröffnen, ist kinderleicht. Da Anbieter im Internet deutlich gĂŒnstiger sind als Filialbanken, zeigen wir Ihnen im Folgenden anhand von drei Schritten, wie Sie ein Depot bei einer Direktbank oder bei einem Onlinebroker anlegen:

  • Depot beantragen: ZunĂ€chst mĂŒssen Sie einen Antrag auf der Webseite der Bank oder des Brokers ausfĂŒllen. Hier sind persönliche Daten wie Name oder Adresse gefragt. Zudem mĂŒssen Sie angeben, ob Sie bereits Erfahrung beim Aktienhandel haben oder wie viel Risiko Sie eingehen möchten. So will der Gesetzgeber verhindern, dass unerfahrene Anleger ungeeignete Produkte kaufen. Bei reinen Smartphone-Brokern geschieht all das in einer entsprechenden App. Um mit Ihrem Depot auch wirklich handeln zu können, benötigen Sie noch ein sogenanntes Verrechnungskonto. Das eröffnen Sie am einfachsten bei der Direktbank oder dem Broker, bei dem Sie auch Ihr Depot aufmachen möchten.
  • IdentitĂ€t feststellen: Anschließend will der Anbieter Ihre IdentitĂ€t ĂŒberprĂŒfen. Denn Banken und Broker mĂŒssen sicher sein, dass der Antrag tatsĂ€chlich von Ihnen stammt. Das lĂ€uft ĂŒber das Post-Ident-Verfahren oder das Video-Ident-Verfahren. Im ersten Fall bestĂ€tigt ein Postmitarbeiter in einer Filiale Ihre IdentitĂ€t, indem Sie ihren Personalausweis vorzeigen. Im zweiten Fall geschieht dies per Video-Chat mit dem Anbieter – direkt von Ihrem Computer oder Smartphone aus.
  • Depot aktivieren: Nun mĂŒssen Sie darauf warten, dass Ihnen der Anbieter die Unterlagen zuschickt, mit denen Sie Ihr Depot aktivieren können. Das geschieht in der Regel per Post. Es gibt allerdings auch Broker und Banken, die Ihnen alles per E-Mail zusenden. Dann folgen Sie den Schritten in der Anleitung. Nun können Sie loslegen und Aktien, Anleihen, Fonds oder ETFs kaufen. Alternativ können Sie auch einen Sparplan einrichten.
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Was kostet ein Wertpapierdepot?

Ein Wertpapierdepot allein kostet maximal DepotgebĂŒhren. Diese GebĂŒhren fĂŒrs Eröffnen sowie das FĂŒhren des Depots entfallen jedoch meist bei Internetanbietern wie Direktbanken oder Onlinebrokern. Doch wenn Sie ĂŒber das Wertpapierdepot mit Aktien handeln möchten, fallen weitere Kosten an. Ein Überblick:

  • OrdergebĂŒhren: Bei jedem Kauf oder Verkauf von Aktien mĂŒssen Sie OrdergebĂŒhren an den Depotanbieter zahlen. Das sind bei Onlinebrokern und Direktbanken meist PauschalbetrĂ€ge von fĂŒnf bis zehn Euro. Bei manchen Anbietern ist auch eine bestimmte Anzahl an Ordern kostenlos, die billigsten Broker bieten inzwischen sogar eine Flatrate ein, bei der Sie fĂŒr einen monatlichen Betrag so viel handeln können, wie Sie wollen.
  • Handelsplatz-GebĂŒhren: Zu den OrdergebĂŒhren an den Depotanbieter kommen GebĂŒhren des Handelsplatzes, also Börsenentgelte. Je nachdem, wo ein Broker oder eine Direktbank Ihre gewĂŒnschten Aktien oder Anleihen kauft oder verkauft, können diese GebĂŒhren schwanken. Auch je Anlageklasse kann der Preis dabei von Handelsplatz zu Handelsplatz variieren. GĂŒnstiger als der Börsenhandel ist in der Regel, Ihre Bank zu beauftragen, bei einem sogenannten DirekthĂ€ndler zu kaufen. Damit ist ein WertpapierhĂ€ndler gemeint, der Aktien und Fondsanteile auf Vorrat hĂ€lt. In diesem sogenannten "außerbörslichen Handel" sind Aktien und Fondsanteile oft billiger, da Sie die BörsengebĂŒhren sparen.
  • Nebenkosten: Kursgewinne ĂŒber dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro mĂŒssen in Deutschland besteuert werden. Die sogenannte "Abgeltungssteuer" betrĂ€gt pauschal 25 Prozent auf den Ertrag.

Anbieter vergleichen: Was ist das beste Depot fĂŒr mich?

Bevor Sie ein Wertpapierdepot eröffnen, sollten Sie vorher verschiedene Anbieter miteinander vergleichen. Nutzen Sie dazu am besten einschlÀgige Portale im Internet. Folgende Kriterien sollten Sie beim Vergleich beachten:

  • Kosten: Wie hoch sind die Kosten pro Order? Fallen gar Kosten fĂŒr das Depot selbst an? Die Kosten sind in jedem Fall entscheidend, da diese Ihre Rendite, genannt Ertrag, verringert.
  • Auswahl: In wie viele Fonds, Aktien oder ETFs können Sie Ihr Geld anlegen? Das ist deshalb entscheidend, wenn Sie spezielle Vorlieben beim Investieren haben.
  • Sparplan: Ist es möglich, einen Sparplan einzurichten? Was kostet das? In welche ETFs oder Fonds kann ich mein Geld anlegen? Diese Fragen sind wichtig, wenn Sie vorhaben, einen Sparplan einzurichten.
  • Nutzerfreundlichkeit: Besonders fĂŒr Einsteiger ist es wichtig, dass Sie sich in Ihrem Wertpapierdepot zurechtfinden. Hier kommt es vor allem darauf an, ob das Depot eine benutzerfreundliche OberflĂ€che aufweist, also nicht zu kompliziert aufgebaut ist. Doch Sie sollten auch darauf achten, wenn Ihnen das wichtig ist, ob die Direktbank oder der Onlinebroker eine App anbieten, mit der Sie auf Ihr Wertpapierdepot zugreifen können.

Kann man ein Wertpapierdepot einfach wechseln?

Ja, das geht. Wenn Sie mit Ihrem Depotanbieter unzufrieden sind oder Sie ein anderer Anbieter mit besseren Konditionen lockt, können Sie auch Ihr Wertpapierdepot wechseln. FĂŒr einen solchen Depotwechsel fallen keine Kosten an. Das wĂ€re in Deutschland verboten.

Der Depotwechsel funktioniert in der Regel sehr leicht. Wir zeigen Ihnen, wie es geht:

  • Neues Wertpapierdepot: ZunĂ€chst mĂŒssen Sie ein Wertpapierdepot bei einer anderen Bank oder einem anderen Onlinebroker eröffnen.
  • Depotwechsel bestĂ€tigen: Anschließend mĂŒssen Sie ein entsprechendes Formular ausfĂŒllen und somit den Wechsel bestĂ€tigen. Dieses Formular finden Sie meist direkt online bei Ihrem Depotanbieter.
  • Abwarten: Nun heißt es fĂŒr Sie Warten, bis Ihre Wertpapiere in dem neuen Depot eingetroffen sind. Wie lange die Übertragungen Ihrer Papiere dauert, lĂ€sst sich nicht sagen – in der Regel aber nicht lĂ€nger als einige Tage. Bei Wertpapieren auf einem auslĂ€ndischen Depot kann ein Wechsel auch einige Wochen in Anspruch nehmen. Wichtig: WĂ€hrend des Depotwechsels können Sie Ihre Wertpapiere nicht verkaufen. Das sollten Sie bedenken, bevor Sie Ihr Wertpapierdepot wechseln möchten.

Gut zu wissen: Es ist in der Regel nicht möglich, dass Fonds-BruchstĂŒcke mitumziehen. Diese entstehen, wenn Sie beispielsweise in einen Sparplan eingezahlt haben und je nach Kurs einen ganzen Fondsanteil oder nur einen Teil erworben haben. Einige Direktbanken bieten dafĂŒr einen "Umzugsservice" an. Der Anbieter kĂŒmmert sich darum, dass Ihre Aktien und Fondsanteile ĂŒbertragen werden – und verkauft die in Ihrem Depot verbliebenen BruchstĂŒcke.

Wie ĂŒbertrage ich meine Wertpapiere?

Der Übertrag Ihrer erworbenen Anlagen auf eine andere Person ist in der Regel sehr einfach. Sie mĂŒssen dazu nur ein Formular auf der Webseite des Onlinebrokers oder der Direktbank ausfĂŒllen. GrundsĂ€tzlich sollten Sie zwei unterschiedliche FĂ€lle beachten:

  • Übertrag auf einen Bekannten: Wenn Sie Ihr Depot auf einen Bekannten ĂŒbertragen wollen, zĂ€hlt das rechtlich als Verkauf. Das bedeutet, Sie mĂŒssen auf erwirtschaftete ErtrĂ€ge Steuern bezahlen. Das sind pauschal 25 Prozent an Abgeltungssteuer fĂŒr ErtrĂ€ge ĂŒber dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro.
  • Übertrag auf einen Verwandten: Wenn Sie Ihr Depot auf einen Verwandten ĂŒbertragen wollen, fĂ€llt keine Abgeltungssteuer an, weil es rechtlich als Schenkung gilt. Allerdings kann hier die Erbschafts- oder Schenkungssteuer greifen. Die setzt aber erst ab einem Depotwert von 20.000 Euro an, wenn Sie Ihr Depot an Geschwister oder Eltern ĂŒbertragen. Wenn Sie es Ihrem Kind schenken wollen, gilt die Freigrenze bis 400.000 Euro, bei einem Ehepartner von 500.000 Euro.

Dauer eines Übertrags
Bis alle Aktien, Anleihen und Fondsanteile auf dem Depot angekommen sind, dauert es in der Regel zwei Wochen. In bestimmten FĂ€llen – etwa wenn es auslĂ€ndische Aktien sind – kann der Übertrag auch noch lĂ€nger dauern.

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Von Jule Damaske
Deutschland
Ratgeber Aktien










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