Sie sind hier: Home > Finanzen > Geld > Geldanlage >

Gold, Öl und Co: Wann Rohstoff-Anlagen sinnvoll sind

Gold, Öl und Co  

Wann Rohstoffanlagen sinnvoll sind

30.06.2019, 09:21 Uhr | sm, t-online.de

Gold, Öl und Co: Wann Rohstoff-Anlagen sinnvoll sind. Goldbarren und Goldmünzen: Investitionen in Rohstoffe können direkt, wie in Gold, getätigt werden. In Agrar- oder Energierohstoffe kann nur indirekt investiert werden. (Quelle: Getty Images/GM Stock Films)

Goldbarren und Goldmünzen: Investitionen in Rohstoffe können direkt, wie in Gold, getätigt werden. In Agrar- oder Energierohstoffe kann nur indirekt investiert werden. (Quelle: GM Stock Films/Getty Images)

Rohstoffe sind bei vielen Anlegern begehrt. Sie sollen das Risiko im Portfolio breiter streuen und vor Geldentwertung schützen. Aber können Gold, Öl oder Weizen als Anlagen wirklich halten, was sich viele von ihnen versprechen?

Privatanleger können in jeden Rohstoff investieren. Dazu zählen Edelmetalle, Energieträger wie Öl und Gas, Industriemetalle oder Agrarprodukte. Doch die Risiken sind mitunter hoch. Auch eignen sich Rohstoffinvestments nicht für die Direktanlage – also den Kauf des Rohstoffs selber. Eine Ausnahme sind die Edelmetalle Gold, Silber oder Platin, die sich auch ein Privatanleger in Form von Münzen oder Barren in den Tresor oder das Schließfach legen kann. Allerdings kommen hier noch die Anschaffungs- und Lagerkosten sowie mögliche Kosten für eine Versicherung hinzu.

Investition in Energieträger aus Landwirtschaft

In Energieträger und Rohstoffe aus der Landwirtschaft können Anleger nur indirekt investieren – über aktiv verwaltete Investmentfonds, passive börsengehandelte Fonds (ETFs/ETCs) oder Zertifikate für einzelne Rohstoffe. Die Kosten sind vergleichsweise gering und es ist jederzeit möglich, die Anlage an der Börse zu verkaufen.

Während eine Goldanlage den Wert des Vermögens absichern soll, spekulieren Anleger bei Erdöl, Industriemetallen oder Weizen auf einen steigenden Wert. Sie erwarten zum Beispiel einen erhöhten Energieverbrauch, umfangreiche Infrastrukturprogramme und eine wachsende Weltbevölkerung – wodurch es langfristig höhere Lebensmittelpreise geben könnte.

Aussichten und Risiken

Mit Investitionen in Rohstoffe können Anleger das eigene Vermögen diversifizieren und ihr Risiko breiter streuen. Allerdings können die Preise von Rohstoffen innerhalb kurzer Zeit stark steigen – aber auch fallen. Das muss nicht per se schlecht sein. Denn Anleger können bei Rohstoffinvestments auch auf fallende Kurse setzen. Das ist jedoch etwas für erfahrene Anleger. Denn die Geldanlage in Rohstoffe birgt Risiken. Sie unterliegt vielfältigen – auch politischen und wirtschaftlichen – Einflussfaktoren, die zu stark schwankenden Kursen und damit zu Verlusten führen können.

Geopolitische Risiken: Durch Rohstoffe holen sich Anleger oft geopolitische Risiken ins Depot, die sie zuvor nicht in Betracht gezogen habe. So werden viele Rohstoffe in teilweise instabilen Schwellenländern abgebaut. Zusätzlich werden Stoffe wie das Rohöl von Institutionen wie der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) kontrolliert, die den Preis direkt beeinflussen.

Währungsrisiken: Ein weiteres Risiko bringt die Währung mit sich. Denn viele Rohstoffe werden in US-Dollar gehandelt. Hier spielen zum einen das Auf und Ab des Dollarkurses an sich eine Rolle sowie auch der sich verändernde Wechselkurs zum Euro.

Keine Dividende oder Zinsen: Zudem schütten Rohstoffe keine Erträge in Form von Dividenden oder Zinsen aus.

Emittentenrisiko: Erwerben Anleger Rohstoffe über Zertifikate – und damit über Schuldverschreibungen der Inhaber – besteht auch ein Kreditrisiko. Wer diese Anlageform wählt, sollte sich Zertifikate verschiedener Herausgeber ins Portfolio legen.

Portfoliodiversifikation: Anleger sollten nur einen Teil ihres Geldes in Rohstoffe anlegen. Ihr Anteil am Gesamtportfolio sollte in der Regel nicht mehr als zehn Prozent betragen. Dann eignen sich Rohstoffe auch für eine defensive Vermögensstrategie. Voraussetzung ist, dass der Anleger die Preismechanismen von Rohstoffe kennt. Das Portfolio als solches sollte zudem ausreichend groß, ausgewogen und langfristig ausgerichtet sein.

 

 
Einstiegschancen für Anleger

Unerfahrene Anleger sollten zunächst mit Mischfonds sowie Investmentfonds bzw. ETFs anfangen. Sie legen einen Teil in einzelne Rohstoffe oder Rohstoffkörbe an. Investments in Aktienfonds – und somit in Unternehmen aus der Rohstoffbranche –sollten gut kalkuliert sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Stiftung Warentest

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Erstellen Sie jetzt 100 Visiten- karten schon ab 9,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal