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ABSI statt BMI: Neues Messverfahren soll Body Mass Index ersetzen


Neuer Index soll BMI ersetzen

ag, stw

Aktualisiert am 18.03.2014Lesedauer: 3 Min.
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BMI: Neuer Index soll BMI ersetzen.
Wissenschaftler haben eine Alternative zum Body Mass Index entwickelt, der sogenannte ABSI (A Body Shape Index) berücksichtigt auch den Bauchumfang. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Bin ich wirklich zu dick? Diese Frage wird in der Regel mit dem Body Mass Index (BMI)

Der Forscher Nir und sein Vater Jesse Krakauer haben für ihre Studie, die im Magazin "Plos One" erschienen ist, die Daten von rund 7.000 britischen Erwachsenen analysiert, die seit der Mitte der 1980er Jahre bis 2009 im Rahmen der "Health and Lifestyle Survey (HALS)" erhoben wurden. Die Datenlage zeigt, dass bis 2009 rund 2.200 Probanden verstorben waren.

Hoher ABSI, früher Tod?

Anschließend verglichen die Forscher die Gesamtsterblichkeit der HALS-Probe mit den ABSI-Daten, die auch andere Variablen wie Taillenumfang, Größe und Gewicht berücksichtigen. Das Ergebnis der Wissenschaftler: Je höher der ABSI-Wert, desto wahrscheinlicher sei ein früherer Tod. Zudem fanden sie heraus, dass der ABSI trotz dynamischer Abweichungen ausreiche, um die Sterblichkeitswahrscheinlichkeit für mindestens 20 Jahre nach der Messung vorauszusagen.

ABSI-Wert lässt sich schwer interpretieren

Der ABSI-Wert kann zwar relativ einfach mit Hilfe eines Online-Rechners berechnet werden, doch ganz so einfach wie der Body Mass Index lässt er sich nicht interpretieren. Der ABSI-Wert einer 1,75 Meter großen Frau, die 83 Kilogramm wiegt und einen Bauchumfang von 90 Zentimetern hat, beträgt: 0,0754. Damit läge sie im Normalbereich. Berechnet man für diese Frau den BMI, wäre sie mit einem Wert von 27,1 übergewichtig. In Deutschland wird der ABSI-Wert in der klinischen Praxis noch nicht angewandt. Aufgrund seiner Komplexität ist er für den Laien in seiner jetzigen Form nur bedingt geeignet.

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Messung kann abweichen

Der ABSI weist noch weitere Schwächen auf, denn die Werte können stark variieren, je nachdem wo man den Hüftumfang misst. Für die Studie von Nir und Jesse Krakauer wurde der Hüftumfang oberhalb des Hüftknochens gemessen. Andere Methoden sehen vor, am Bauchnabel oder in der Mitte zwischen dem unteren Rippenbogen und der Oberkante des Hüftknochens zu messen. Somit kann das je nach Figur einen deutlichen Unterschied ergeben.

ABSI hat weitere Schwachpunkte

Problematisch ist das Verfahren auch noch unter einem weiteren Gesichtspunkt: "Wenn über ABSI Voraussagen in Bezug auf das Mortalitätsrisiko gemacht werden, werden dabei andere wichtige Parameter nicht berücksichtigt", sagt Dr. Tatjana Schütz, Ernährungswissenschaftlerin am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositas-Erkrankungen in Leipzig. Hierzu gehört vor allem die Krankheitsgeschichte des Patienten. Wenn dieser beispielsweise an Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen leide, sei sein persönliches Risiko umso höher. Außerdem seien auch Kriterien wie körperliche Aktivität, Rauchen oder Ernährungsweise wichtig. In diesem Sinne sei der ABSI nur ein Richtwert, der immer in Verbindung mit anderen Parametern gesehen werden muss.

Body Mass Index nur begrenzt aussagekräftig

Auch der Body Mass Index, kurz BMI genannt, steht bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Er wird berechnet aus dem Körpergewicht (in Kilogramm) geteilt durch Körpergröße (in Metern) zum Quadrat. Das Ergebnis ist bei Normalgewichtigen ein Wert zwischen 19 und 25. Darüber liegende Werte zeigen laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Übergewicht an.

Doch der Wert ist umstritten. So basiert der BMI allein auf dem Gewicht und berücksichtigt beispielsweise nicht den individuellen Körperbau. "Das Ergebnis macht somit keine Aussage darüber, wie sich das Gewicht von Muskeln, Fett und Wasser im Körper verteilt", sagt Schütz. Darin liege ein wesentlicher Schwachpunkt der Methode. Folgendes Beispiel verdeutlicht das: So haben Menschen mit hoher Muskelmasse, zum Beispiel Bodybuilder, einen verhältnismäßig hohen Body-Mass-Index, auch wenn sie wenig Körperfett besitzen.

Dick ist nicht gleich dick

Überschüssige Fettpolster werden ohnehin erst dann zum Problem, wenn sie dem Menschen schaden. Ein Wert zwischen 25 und 30 gilt beispielsweise nur als leichtes Übergewicht. Wer für sich einen BMI in diesem Bereich ermittelt, sollte aber wissen, dass seine Gesundheit möglicherweise gefährdet ist. Als unproblematisch gilt ein hoher BMI nur in Verbindung mit einer großen Muskelmasse. Doch auch das Körperfett schadet nicht immer. Reiterhosen oder Speck an Beinen und Po gelten als relativ ungefährlich. Das tiefer liegende Fett im Bauchraum hingegen fördert die Entstehung verschiedener Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen, wie neuere Studien zeigen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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