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Kurz und intensiv: Beim EMS-Training ist die Dosis wichtig

Kurz und intensiv  

Beim EMS-Training ist die Dosis wichtig

22.09.2020, 05:02 Uhr | dpa

Kurz und intensiv: Beim EMS-Training ist die Dosis wichtig. Bei EMS-Training tragen Sportlerinnen und Sportler eine verkabelte Weste und Manschetten, über die elektronische Impulse an den Körper weitergeleitet werden.

Bei EMS-Training tragen Sportlerinnen und Sportler eine verkabelte Weste und Manschetten, über die elektronische Impulse an den Körper weitergeleitet werden. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Beim EMS-Training werden Muskeln mit elektronischen Impulsen stimuliert. Die Einheiten sind mit rund 20 Minuten kurz. Doch zu unterschätzen ist das Training deshalb nicht, warnt der Sportmediziner Prof. Klaus Völker in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 10/2020). Zu intensives und zu häufiges EMS-Training könne - genau wie übertriebenes Krafttraining - Muskulatur zerstören.

Doch die Risiken seien kalkulierbar, wenn der Trainer sein Handwerk beherrsche, die Stromspannung angemessen justiere und berücksichtige, wie belastbar der Kunde ist, so der Experte.

Mittelmäßiges Testergebnis

Trainer sollten eine Grundqualifikation im Sportbereich und eine Zusatzqualifikation als EMS-Trainer haben, empfiehlt die Stiftung Warentest. Sie hat sechs große EMS-Anbieter in Deutschland getestet. Das Ergebnis ist im Sinne der Noten mittelmäßig - die Gesamtbewertungen liegen zwischen 2,5 und 3,3.

Ein Vorteil des EMS-Trainings besteht laut Völker darin, dass mehr Muskelgruppen gleichzeitig trainiert werden als bei konventionellem Krafttraining und die Muskeln durch die elektronischen Impulse bis in die tiefen Schichten gekräftigt werden. So wirke EMS für den Rücken überdurchschnittlich und könne Verspannungsschmerzen vorbeugen und sie nachweisbar lindern.

Aber: Es ersetzt den Warentestern zufolge weder Ausdauersport noch Beweglichkeitstraining. Es sei auch eher unwahrscheinlich, dass man nur mit EMS-Training viel Gewicht abnehmen könne.

Für viele geeignet - aber nicht für alle

Die Einstiegshürden sind gering: Ob alt oder jung, trainiert oder untrainiert - das spielt keine Rolle. Unter anderem Schwangere, Menschen mit Herzrhythmusstörungen, Diabetes oder Krebs sowie Personen mit implantiertem Herzschrittmacher sollten allerdings kein EMS-Training machen.

EMS-Studios, welche sich an der offiziellenDIN-Normorientieren, dürfen Anfängern nur ein Training pro Woche anbieten. Ab der elften Trainingswoche ist es in Ordnung, wenn mindestens vier Tage zwischen den Einheiten liegen. Wichtig ist auch, dass ein Trainer maximal zwei Personen gleichzeitig betreuen darf.

Und die Kosten? Der Wochenbeitrag bei den getesteten Studios lag zwischen rund 20 und 40 Euro. Dazu kommt noch eine einmalige Gebühr zwischen 50 und 200 Euro, etwa für Beratung, Analyse, Trainingskarte - zum Teil gibt es dafür auch schon die notwendige Funktionskleidung, die man unter der Weste und den Manschetten trägt. Diese muss man sich sonst noch zulegen, oder man mietet sie gegen Gebühr.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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