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Versandapotheken im Test: Viele sind "mangelhaft"

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 24.10.2017Lesedauer: 2 Min.
Medikamentenkauf im Internet
Online-Versandapotheke: Stiftung Warentest nimmt Anbieter unter die Lupe. (Symbolbild) (Quelle: imago/Bernhard Classen)
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Sowohl rezeptfreie als auch Medikamente auf Rezept können Patienten heute bequem im Internet oder per Telefon bestellen. Dabei werden sie allerdings nicht immer so beraten wie vorgesehen, hat die Stiftung Warentest herausgefunden.

Medikamente können ganz schön ins Geld gehen. Billiger geht es häufig, wenn man sie im Internet bestellt. Einem aktuellen Test der Stiftung Warentest zufolge bekommen Patienten rezeptfreie Arzneimittel bei Versandapotheken bis zu 70 Prozent günstiger als ihr Listenpreis. Aber: Bei der Beratung hapert es. Keine der 18 getesteten Versandapotheken kam deshalb insgesamt über ein "befriedigend" hinaus.

Seriöse Anbieter erkennen

Grundsätzlich sollten Verbraucher Medikamente nur bei in Deutschland zugelassenen Apotheken bestellen, rät das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Das EU-Sicherheitslogo – ein weißes Kreuz vor grün gestreiftem Hintergrund – kennzeichnet die Seiten seriöser Anbieter. Klicken Nutzer das Logo an, gelangen sie auf den Registriereintrag des Händlers auf der DIMDI-Webseite.

Sinnvoll ist das Bestellen per Klick oder Telefon nur, wenn Patienten ein Medikament nicht ganz dringend benötigen. Denn ein paar Tage dauert es schon, bis das Päckchen ankommt.

Beratung? Kaum vorhanden

Genauso wie Vor-Ort-Apotheken sind auch Versandapotheken verpflichtet, den Patienten zu beraten und zum Beispiel über Neben- oder Wechselwirkungen aufzuklären. Im aktuellen Test war das nicht immer der Fall. Im Test der Vor-Ort-Apotheken im Jahr 2014 berieten die Apotheker in der Filiale allerdings häufig auch nicht viel besser.

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Die Stiftung rät Patienten, bei der Bestellung eines neuen Medikaments im Netz genau anzugeben, welche Medikamente sie bereits einnehmen und ob sie Vorerkrankungen haben. Zudem sollten sie ihre Telefonnummer mit angeben, damit die Mitarbeiter Rückfragen stellen können. Ist das Päckchen eingetroffen, sollten Kunden genau auf etwaige schriftliche Hinweise zu Neben- und Wechselwirkungen achten. Wer noch Fragen hat, kann auch bei einer Versandapotheke anrufen.

Besonders verwirrend und teilweise irreführend ist, laut Stiftung Warentest, die Vielzahl an Werbeeinblendungen. Dies beeinträchtigt die Orientierung der Nutzer negativ.

Die Testsieger

Die Apotheken Europa-apotheek.com, Shop-apotheke.com und Versandapo.de schnitten im Test am besten ab. Sie erhielten neben sechs anderen Anbietern jeweils das Testurteil "befriedigend". Neun Apotheken schnitten "ausreichend" oder gar "mangelhaft" ab – unter ihnen auch mycare.de. Dieser sehr bekannte Anbieter wurde, vor allem auf Grund der fachlichen Qualität, mit "mangelhaft" bewertet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow
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