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Ibuprofen und Alkohol: Besser nicht kombinieren?


Schmerzmittel und Alkohol – bedenklich oder nicht?


Aktualisiert am 01.04.2023Lesedauer: 2 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Mann mit Tabletten in der linken und einer Bierflasche in der rechten Hand.
Wer Schmerzmittel wie Ibuprofen einnimmt, sollte die Einnahmehinweise beachten. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images)

Nach der Schmerztablette ein Glas Wein oder Bier? Lesen Sie, ob Alkohol in Kombination mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol problematisch ist.

Wer etwa vor einer Feier eine Schmerztablette mit Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen hat, stellt sich möglicherweise die Frage, ob Alkohol nun tabu ist – oder ob man sich doch das ein oder andere Glas erlauben kann.

Wie gut vertragen sich Schmerzmittel mit Alkohol? Um die Frage zu beantworten, hilft zunächst ein Blick in den jeweiligen Beipackzettel. Bei Wirkstoffen wie Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (ASS) ist dort in der Regel zu lesen, dass auf Alkohol verzichtet werden sollte, solange das Medikament wirkt.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen kann Alkohol die Wirkung verschiedener Medikamente beeinträchtigen, aber auch zu teils gefährlichen Wechselwirkungen führen. Zum anderen trägt Alkohol bei akuter Krankheit nicht zur Genesung bei. Im Gegenteil: Alkohol entzieht Energie, die der Körper eigentlich benötigt, um die Erkrankung zu bekämpfen.

Ibuprofen: Alkohol kann Nebenwirkungen verstärken

Bei Schmerzen oder Fieber greifen viele zu Wirkstoffen aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac. Diese sind in niedriger Dosis rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und haben einen entzündungshemmenden, schmerzlindernden und fiebersenkenden Effekt.

Alkohol kann unerwünschte Wirkungen dieser Medikamente verstärken. Dazu zählen vor allem Beschwerden des Magen-Darm-Trakts. Die Kombination aus Schmerzmitteln und Alkohol kann dem Verdauungstrakt schaden. Insbesondere steigt das Risiko für Magen-Darm-Blutungen und Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren. Daher sollten Personen, die Ibuprofen oder andere Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR einnehmen, lieber keinen Alkohol trinken.

Hinzu kommt, dass Schmerzmittel wie Ibuprofen in höherer Dosierung zu Müdigkeit oder Schwindel führen können. Bei manchen Personen kann das Reaktionsvermögen verändert sein. Kommt Alkohol hinzu, können diese Nebenwirkungen verstärkt werden, was die Unfallgefahr erhöht – etwa beim Bedienen einer Maschine.

Manche Fachleute sind der Ansicht, dass bei gesunden Personen Alkohol in geringen Mengen in Kombination mit NSAR vertretbar ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte jedoch besser auf Alkohol verzichten.

Paracetamol und Alkohol: Leberschäden möglich

Auch Paracetamol kommt in der Selbstmedikation häufiger zum Einsatz. Es zählt nicht zu den NSAR, hilft aber ebenfalls gegen Schmerzen und Fieber.

Paracetamol belastet die Leber. Dies kann vor allem in Kombination mit verschiedenen anderen Arzneimitteln das Risiko erhöhen, einen Leberschaden zu bekommen. Das gilt auch im Zusammenhang mit Alkohol: Wer Paracetamol nimmt und regelmäßig Alkohol konsumiert beziehungsweise alkoholkrank ist, riskiert Leberschäden bis hin zum Leberversagen. Paracetamol sollte daher nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden. Wer bereits eine vorgeschädigte Leber hat, sollte Paracetamol nicht oder nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt einnehmen.

Im Zweifel beraten lassen

Grundsätzlich ist Alkohol im Zusammenhang mit Schmerzmitteln also keine gute Kombination. Manche Menschen nehmen über einen längeren Zeitraum hinweg Schmerzmittel ein. Inwieweit sie Alkohol konsumieren dürfen, sollte eine Ärztin oder ein Arzt individuell entscheiden.

Wer akut krank ist und etwa Schmerzen oder Fieber hat, sollte auf Alkohol möglichst verzichten – nicht zuletzt, weil die Beschwerden darauf hinweisen, dass der Körper Erholung braucht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Verwendete Quellen
  • "Alkohol und Medikamente". Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.kenn-dein-limit.info (Abrufdatum: 28.3.2023)
  • "Medikamente und Alkohol". Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.kenn-dein-limit.info (Abrufdatum: 28.3.2023)
  • " Arzneimitteleinnahme und Alkohol – worauf ist zu achten?". Online-Informationen von PTAheute: www.ptaheute.de (Stand: 9.2.2023)
  • "Rezeptfreie Schmerzmittel sicher anwenden". Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 16.6.2021)
  • "Wechselwirkungen von Alkohol und Medikamenten". Online-Informationen der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs: www.zfps.ch (Stand: 2016)
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