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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was hilft bei einem Fieberkrampf?

dpa, t-online, iri

Aktualisiert am 04.10.2020Lesedauer: 3 Min.
Bei einem Kind wird die Körpertemperatur gemessen: Bei einem Fieberkrampf steigt die Temperatur schnell an und das Kind bekommt KrÀmpfe am ganzen Körper.
Bei einem Kind wird die Körpertemperatur gemessen: Bei einem Fieberkrampf steigt die Temperatur schnell an und das Kind bekommt KrÀmpfe am ganzen Körper. (Quelle: Aynur_sib/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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FĂŒr Eltern ist es ein Riesenschreck, wenn ihr Kind wĂ€hrend eines Fieberkrampfes Muskelzucken bekommt, die Augen verdreht und kurz das Bewusstsein verliert. Üblicherweise sind FieberkrĂ€mpfe harmlos.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wann treten FieberkrĂ€mpfe auf?
  • Das sind die Symptome fĂŒr einen Fieberkrampf
  • Wie sollten sich Eltern bei einem Fieberkrampf verhalten?
  • Wie wird ein Fieberkrampf behandelt?
  • Wie kann man vorbeugen?
  • Welche Folgen können FieberkrĂ€mpfe haben?

Wann treten FieberkrÀmpfe auf?

Zwei bis fĂŒnf Prozent aller Kinder im Alter von sechs Monaten bis fĂŒnf Jahren neigen zu FieberkrĂ€mpfen. Am hĂ€ufigsten sind sie im zweiten Lebensjahr, Jungen sind etwas öfter betroffen als MĂ€dchen. Bei etwa 25 Prozent dieser Kinder sind bereits im engeren Familienkreis FieberkrĂ€mpfe aufgetreten. Eine erbliche Veranlagung ist daher in vielen FĂ€llen anzunehmen.

Daneben ist vor allem die Geschwindigkeit des Fieberanstiegs entscheidend fĂŒr das Auslösen eines Fieberkrampfes. In der Regel sind die KrampfanfĂ€lle von kurzer Dauer und treten einmalig auf. Das Risiko eines RĂŒckfalls ist am grĂ¶ĂŸten, wenn eine erbliche Vorbelastung besteht, das Kind hĂ€ufig Fieber hat und die Körpertemperatur beim ersten Fieberkrampf unter 39 Grad Celsius war.

Das sind die Symptome fĂŒr einen Fieberkrampf

Einfache FieberkrÀmpfe kommen zum Beispiel bei Magen-Darm-Infekten, Infekten der oberen Atemwege, bei der echten Grippe und dem sogenannten Drei-Tage-Fieber vor.

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Bei einem Fieberkrampf verliert das Kind fĂŒr kurze Zeit das Bewusstsein. Die Muskulatur verkrampft sich, Arme und Beine zucken. HĂ€ufig verdrehen Kinder die Augen oder haben einen starren Blick. Die Atmung verlangsamt sich und die Haut kann sich blau verfĂ€rben. HĂ€ufig dauert so ein Anfall nur wenige Minuten, dann erschlafft der Körper, die normale Hautfarbe kommt zurĂŒck und das Kind ist völlig entkrĂ€ftet und mĂŒde. An den Fieberkrampf erinnert sich das Kind oft gar nicht.

Wie sollten sich Eltern bei einem Fieberkrampf verhalten?

Oberstes Gebot bei einem Fieberkrampf: Ruhe bewahren! Das krampfende Kind wird weich gelagert, am besten auf einem Bett oder einer Decke. Die Kleidung wird gelockert. Fiebersenkende Maßnahmen wie Wadenwickel sind ratsam. Das Kind darf in dieser Situation nichts zu essen oder trinken bekommen. Wenn es sich erbricht, bringen Sie es in die stabile Seitenlage, damit es sich nicht verschluckt.

Ist es der erste Fieberkrampf, sollten die Eltern unter der Nummer 112 den Notarzt rufen, rÀt der Berufsverband der Kinder- und JugendÀrzte (BVKJ). Es ist wichtig, die Ursache des Krampfes zu klÀren.

Ein einfacher Fieberkrampf dauert in der Regel nur Sekunden bis maximal 15 Minuten dauert – und folgenlos abklingt. Nach ein bis zwei Stunden hat sich das Kind laut dem Berufsverband der Kinder- und JugendĂ€rzte meist vollstĂ€ndig erholt.

Komplizierte FieberkrĂ€mpfe, die lĂ€nger dauern, kommen nur selten vor, betonen KinderĂ€rzte. Äußerst selten sei auch ein Fieberkrampf aufgrund einer HirnhautentzĂŒndung.

Wie wird ein Fieberkrampf behandelt?

WĂ€hrend des Anfalls kann der Arzt krampflösende und fiebersenkende Mittel geben. Bei Kindern, die wiederholt FieberkrĂ€mpfe haben, ist es hilfreich, wenn die Eltern Diazepam-ZĂ€pfchen im Haus haben. Der Wirkstoff hemmt bereits nach kurzer Zeit die KrĂ€mpfe. Wenn das Kind nach fĂŒnf Minuten immer noch krampft, kann ein weiteres ZĂ€pfchen gegeben werden. Die mögliche Höchstmenge sollte je nach Kind und Art der AnfĂ€lle mit dem Arzt vereinbart werden. Das Kind sollte bei hohem Fieber abgekĂŒhlt werden, entweder indem es entkleidet und nur mit einem dĂŒnnen Laken bedeckt wird, mit Wadenwickeln oder mit fiebersenkenden Medikamenten.

Wie kann man vorbeugen?

Zur Vorbeugung weiterer AnfĂ€lle sollte nach einem Fieberkrampf im Abstand von maximal drei Stunden Fieber gemessen werden und plötzliche Temperaturanstiege zum Beispiel mit Hilfe von Wadenwickeln vermieden werden. Generell sollte bei Infekten regelmĂ€ĂŸig die Temperatur gemessen und auf erste Anzeichen eines Krampfes geachtet werden. Das Kind sollte viel Wasser trinken.

Bei einer Körpertemperatur ĂŒber 38,5 Grad Celsius sollten fiebersenkende Medikamente gegeben werden, um einen plötzlichen Temperaturanstieg und damit einhergehenden Fieberkrampf zu verhindern. Diazepam-ZĂ€pfchen dienen nicht zur Vorbeugung, sie helfen nur bei akuten AnfĂ€llen. Mit circa sechs Jahren hören FieberkrĂ€mpfe normalerweise auf.

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Welche Folgen können FieberkrÀmpfe haben?

FieberkrÀmpfe sehen zwar erschreckend aus, sind aber in der Regel harmlos. Es entstehen sehr selten bleibende SchÀden im Gehirn des Kindes. Nur wenn die KrÀmpfe sehr lang anhalten, in kurzen AbstÀnden immer wieder auftreten oder Epilepsie in der Familie vorkommt, könnten möglicherweise SchÀdigungen oder Funktionsstörungen im Gehirn auftreten. Deshalb ist ein Besuch beim Arzt nach einem Krampfanfall zur Ursachenforschung beziehungsweise richtigen Behandlung unerlÀsslich.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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